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Italien verschiebt Entscheidung über Alitalia erneut

Alitalia Boeing 777-200ER
Alitalia Boeing 777-200ER, © Alessandro Ambrosetti

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ROM - Die italienische Regierung hat die Entscheidung über die Zukunft der insolventen Fluggesellschaft Alitalia erneut verschoben. Bis spätestens 15. Juli soll die staatliche Eisenbahngesellschaft Ferrovie dello Stato (FS) nun ein endgültiges und verbindliches Angebot vorlegen, teilte das Wirtschaftsministerium am Freitagabend mit.

Gesucht wird ein Mitinvestor für die Pleite-Airline. Bis zum zuvor gesetzten Fristende am 15. Juni war dieser nicht gefunden.

Die frühere staatliche Airline hatte bereits Anfang Mai 2017 Insolvenz angemeldet. Seitdem kann sie nur dank Staatskrediten von mittlerweile 900 Millionen Euro ihren Flugbetrieb aufrechterhalten. Diese Staatshilfe war zunächst nur als vorübergehender Rettungsanker gedacht, doch Italiens Regierung musste die Kreditlinie immer wieder verlängern.

Mangels Interessenten wählte Wirtschaftsminister Luigi Di Maio die FS aus, sich um Alitalia zu kümmern. Allein schultern kann die Bahngesellschaft die Übernahme jedoch nicht.

Zuletzt soll der Fußballunternehmer Claudio Lotito, Besitzer des Serie-A-Clubs Lazio Rom, Interesse bekundet haben. Vize-Premier Matteo Salvini hatte jedoch gesagt, er bevorzuge für eine Airline mit etwa 11.000 Mitarbeitern einen Investor, der im Luftverkehr und nicht im Fußball Erfahrung habe.
© dpa-AFX, aero.de | Abb.: Alitalia | 15.06.2019 01:01

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Beitrag vom 17.06.2019 - 12:30 Uhr
Durch das "patriotische" Getöse der aktuellen Regierung ist die Übernhame von Alitalia nochmals unattraktiver geworden, da das Szenario einer italienischen Wirtschaftskrise alá HGriechenland nochmals wahrscheinlicher geworden ist.
Beitrag vom 15.06.2019 - 11:26 Uhr
Ein privater Investor, z.B. eine Fluggesellschaft, wird sicherlich nicht in die Alitalia investieren. Damit bleiben nur staatliche Gesellschaften übrig wie z.B. die Bahn. Die kann sich gegen eine solche Aufgabe auch kaum wehren. Damit bleibt dann der italienische Steuerzahler übrig um die Defizite auszugleichen. Und vermutlich irgendwann der europäische Steuerzahler, wenn der italienische Staat finanziell den Bach runtergeht. Und damit haben dann die Populisten in Italien das erreicht, was sie wollen: den eigenen Haushalt nicht in Ordnung bringen, Wahlgeschenke verteilen und andere haften lassen. Hier sollte die EU mal wirklich klare Kante zeigen.




Beitrag vom 15.06.2019 - 10:49 Uhr
Bei der jetzigen "prima Italia" Politik wir es bei weitere Unterstützung durch den Staat (Bevölkerung) bleiben, die Arbeitsplätze müssen erhalten bleiben!
Die Regierung darf nicht kippen...!!!!


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