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Flughäfen fordern schnelle Corona-Hilfen

Flughafen Berlin-Brandenburg
Flughafen Berlin-Brandenburg, © FBB, Günter Wicker

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BERLIN - Die Flughäfen in Deutschland haben ihre Forderung nach staatlichen Corona-Hilfen erneuert.

Im Vorfeld des Luftverkehrsgipfels am 6. November im Bundesverkehrsministerium betonte der Verband ADV am Freitag die volkswirtschaftliche Bedeutung der Flughäfen.

Die Bruttowertschöpfung betrage pro Jahr rund 27 Milliarden Euro. Die Infrastruktur-Einrichtungen seien unverzichtbarer Wachstumsgeber sowie Garant für gleichwertige Lebensverhältnisse in den Regionen, erklärte ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel in Berlin.

Anders als die Airlines haben die meist im öffentlichen Besitz befindlichen Flughafenbetreiber bislang kaum direkte Corona-Beihilfen erhalten. Im September hat bereits der Flughafen Paderborn-Lippstadt Insolvenz angemeldet.

Viele Beschäftigte sind wegen des stark reduzierten Flugbetriebs in Kurzarbeit. Jeder vierte der rund 180.000 Arbeitsplätze ist laut Verband direkt gefährdet. "Was wir brauchen, ist ein politisches Handlungspaket, dass Mobilität im Luftverkehr aufrechterhält und die Flughäfen aus der wirtschaftlichen Sackgasse führt", erklärte Beisel.

Die erwarteten Verluste beliefen sich für das Jahr 2020 und 2021 insgesamt auf rund drei Milliarden Euro. "Diese Jahresfehlbeträge müssen abgefedert werden." In einem ersten Schritt müssten die Vorhaltekosten von 740 Millionen Euro aus der Zeit des Lockdowns im Frühjahr erstattet werden. Bundesregierung und Bundesrat hatten für diesen Schritt bereits Zustimmung signalisiert.
© dpa | 23.10.2020 10:44


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