Guillaume Faury im "Handelsblatt"
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Nach Corona umweltfreundlich von Punkt-zu-Punkt

Guillaume Faury, Airbus
Guillaume Faury, Airbus, © Airbus

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TOULOUSE - Die Luftfahrtindustrie wird nicht so weitermachen wie bisher, wenn die Covid-19-Krise einmal überwunden ist: davon geht Airbus-Chef Guillaume Faury aus. Der Manager versucht, seinen Konzern auf diese Zukunft vorzubereiten. Umweltfreundliche Technologien stehen dabei im Fokus.

Umweltschutz und der Verringerung der CO2-Emissionen werde ein großer Teil der Konzernmittel zukommen, sagte Faury gegenüber dem "Handelsblatt". Demnach rechnet er auch damit, dass Passagiere in Zukunft Umsteigeflüge mit langen Wartezeiten an überfüllten Flughäfen meiden würden, um sich vor Ansteckungen zu schützen.

Die Folge könnte laut Faury eine steigende Nachfrage nach schlanken Langstreckenflugzeugen sein, die Passagiere direkt von Punkt A nach Punkt B bringen. 

Als Reaktion auf die Covid-19-Krise überdenkt das Airbus-Management seine globale Produktionsstrategie. Zwar sei es sehr unwahrscheinlich, dass Airbus Werke in China, den USA oder anderen internationalen Standorten schließe. Eine souveräne Produktion in Europa sei jedoch durchaus ein Szenario, dass das Management durchspielt.

Airbus arbeitet laut Faury daran, die bestehenden Kooperationen mit Zulieferern aufrecht zu erhalten – und kämpft unter anderem deswegen dafür, die eigenen Produktion so weit wie möglich am Laufen zu halten. "Wir mussten die Blutzirkulation aufrecht erhalten oder die Gefahr eine Kreislaufkollapses in Kauf nehmen.

Das Knüpfen eines weiteren Zulieferernetzwerkes mit mehr Alternativen gehört laut Faury auch zu den Aufgaben des Konzern, um Abhängigkeiten soweit wie möglich zu verringern.

Airbus hat wegen der Covid-19-Krise Planungen für eine A321-Linie in Toulouse auf Eis gelegt und die Produktion um ein Drittel zurückgefahren. In einigen Werken, darunter Bremen und Stade, hat der Flugzeugbauer die Produktion zeitweise unterbrochen. Das Werk in Tianjin arbeite inzwischen hingegen "fast bei der normalen Produktionsrate".
© aero.de | Abb.: Airbus | 15.04.2020 11:27

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Beitrag vom 15.04.2020 - 17:28 Uhr
Zukünftig will der Top Manager nicht mehr mit Kreti und Pleti in der gleichen Röhre sitzen. Man weis ja nicht, was die so alles ausatmen.

Genau, weil Topmanager sind ja per Definition Gesund(TM) :D
OK, mal ernsthaft: TopManager ohne "Kreti und Pleti" mit größeren Abständen heißt Flug zum grob dreifachen Preis wie bisher.

Die Klientel, die sich das leisten möchte UND darf, dürfte doch eher klein sein. Ob man damit noch großes Gerät voll bekommt?

Dieser Beitrag wurde am 15.04.2020 17:29 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 15.04.2020 - 15:22 Uhr
A 380 als reiner Businessflieger auf den Rennstrecken mit richtig viel Platz ,z. B. auf der Strecke London NY, durchaus denkbar. Zukünftig will der Top Manager nicht mehr mit Kreti und Pleti in der gleichen Röhre sitzen. Man weis ja nicht, was die so alles ausatmen.
Beitrag vom 15.04.2020 - 15:16 Uhr
Zuerst geht es um den Umbau der Klimaanlagen in vorhandenen Flugzeugen. Neue und bessere Filter an jedem einzelnen Luftauslass sind ein starkes Verkaufsargument. Danach wird z.B. die 321 gegen die 320 erheblich an Marktbedeutung gewinnen. Die kleine 319 ist tot. Business bedeutet deutlich mehr Sitzabstand, der Sessel wird unwichtig. A 220-500 kommt.


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