RUAG zieht sich zurück
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US-Firma kauft Do 228-Programm

RUAG Do 228NG
Do 228NG Commuter Aircraft, © RUAG

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MÜNCHEN - Der Schweizer Luftfahrt- und Rüstungskonzern RUAG zieht sich vom Standort Oberpfaffenhofen zurück. Die hier ansässigen Betriebsteile für Wartung, Reparatur und Betrieb für Business-Jets und Helikopter sowie die Produktion der Do 228 übernimmt General Atomics Europe.

General Atomics Europe übernimmt künftig sowohl alle Geschäftstätigkeiten rund um Wartungsarbeiten für Privatflugzeuge und militärische Luftfahrzeuge als auch die Herstellung und den Unterhalt des Turbopropflugzeugs Dornier 228.

Beide Unternehmen haben am 30. September eine Vereinbarung über den Verkauf der Betriebsteile unterzeichnet, heißt es in einer Pressemitteilung der RUAG. Demnach übernimmt der neue Eigentümer auch alle 450 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Die Übernahme steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die zuständigen Behörden.

Mit dem Vollzug der Eigentumsübertragung wird noch in diesem Jahr gerechnet. Über die vertraglichen Modalitäten haben die Parteien Stillschweigen vereinbart, heißt es weiter.

Felix Ammann, Geschäftsführer der RUAG Aerospace Services GmbH, sagt: "Wir freuen uns sehr, mit General Atomics Europe einen erfahrenen Industriepartner gefunden zu haben, der beste Voraussetzungen mitbringt, die Geschäftstätigkeiten am Sonderflughafen Oberpfaffenhofen erfolgreich weiterzuführen. Den Standort mit seinen 450 Mitarbeitenden in eine gesicherte Zukunft zu führen, ist die oberste Priorität von RUAG International."

Harald Robl, Geschäftsführer von General Atomics Europe, ergänzt: "Wir sind uns der Herausforderungen bewusst, die eine Übernahme dieser Größenordnung gerade im Bereich der Luftfahrt inmitten der aktuellen Corona-Krise bedeutet.

General Atomics Europe ist jedoch wirtschaftlich robust aufgestellt. Zudem haben wir ein Zukunftskonzept entwickelt, das für GA Europe und den künftigen neuen Standort Oberpfaffenhofen eine klassische Win-Win-Situation schafft."

Man sei vom Potenzial dieses Unternehmens und seiner Mitarbeiter überzeugt und wolle Oberpfaffenhofen perspektivisch zum europäischen Luftfahrtkern der General Atomics Europe Gruppe weiterentwickeln, so Robl. Erfolgreich getrennt und entflochten

Die Einigung mit General Atomics Europe sei ein weiterer wichtiger Schritt für RUAG International auf dem Weg hin zu einer Neuausrichtung, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Der Verkauf der Firmenteile erfolge in Übereinstimmung mit dem am 15. März 2019 vom Schweizer Bundesrat genehmigten Konzept zur Entflechtung.

Die vom Verkauf betroffenen Geschäftstätigkeiten seien alle im Geschäftsbereich MRO International zusammengefasst gewesen, dessen Unternehmensteile zukünftig alle devestiert werden sollen. Bereits im Juli 2019 seien die beiden auf Business Jets spezialisierten Standorte an den Flughäfen Genf-Cointrin und Lugano-Agno veräußert worden. Käufer der beiden Standorte war der französische Luft- und Raumfahrtkonzern Dassault Aviation.

RUAG International übernahm 2002 die Bereiche Services und Components des insolventen deutschen Flugzeugbauers Fairchild Dornier. Dazu gehörten auch alle Rechte für die Herstellung der Dornier Do 228. Im Jahr 2007 begann die Weiterentwicklung zur Do 228 NG. Weltweit sind rund 130 der Flugzeuge in Betrieb. Neben klassichem Zubringerverkehr wird die Do 228 auch für Special Missions eingesetzt.
© FLUG REVUE - Lars Reinhold | Abb.: RUAG | 18.10.2020 08:03

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Beitrag vom 18.10.2020 - 22:57 Uhr
Also bald ne Do 228 NG-D (für Drohne)?


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