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In Wien werden die Slots knapp

Terminal-Erweiterung Flughafen Wien
Terminal-Erweiterung am Flughafen Wien (Graphik), © Flughafen Wien AG

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WIEN - Nach einem 17-Prozent-Wachstumsschub auf 31,7 Millionen Passagiere dämpft der Flughafen Wien für 2020 seine Prognose. Verkehrsseitig ist die Slotkapazität vor allem am Tagesrand fast ausgereizt. Airlines müssen ihr Angebot konsolidieren - trotz Ankündigung beträchtlicher Kapazitätserweiterungen.

Easyjet, Eurowings, Lauda, Level, Vueling und Wizz Air gaben 2019 in Wien den Takt vor: 56,3 Prozent Plus und zusammen 10 Millionen Passagiere bedeuten für die Preisbrecher einen Marktanteil von 31,6 Prozent.

Austrian Airlines hält mit 6,4 Prozent Zuwachs auf 13,7 Millionen Wien-Passagiere gegen, ihr Marktanteil sank jedoch leicht auf 43,2 Prozent. Insgesamt zählte die Lufthansa-Gruppe in Wien 17,3 Millionen Passagiere und hat 2020 einen Marktanteil von 54,7 Prozent zu verteidigen.

Trotz drohender Slotengpässe bauen sowohl Lauda und Wizz Air als auch Austrian ihre Flotten am Standort weiter aus. Bis Sommer 2020 stockt Lauda um drei Airbus A320 und vier von Ryanair geleaste Boeing 737-800 auf, Wizz Air um vier Airbus A321 und Austrian um sechs Airbus A320, letztere im Tausch gegen Bombardier Q400.

Damit würde die Jahreskapazität der in Wien stationierten Flieger nochmals um rund fünf Millionen Sitze zulegen. Dennoch bleibt der Flughafen mit seiner Prognose verhalten: nach den 17 Prozent im Vorjahr sollte sich der Zuwachs 2020 auf drei bis fünf Prozent konsolidieren.

Gegenüber aero.at erklärte VIE-Vorstand Julian Jäger diese Diskrepanz mit der noch offenen Slotvergabe, die die Günstiganbieter noch zwingen könnte, einen Teil ihrer Wien-Kapazität auf andere Standorte zu verlegen.

Bereits im November hatte Austrian-Chef Alexis von Hoensbroech vor den Folgen taktischer Überkapazitäten gewarnt. Austrian plant für dieses Jahr mit einem 90 Millionen Euro schweren Sparprogram, das bis zu 800 Arbeitsplätze kosten könne.

Der Flughafen Wien verbuchte im Vorjahr in allen Verkehrssegmenten kräftige Zuwächse: mit 27,1 Millionen Fluggästen und einem Passagieranteil von 85,4 Prozent legte Europa um 16,6 Prozent zu, Nordamerika um 30,3 Prozent, der Nahe und Mittlere Osten um 16,3 Prozent, Fernost um 13,7 sowie Afrika um 22,3 Prozent. 2019 zählte der Flughafen 4,6 Millionen Fernreisende.
© aero.at | Abb.: Ingo Lang | 22.01.2020 13:40


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