Lufthansa
Älter als 7 Tage

Weiterhin keine Einigung zu Stellenabbau

Geparkte Lufthansa-Flugzeuge am Flughafen Frankfurt
Geparkte Lufthansa-Flugzeuge am Flughafen Frankfurt, © Tobias Rehbein

Verwandte Themen

FRANKFURT - Bei Lufthansa gibt es weiterhin keine Vereinbarung zu Sparmaßnahmen beim Personal. Das Unternehmen teilte am Dienstag mit, dass man mit den Gewerkschaften Ufo und Vereinigung Cockpit weiter intensiv verhandele, um möglichst noch vor der außerordentlichen Hauptversammlung an diesem Donnerstag eine Lösung zu erreichen.

Die Kabinengewerkschaft Ufo sieht die Parteien auf einem guten Weg, sich noch vor der Versammlung zu einigen und ein wichtiges Signal zu setzen. Der bereits erreichte gute Verhandlungsstand müsse in den andauernden Gesprächen noch verschriftlicht werden, erklärte Ufo-Geschäftsführer Nicoley Baublies.

Ziel der Gewerkschaft sei ein Beschäftigungsschutz über vier Jahre. Um Personalkosten abzubauen werde über Abfindungen, Vorruhestand und kollektive Einsparungen bei den Flugbegleitern gesprochen. Diese beträfen eher Zulagen und Arbeitszeitregelungen als die Grundgehälter.

Ursprünglich sollten die Gespräche am Montag abgeschlossen werden. Die fürs Bodenpersonal zuständige Gewerkschaft Verdi hat bereits klar gemacht, dass sie erst am Freitag und damit nach der Hauptversammlung weiter verhandeln will. Auf der Hauptversammlung entscheiden die Aktionäre über eine Kapitalbeteiligung des Bundes.

Der von der Corona-Krise hart getroffene Konzern hat wegen der dauerhaft geringeren Nachfrage den weltweiten Personalüberhang auf 22.000 Stellen beziffert. Davon entfallen rund 11.000 Stellen auf Deutschland. Bei den Verhandlungen sollen nun Maßnahmen vereinbart werden, um möglichst viele Mitarbeiter an Bord zu halten. Das sind zum Beispiel ausgeweitete Teilzeitmodelle und der Verzicht auf Gehaltssteigerungen und Zulagen.
© dpa | 23.06.2020 10:00

Um einen Kommentar schreiben zu können, müssen Sie sich bei aero.de registrieren oder einloggen.

Beitrag vom 24.06.2020 - 02:58 Uhr
Wenn alle Empfänger jeden Euro zurückzahlen könnte es theoretisch sogar machbar sein. Wenn jedoch hier und da ein Empfänger (wie meiner Meinung nach Condor) nicht in der Lage sein wird den Betrag zu begleichen ist man schon in den Miesen. Es sollte also weniger darum gehen, sich die Staatshilfe vergolden zu lassen, sondern mehr darum am Ende nicht deutlich drauf zu zahlen. Denn wenn man ehrlich ist, so kann derzeit niemand wirklich sagen, ob LH mit 9 Milliarden Hilfe in einigen Monaten/Jahren wieder in der Gewinnzone fliegen kann.

Warum muss ich beim hauskauf eigentlich Zinsen zahlen obwohl ich das Haus zu 99% komplett abbezahlen werde. Warum hilft mir der Staat da nicht obwohl ich im Vergleich zur LH keine Schulden habe, keine laufenden Kosten die deutlich über den Einnahmen liegen... Wo soll der Staat da die Grenze im Sinne der Gleichbehandlung ziehen? Wobei, Gleichbehandlung wurde ja bereits ad acta gelegt, als man die LH Aktie für 2,56€ gekauft hat obwohl ein Herr Thiele einige Wochen zuvor das Vielfache gezahlt hat. Und nun ist man völlig verwundert das der das nicht so toll findet. Ich finde das gar nicht mal so unverständlich, würde jedem von uns vermutlich ähnlich gehen.
Beitrag vom 23.06.2020 - 20:50 Uhr
Das häufig vorgebrachte Argument mit dem niedrigen Börsenwert geht an der Sache vorbei - So gesehen sollte man keinen Euro geben. Die Frage ist, will man die Lufthansa haben oder nicht. Wenn man diese Frage mit Ja beantwortet, dann sollte man sie auch effektiv retten, wenn man das Anders sieht, dann lässt man es.

Was wäre denn effektiv retten? Wenn man sich unsere Staatsverschuldung anschaut, hat der Staat unterm Schnitt kein Geld. Das Rettungsgeld muss also auch irgendwo herkommen. Jetzt allen zu rettenden eine 0% Finanzierung anzubieten, damit sie es nicht so schwer haben, ist einfach nicht machbar.

Ist es das wirklich nicht? Deutsche Staatsanleihen liegen doch irgendwo bei 0%, tw. gibt es sogar Negativzins dafür. Klingt machbar.
Beitrag vom 23.06.2020 - 14:20 Uhr
Das häufig vorgebrachte Argument mit dem niedrigen Börsenwert geht an der Sache vorbei - So gesehen sollte man keinen Euro geben. Die Frage ist, will man die Lufthansa haben oder nicht. Wenn man diese Frage mit Ja beantwortet, dann sollte man sie auch effektiv retten, wenn man das Anders sieht, dann lässt man es.

Was wäre denn effektiv retten? Wenn man sich unsere Staatsverschuldung anschaut, hat der Staat unterm Schnitt kein Geld. Das Rettungsgeld muss also auch irgendwo herkommen. Jetzt allen zu rettenden eine 0% Finanzierung anzubieten, damit sie es nicht so schwer haben, ist einfach nicht machbar.


Stellenmarkt

Schlagzeilen

aero.uk

aero.ukWe spread our wings to the UK. Visit aero.uk for daily aviation news from our editors and Reuters.

Meistgelesene Artikel

Community

Thema: Pilotenausbildung

PaxEx.de Passenger Experience

FLUGREVUE 08/2020

Shop

Es gibt neue
Nachrichten bei aero.de

Startseite neu laden