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BER droht weitere Verspätung

Engelbert Lütke Daldrup
Engelbert Lütke Daldrup, © FBB

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SCHÖNEFELD - Berichte über Baumängel im Terminal des neuen Hauptstadtflughafens machen den zuständigen Landrat skeptisch, was die geplante Eröffnung im Oktober 2020 angeht. Nach "SPIEGEL"-Informationen will auch der Flughafenchef den Termin inzwischen nicht mehr garantieren.

Reißt der BER auch den nächsten Eröffnungstermin? "Die ursprüngliche Sicherheit des Eröffnungstermins im Oktober 2020 kann heute nicht mehr uneingeschränkt garantiert werden", warnte Airportchef Engelbert Lütke Daldrup laut "SPIEGEL" die Gesellschafter Berlin, Brandenburg und Bund vor.

Dem Nachrichtenmagzin zufolge wackelt auch der Terminplan für das T2, in dem die Lufthansa-Tochter Eurowings ihre Zelte aufschlagen will. Die Fertigstellung könnte sich von Mai 2020 auf Frühjahr 2021 verschieben. Der Flughafen hält hingegen weiterhin am aktuellen Terminplan fest.

Im April hatte der TÜV die komplexe Entrauchungsanlage abgenommen, zuvor allerdings zahlreiche kleinere und größere Baumängel dokumentiert.

"Ein bisschen Déjà-vu"

Auch er habe beim BER-Termin wieder "Magengrummeln", sagte Stephan Loge im ARD-Magazin "Kontraste". Der SPD-Politiker erinnerte an frühere geplatzte Eröffnungstermine: "Wir haben da so ein bisschen Déjà-vus." Die Flughafengesellschaft bekräftige, die Eröffnung 2020 sei nicht gefährdet.

Loge untersteht das für den BER zuständige Bauordnungsamt. Es verhinderte 2012, dass der Flughafen in Betrieb ging, ohne fertig zu sein. Seit einigen Wochen gibt es Berichte, nach denen auch der Termin 2020 bedroht wäre, wenn es für bestimmte Dübel im Terminal keine Einzelfallzulassung gebe. Der Flughafen bestätigte, dass für Befestigungslösungen zum Teil noch Zulassungen fehlten.

Loge sagte: "Auch an einem Plastikdübel oder mehren tausend Plastikdübeln, wie mutmaßlich in diesem Fall, kann die Inbetriebnahme scheitern." Er schloss aus, "ein Auge zuzudrücken". Der Flughafen betonte, es seien grundsätzlich Metalldübel verbaut worden.

Die Betreiber widersprachen der "Kontraste"-Darstellung, dass im zentralen Kabelkanal im Terminal aufwendige Rückbauten notwendig seien. "Richtig ist, dass eine Kabelpritsche verbreitert werden muss. Hier sind auf circa 40 Meter Länge Arbeiten am Tragsystem erforderlich." Diese sollten Ende Mai abgeschlossen sein.
© dpa-AFX, aero.de | Abb.: FBB | 10.05.2019 12:09

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Beitrag vom 11.05.2019 - 15:02 Uhr
Abreißen und neu bauen wäre billiger.Andere bauen in gleicher Zeit 3x so groß
Beitrag vom 10.05.2019 - 14:57 Uhr
Kann man die ganzen verantwortlichen dafür einsperren und nie wieder frei lassen, bitte!


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