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Air Arabia vor Großbestellung von 100 Flugzeugen

Adel Ali
Adel Ali, © Andreas Spaeth

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HAMBURG - Der größte panarabische Billigflieger Air Arabia steht im 16. Jahr seines Bestehens vor der größten Flugzeugbestellung seiner Firmengeschichte. aero.de hat mit Vorstandschef Adel Ali über die Flottenauswahl und neue Ziele gesprochen - gerne würde Air Arabia auch nach Deutschland fliegen.

"Wir wollen bis zum Jahresende hundert oder etwas mehr Flugzeuge kaufen", sagte CEO Adel Ali während einer Konferenz der Analysefirma CAPA in Hamburg aero.de. Die Kandidatenliste ist lang: "Wir schauen uns die Airbus-Typen A321XLR, A321LR und A320neo an, aber auch die Boeing 737 MAX."

Er gehe davon aus, dass Boeing die Probleme der 737 MAX in den nächsten Monaten löse und diese bis zur Auslieferung der jetzt zu bestellenden Flotte in etwa drei Jahren keine Rolle mehr spielten.

Der Airbus A220 sei dagegen kein Thema, wegen mangelnder Kompatibilität mit der bestehenden Airbus-Flotte sowie zu geringer Kapazität. Derzeit betreibt die Gesellschaft insgesamt 53 A320ceo, von denen 40 am Drehkreuz in Sharjah stationiert sind, zehn bei der Tochterfirma in Marokko und drei in Ägypten.

Über Air Arabia
Typ Linienfluggesellschaft
Basis Sharjah
Maschinen 41
Destinationen 74
Routen 75
© Daten bereitgestellt von ch-aviation
Außerdem erhält Air Arabia kommende Woche ihre dritte von sechs bei Leasingfirmen bestellten A321LR. Mit diesen fliegt sie neuerdings ab Sharjah unter anderem nach Wien, Prag und Kuala Lumpur.

Obwohl Air Arabia zeitlich günstige Umsteigeverbindungen etwa von Wien nach Kuala Lumpur via Sharjah anbietet, liegt ihr Fokus nicht auf Transferverkehr. "Wir brauchen keinen Passagier-Feed aus Europa um Kuala Lumpur zu füllen, derzeit sind 70 Prozent unserer Passagiere auf Punkt-zu-Punkt-Verbindungen unterwegs", erklärt Adel Ali.

Neue Strecken nach Europa und China

Mit der ab 2023 verfügbaren A321XLR würde Air Arabia, wenn sie den neuen Airbus-Jet bestellt, vor allem Ziele in China ins Auge fassen.

"Wir würden sehr gern auch bald Sharjah mit Deutschland verbinden, das ist ein sehr guter touristischer Markt und wir wären der erste Low Cost Carrier der vom Golf Touristen dort hinbringt", so Ali.

Da derzeit die bestehenden Verkehrsrechte nach Deutschland für Airlines aus den Vereinigten Arabischen Emiraten durch Emirates und Etihad ausgeschöpft sind, besteht vor dem Abschluss eines neuen Luftverkehrsabkommens zwischen beiden Ländern keine Möglichkeit für zusätzliche Strecken, auch fehlen dazu die Flugzeuge.

Derzeit fliegt Air Arabia lediglich mit ihrer marokkanischen Tochter von Köln/Bonn, Frankfurt und München in das nordafrikanische Land, das mit der EU über ein geltendes Open Sky-Abkommen verfügt.
© aero.de, Andreas Spaeth | Abb.: Flughafen Wien | 12.10.2019 11:04

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Beitrag vom 13.10.2019 - 12:00 Uhr
Deswegen brauchen die wahrscheinlich auch so viele Flugzeuge:

Die Männer fliegen vorne weg, die Frauen fliegen in der 2. Maschine im Abstand von 2 Meilen hinterher...
Beitrag vom 12.10.2019 - 15:56 Uhr
Ob ne trockene Airline nun wirklich allzu viel Touristen anlockt, weiß ich ja nicht. Schardscha ist ja nun nicht gerade ein liberales Emirat. Dürfen bei denen eigentlich unverheiratete Frauen und Männer nebeneinander sitzen? Die decency laws erlauben das ja eigentlich nicht

Dieser Beitrag wurde am 12.10.2019 18:49 Uhr bearbeitet.


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