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Boeing schickt 777-8 in die Warteschleife

Boeing 777-8
Boeing 777-8, © Boeing

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SEATTLE - Boeing legt die Entwicklung der 777-8 auf Eis. Das für ultralange Strecken ausgelegte Flugzeug hat derzeit keine hohe Priorität - erst will Boeing die 777-9 fertigstellen und die 737-MAX-Krise lösen. Der Schritt dürfte Airbus in Australien zu einem Prestigeauftrag verhelfen.

16.170 Kilometer nonstop: mit der 777-8 will Boeing einen echten Marathonflieger und Nachfolger der 777-200LR liefern. Das für 384 Passagiere optimierte Flugzeug sollte eigentlich 2022 - zwei Jahre nach der 777-9 - ausgeliefert werden.

Triebwerksbedingte Verzögerungen zwangen Boeing zuletzt jedoch, den Erstflug der 777-9 auf Anfang 2020 zu vertagen.

Angesichts des angespannten Projektplans - und der Konzentration auf die Lösung der 737-MAX-Krise - werde Boeing die Realisierung der 777-8 auf unbestimmte Zeit zurückstellen, meldete zunächst der gut in Seattle vernetzten Dienstes "The Air Current".

Die "Anpassung des Zeitplans" für die Ultra-Langstreckenvariante im 777X-Programms werde "Risiken in unserem Entwicklungsprogramm reduzieren und einen reibungsloseren Übergang zur 777-8 gewährleisten", hat Boeing den Bericht in der Nacht auf Donnerstag bestätigt.

Größter Besteller der 777-8 ist Emirates mit 35 Flugzeugen. Die Airline aus Dubai hat zuletzt allerdings Änderungen in ihren Boeing-Aufträgen angedeutet. Emirates hat insgesamt 150 777X bestellt. Die Boeing-Warteliste vermerkt für Etihad Airways und Qatar Airways noch 18 weitere 777-8-Aufträge.

Airbus: SYD - LHR mit A350 machbar

Die 777-8 konkurriert mit dem Airbus A350-900ULR um einen Prestigeauftrag von Qantas: der australische Airlineriese will gegen 2022 Nonstop-Linien von Sydney und Melbourne nach London anbieten. Das "Project Sunrise" setzt an beiden Modellen nochmals angehobene Leistungseckdaten und Reichweiten voraus.

Airbus hat laut Verkaufschef Christian Scherer inzwischen "eine Lösung" parat, um die Reichweite der A350-900ULR für Linien mit mehr als 20 Stunden Flugdauer nochmals auszubauen. Erst im Juni bekräftigte Scherer, dass Airbus "der Hersteller" für die neuen Qantas-Ultralangstrecken werden will.
© aero.de | Abb.: Boeing | 15.08.2019 10:07

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Beitrag vom 17.08.2019 - 00:23 Uhr
Boeing hat keine andere Chance, als die 737Max sicher zu machen.
Man hat um die 4.500 Bestellungen, welche abgearbeitet werden müssen.
Die Linien sind die nächsten 6 Jahre voll ausgelastet. Material ist bei Lieferanten bestellt. Wenn Boeing die 737 nicht hinbekommt, kann man kein Nachfolgemodell aus dem Hut zaubern und die Produktion kurzfristig hochfahren.
Selbst eine NMA mit einem Doppelgang kann die 737 nicht ersetzen.
Daher denke ich, dass gerade jeder bei Boeing, der einen Bleistift halten kann alles dafür tun wird, dass die 737 wieder in die Luft kommt.

Und ich denke, die Entwicklung der 777-8 hat man aufgegeben, weil man einfach keinen Absatzmarkt mehr sieht.

Allerdings wird die 777-8 höchstwahrscheinlich die Basis eines neuen 777 Freighters bilden. Schon die -200LR wurde ja hauptsächlich in Hinblick auf den Frachter entwickelt.
Beitrag vom 16.08.2019 - 11:16 Uhr
Boeing hat keine andere Chance, als die 737Max sicher zu machen.
Man hat um die 4.500 Bestellungen, welche abgearbeitet werden müssen.
Die Linien sind die nächsten 6 Jahre voll ausgelastet. Material ist bei Lieferanten bestellt. Wenn Boeing die 737 nicht hinbekommt, kann man kein Nachfolgemodell aus dem Hut zaubern und die Produktion kurzfristig hochfahren.
Selbst eine NMA mit einem Doppelgang kann die 737 nicht ersetzen.
Daher denke ich, dass gerade jeder bei Boeing, der einen Bleistift halten kann alles dafür tun wird, dass die 737 wieder in die Luft kommt.

Und ich denke, die Entwicklung der 777-8 hat man aufgegeben, weil man einfach keinen Absatzmarkt mehr sieht.
Beitrag vom 15.08.2019 - 21:34 Uhr
Womit beschäftigen sich Boeings Entwicklungabteilungen?
Im zivilen Bereich wird wohl nur an der 777-8/9 entwickelt, ggf. noch an der "797".
Für den 737-Nachfolger wartet man auf neue Materialien und neue Motoren.


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