Kuba
Älter als 7 Tage

Airline gibt Piloten die Schuld an Flugzeugabsturz

MEXIKO-STADT - Knapp zwei Monate nach einem Flugzeugabsturz mit insgesamt 111 Toten auf Kuba geht die Fluggesellschaft von einem Pilotenfehler aus.

Am 16. Juli 2018 veröffentlichte die Fluggesellschaft eine dreiseitige Pressemitteilung, die besagt, dass Sprach- und Flugdatenschreiber im Cockpit erfolgreich ausgelesen werden konnte. 

Demnach hat die bisherige Untersuchung ergeben, dass die Piloten in einem zu steilen Anstellwinkel aus Havanna gestartet sind, was zu einem Strömungsabriss und dem anschließenden Absturz geführt hat. 

Dieser Annahme eines Pilotenfehlers folgend hält die Airline das derzeit über sie verhängte Flugverbot für unrechtmäßig und beschwert sich, dass die mexikanische Luftfahrtbehörde darauf nicht reagiert. Mexikos Luftfahrtbehörde sagte dagegen, die Unglücksursache sei weiter ungeklärt, da die Untersuchung der zuständigen Kubaner andauere. 

Zuvor hatte es auch Vorwürfe gegen Damojh selbst gegeben, die das Unternehmen zurückweist. Die Maschine war im Mai nach dem Start in Havanna zerschellt. 110 von 113 Menschen starben an Bord, eine Überlebende erlag später ihren Verletzungen. 

Die Airline Cubana hatte die fast 40 Jahre alte Boeing für den Inlandsflug von Damojh gechartert. Mexikos Luftverkehrsbehörde hat für die Dauer der Ursachensuche eine Flugsperre gegen das Unternehmen mit einer Flotte von drei Maschinen verhängt.

Dieser Artikel basiert auf einer Meldung des Dienstes "The Aviation Herald" und wird von aero.de in Lizenz veröffentlicht.
© dpa-AFX | 17.07.2018 11:14

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Beitrag vom 17.07.2018 - 14:15 Uhr
Die Airline will das grounding aufheben. Schuldiger gefunden, Fall geklärt. So macht das ein "guter" Airline Manger.

Stellen sich 3 Fragen: warum wurden die Piloten nicht besser ausgebildet, war es ein Beladungsfehler (CG zu weit hinten)? Oder gab es einen technischen Defekt der diese unzulässige pitch herbeigeführt hat?

Besonders das Editoral das @swift oben gepostet hat sagt eigentlich alles über die Airline und damit auch dessen Führung.
Beitrag vom 17.07.2018 - 12:11 Uhr
Das ist die Meldung von AVHERALD.COM (  http://avherald.com/h?article=4b8bfb2d&opt=0 )und die Editorial Note dazu ist interessant.
.
On Jul 16th 2018 the airline released a 3 page press release stating, that cockpit voice and flight data recorders have been read out successfully. The investigation so far determined that the crew climbed the aircraft at too steep a pitch angle (angle of attack) out of Havana leading to a stall and subsequent crash. The airline reasons that therefore the grounding of the airline as well as additional examinations imposed on the airline have no legal foundation, however, Mexico's DGCA have not responded to according requests by the airline.

(Editorial note: according to ICAO rules only the investigation leader, Cuba's Accident Investigation Board, is permitted to talk about the progress of the investigation, participants in the investigation including the affected airline are not permitted to talk.



Dieser Beitrag wurde am 17.07.2018 12:13 Uhr bearbeitet.


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