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Ticketsteuer für Kurzstrecken steigt stärker

Embraer E190 von Lufthansa CityLine
Lufthansa Regional Embraer E190 von Lufthansa CityLine, © Deutsche Lufthansa AG

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BERLIN - Die große Koalition hat ihre Pläne zur Erhöhung der Steuer auf Flugtickets für mehr Klimaschutz noch einmal nachgebessert. Die Ticketsteuer für kurze Flüge im Inland und in EU-Staaten soll nun etwas stärker steigen als zunächst geplant, die Steuern für längere Flüge dafür weniger stark.

Das geht aus einem Entwurf hervor, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt und über den der "Spiegel" am Freitag berichtete. Besonders für Inlandsflüge waren allerdings deutlich höhere Aufschläge im Gespräch gewesen.

Die Änderung ist zum 1. April 2020 geplant. Konkret soll die Luftverkehrsteuer für Flüge im Inland und in EU-Staaten um 3,78 Euro steigen - auf dann 11,25 Euro pro Ticket mit Start von einem deutschen Flughafen. Bei Strecken bis 6.000 Kilometer ist eine Erhöhung um rund 7,00 Euro auf 30,00 Euro vorgesehen. Bei noch weiteren Fernstrecken sollen künftig 54,00 Euro fällig werden, rund 12,50 Euro mehr als bislang.

Zunächst hatte das Finanzministerium die Steuer in allen Kategorien prozentual gleich stark anheben wollen. Bei Flügen im Inland wäre sie dann wenige Cent niedriger, bei den langen Flügen fast fünf Euro höher gewesen als jetzt geplant. Dafür gab es in der vergangenen Woche viel Kritik.

Die Airlines schlagen die Luftverkehrsteuer oft auf die Flugpreise auf - Flugtickets könnten also entsprechend teurer werden. Die Einnahmen für den Staat sollen die Mehrwertsteuersenkung auf Fernreisen der Bahn ausgleichen.
© dpa-AFX, aero.de | Abb.: Lufthansa | 11.10.2019 12:22

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Beitrag vom 12.10.2019 - 16:31 Uhr
Die Frage war aber doch was die höhere Ticketsteuer der Umwelt bringen kann. Da sehe ich eine Null vor dem Komma und viele weitere dahinter.
Beitrag vom 11.10.2019 - 23:03 Uhr
Ich überlege gerade, ob ich für 3,78 Euro (mal zwei) von München nach Salzburg fahren soll, um dann nach Berlin zu fliegen. Ähh, nein. Es liegt noch nicht einmal an der Anzahl der angebotenen Verbindungen pro Tag (falls mal eine oder zwei ausfallen). Von Düsseldorf nach Amsterdam würde ich vermutlich zum gleichen Ergebnis kommen wie von Berlin nach Warschau.

Es kommt doch darauf an wo man in Relation zum Flughafen wohnt, wieviel Personen reisen. Bekanntlich wohnen nicht alle Passagiere direkt am Flughafen, so wie wir. Des weiteren werden in den Buchungssystemen günstigere Flüge zuerst angezeigt bei gleichbleibenden sonstigen Bedingungen. Ob drei Passagiere mehr oder weniger im Flieger sitzen macht u. U. über das Jahr und alle Strecken gesehen den Unterschied zwischen Gewinn und Verlust aus. Wenn der Flieger nur 149 Sitze hat, dann wahrscheinlich nicht, weil die Auslastung dann bei 100 Prozent läge. Sie hätten schon schreiben sollen von welchem Fluggerät Sie oben sprechen. Low Cost Airlines fliegen profitabel weil sie Auslastungen in den hohen 90er Prozenten Durchschnittsauslastungen erzielen, während eine LH oder AUA, bis auf die Langstrecke von solchen Auslassungen nur träumen können. Da machen zwei oder drei Passagiere mehr oder weniger pro Flieger über das Jahr auf allen Strecken sehr wohl den Unterschied.

Dieser Beitrag wurde am 11.10.2019 23:06 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 11.10.2019 - 19:18 Uhr
Ich überlege gerade, ob ich für 3,78 Euro (mal zwei) von München nach Salzburg fahren soll, um dann nach Berlin zu fliegen. Ähh, nein. Es liegt noch nicht einmal an der Anzahl der angebotenen Verbindungen pro Tag (falls mal eine oder zwei ausfallen). Von Düsseldorf nach Amsterdam würde ich vermutlich zum gleichen Ergebnis kommen wie von Berlin nach Warschau.


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