Covid-19-Krise
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Lufthansa sträubt sich gegen Staatsbeteiligung

Lufthansa parkt Flugzeuge
Lufthansa parkt Flugzeuge, © Lufthansa

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FRANKFURT - In der Covid-19-Krise wächst der Druck auf Vorstandschef Carsten Spohr, eine Staatsbeteiligung an Lufthansa zuzulassen. Kreisen zufolge erörtert das Management mit der Bundesregierung die Frage, ob Lufthansa ihren wachsenden Schuldenberg zurückzahlen kann, wenn sie lediglich einen KfW-Kredit in Anspruch nimmt.

Derzeit ist unklar, wann der Großteil der Flotte wieder fliegen darf. Ebenfalls nicht entschieden ist die Frage, ob Tausende von Kunden für im Zuge der Corona-Pandemie stornierte Flüge eine Rückerstattung erhalten müssen. Beides lastet auf dem Finanzausblick der Lufthansa.

Vor diesem Hintergrund wurde von den Verhandlungsführern die Möglichkeit ins Spiel gebracht, dass sich der Staat direkt an einer Kapitalerhöhung beteiligt, meldet "Bloomberg". Eine andere Option wäre, dass er Eigenkapital einbringt, ohne Stimmrechte zu erwerben.

Spohr war bislang gegen eine direkte Staatsbeteiligung und bevorzugte zum Schutz der Barreserven stattdessen Instrumente wie Kredite oder Kreditgarantien. Ein Lufthansa-Sprecher erklärte, das Unternehmen spreche mit Regierung und KfW über Optionen, Liquidität zu erhalten.

Er wollte sich darüber hinaus nicht äußern. Eine Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums lehnte einen Kommentar ab.
© aero.de, Bloomberg News | Abb.: Lufthansa | 06.04.2020 07:59

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Beitrag vom 07.04.2020 - 10:42 Uhr
Es geht ausschließlich nur um die Folgen eines durch sozialistische Machtmittel rechtswidrig erzwungene Verstaatlichung und die Konsequenzen daraus für LH.


Was genau ist daran "rechtswidrig erzwungen"?

Was wären denn die Konsequenzen für LH, wenn es im Ernstfall nicht zur Anwendung solcher "sozialistischen Machtmittel" käme?

Verkleinerung? Teure KRedite irgendwo anders herholen? Pleite gehen? Ist dann nach Ihrer Aussage alles besser als einen staatlichen Investor aufzunehmen?


Derzeit wird prognostiziert, daß LH womöglich den DAX verlassen muss. In Folge dessen würde sich die Eigentümerstruktur wohl deutlich ändern.

Was hat das eine mit dem anderen zu tun? Nur weil man nicht mehr im DAX wäre, würde man trotzdem noch Aktionäre finden.

Aktionäre sind nämlich selten am Unternehmen interessiert, sondern an der Vermehrung ihres Kapitals.

Richtig, aber wo ist das Problem? Es gibt auch Aktionäre, auch große Investments und Hedgefonds, die in nicht im DAX gelistet Aktien investieren. Den Zusammenhang müssen Sie bitte mal erklären.

Deswegen kommen sie gerannt, wenn es einem Unternehmen gut geht. Vor allem aber lassen sie es im Stich, wenn es nicht gut läuft (selbst, wenn das Unternehmen, wie aktuell zu beobachten, vollkommen unverschuldet in Not gerät) und bringen das Unternehmen dadurch in noch größere Nöte.

Falsch, gute INvestoren kommen bevor es dem Unternehmen gut geht und gehen, bevor es dem Unternehmen schlecht geht. Ansonsten steigt man viel zu hoch ein und verkauft viel zu spät.

Wieso der fallende Aktienkurs ein Unternehmen in Not bringt, müssen Sie bitte auch einmal erklären. Die einzige Gefahr besteht in einer feindlichen Übernahme. Ansonsten hat der Aktienkurs im ersten Moment nicht wirklich was mit dem Unternehmen bzw. seiner GEschäftsfähigkeit zu tun.


Börslich gelistete Dienstleistungsunternehmen wie LH sollten sich also, in guten wie in schlechten Zeiten, nicht um die Aktionäre, sondern mit aller Kraft und hochmotivierten Mitarbeitern um ihre Kunden kümmern, denn nur die bringen fortlaufend Geld ins Unternehmen. Aktionäre tun dies nur bei Kapitalerhöhungen (wann war die letzte bei LH?).

Jetzt deuten Sie quasi selbst an, dass ein niedriger Aktienkurs kein Problem wäre und sogar erstrebenswert? Das widerspricht Ihrer Schuldzuweisung an die Aktionäre, die das Unternehmen in Probleme führen, wenn sie Ihre Aktien verkaufen.
Beitrag vom 07.04.2020 - 10:31 Uhr
Es geht ausschließlich nur um die Folgen eines durch sozialistische Machtmittel rechtswidrig erzwungene Verstaatlichung und die Konsequenzen daraus für LH.

Was wären denn die Konsequenzen für LH, wenn es im Ernstfall nicht zur Anwendung solcher "sozialistischen Machtmittel" käme?

Derzeit wird prognostiziert, daß LH womöglich den DAX verlassen muss. In Folge dessen würde sich die Eigentümerstruktur wohl deutlich ändern. Aktionäre sind nämlich selten am Unternehmen interessiert, sondern an der Vermehrung ihres Kapitals. Deswegen kommen sie gerannt, wenn es einem Unternehmen gut geht. Vor allem aber lassen sie es im Stich, wenn es nicht gut läuft (selbst, wenn das Unternehmen, wie aktuell zu beobachten, vollkommen unverschuldet in Not gerät) und bringen das Unternehmen dadurch in noch größere Nöte.

Börslich gelistete Dienstleistungsunternehmen wie LH sollten sich also, in guten wie in schlechten Zeiten, nicht um die Aktionäre, sondern mit aller Kraft und hochmotivierten Mitarbeitern um ihre Kunden kümmern, denn nur die bringen fortlaufend Geld ins Unternehmen. Aktionäre tun dies nur bei Kapitalerhöhungen (wann war die letzte bei LH?).
Beitrag vom 06.04.2020 - 20:19 Uhr
Ich denke Sie haben meinen gesamten Text nicht verstanden. Es geht ausschließlich nur um die Folgen eines durch sozialistische Machtmittel rechtswidrig erzwungene Verstaatlichung und die Konsequenzen daraus für LH.
Wo genau sehen Sie denn die erzwungene Verstaatlichung? Wo diktiert der Staat die andere Staatsunternehmen wie z.B. die Bahn? Wieviele Unternehmen müsste der Staat demnächst führen? Ist doch gar keiner da der das besser könnte als die aktuellen Lenker. Und es geht um eine Übergangslösung aus besonderen Gründen. Das was Sie da schreiben sind übergekochte Räuberpistolen.


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