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25 Prozent weniger Flüge, ein einschneidender Flotten- und Personalabbau und Gehaltsverzichte der Belegschaft reichten nicht: Spirit Airlines blickte 2025 in den wirtschaftlichen Abgrund, nachdem Flottenpartner AerCap laufende Finanzierungszusagen für bestellte Airbus A320neo zurückgezogen hatte.
Die Airline musste ans Tafelsilber ran, verkaufte unter anderem wertvolle Gate-Rechte - zwei T3-Positionen in Chicago O'Hare gingen im Dezember 2025 für 30 Millionen US-Dollar an American Airlines.
Die gröbsten Finanzprobleme hat das Spirit-Management im Griff - und wendet sich nun der Investorensuche zu.
Wie der Sender "CNCB" berichtet, kreist der US-Finanzinvestor Castlelake um Spirit Airlines. Eine Übernahme durch Frontier Airlines gelte als zunehmend unwahrscheinlich.
Kein Unbekannter
Die Frontier-Gruppe hatte sich 2022 mit JetBlue Airways eine regelrechten Bieterschlacht um Spirit Airlines geliefert, bei einem JetBlue-Gebot über 3,8 Milliarden US-Dollar aber das Handtuch geworfen. Ein Vollzug der Übernahme durch JetBlue Airways scheiterte im Nachgang an der US-Kartellbehörde. Seither steckte Spirit Airlines in Schwierigkeiten.
Castlelake ist in der Luftfahrtfinanzszene kein Unbekanner. Der Investor stieg 2024 mit Air France und Dänemark bei SAS ein, mit 32 Prozent war Castlelake der führende SAS-Investor.
Air France-KLM hatte 2025 angekündigt, den SAS-Anteil von Castlelake zusammen mit einem Aktienpaket von Lind Invest komplett abzulösen. Die Transaktion soll im zweiten Halbjahr 2026 über die Bühne gehen, Air France-KLM wird dann 60,5 Prozent an SAS halten.
© aero.de | Abb.: Airbus, Spirit Airlines | 24.01.2026 06:29







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