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A350 kann jetzt vieles selbst

Airbus A350-1000
Airbus A350-1000, © Airbus

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TOULOUSE - Airbus hat einer A350 neue Funktionen beigebracht und getestet. Die neuen Assistenten könnten das Fliegen weiter automatisieren.

Der A350-1000 Prototyp findet sich selbst an und um Flughäfen zurecht: Airbus hat mit der Versuchsserie ATTOL - Autonomous Taxi, Take-Off and Landing - Technologien für weitgehend automatisierte Taxi-, Start- und Landevorgänge getestet.

Anders als bisherige Systeme, die auf Bodenanlagen beruhen, nutzt das neue System eine reine Bordanlage, die mit Bilderkennung arbeitet. Allein 450 der 500 seit 2018 durchgeführten Testflüge dienten zum Datensammeln und "Feintuning der Algorithmen", teilte Airbus mit.

Den Höhepunkt der zweijährigen Testserie markierten im Dezember 2019 acht automatische Startläufe - das Flugzeug beschleunigte dabei schnurgerade entlang der Mittellinie und hob sicher ab.

Airbus sieht für die Technologie Serienchancen und "Möglichkeiten zur Schaffung neuer Geschäftsmodelle, die die Art und Weise verändern werden, wie Flugzeuge entwickelt, hergestellt, geflogen, angetrieben und gewartet werden".

Autonome Technologien seien allerdings nur eine Ergänzung, damit die Piloten sich mehr auf strategische Entscheidungsfindung und Missionsmanagement als auf den reinen Flugbetrieb konzentrieren könnten.
© aero.de | 30.06.2020 08:16

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Beitrag vom 01.07.2020 - 09:05 Uhr
Ich glaube der Ansatz der Zukunft ist dann ein anderer d.h. man nimmt aktuelle hochperformante Hardware wie z.B. in einem Handy, wo aktuell auch 8 Kerne drin rechnen. In dem Bewusstsein, dass Kerne ausfallen können, sind immer Minimum 3 mit der gleichen Aufgabe beschäftigt. Fällt einer aus wegen kosmischer Strahlung, dann gibt es genug Ersatz. Ich könnte mir gut vorstellen, dass es so 3-4 verschiedenen Arten von Prozessoren in einem Flugzeug gibt aber die sind dann 16 mal und mehr im Flieger vorhanden. Auf einer Platine sind dann z.B. 4 CPU Sorte 1, 4 Sorte 2 und 8 Sorte 3 und von den Platinen gibt es 8 oder mehr im Flugzeug (der Rechner, der gerade die Masterrolle hat, kann sich dann aus allen Platinen bedienen für seine Aufgaben) und der Austausch einer Platine liegt so im Bereich von 200-300$ und das wäre die Rechenkraft im Flieger. Bei den aktuellen Fortschritten im Rechnerbereich, ist dann jeder dieser CPU Versionen etwas, was heute ein Rack in einem Rechenzentrum füllen würde. Und wenn es nicht in 30 Jahren wird, dann in 35 oder 50 aber es wird kommen.
Beitrag vom 30.06.2020 - 22:35 Uhr
CRJ FMS: Motorola 68000- fliegt auch...
In einer sauber gewarteten Infrastruktur, mit sehr guten NAV-Daten und einer mutigen Versicherung können Sie sicher autonomes Fliegen darstellen. Aber können diese Flugzeuge 18-20 Stunden pro VT genutzt werden? Was macht die Software, wenn das Restrisiko zuschlägt?
Sobald der Softwareingenieur, der das Projekt geleitet hat bereit ist, seine Kinder damit üner den Atlantik zu schicken, fange ich an, mir Gedanken zu machen, ob da was dran ist. Danach dauert es ca.20-30 Jahre, bis das weltweit nutzbar ist und nicht nur auf den brandneuen Flugzeugen in die Spitzenflughäfen genutzt werden wird.
my 2Cents
Beitrag vom 30.06.2020 - 20:40 Uhr
Ich finde den Ansatz interessant und begrüße es, dass hier weiterentwickelt und geforscht wird. Auch eine KI wird mittelfristig nach FORDEC Informationen auswerten können und unterliegt dann nicht mal mehr einem confirmation bias oder execution errors. Planning errors lassen sich dadurch zwar nicht vermeiden, aber diese sind ja auch eher selten auslösende oder auch nur wesentlich beitragende Faktoren. Vielleicht werden wir wirklich bald größtenteils aus psychologischen Gründen vorne reingesetzt und für´s Kaffee trinken in luftiger Höhe bezahlt. Aber noch ist es ja noch nicht soweit.


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