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Krise zwingt Sundair unter den Schutzschirm

Sundair Airbus A320
Sundair Airbus A320, © Sundair

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STRALSUND - Condor hat den Schutzschirm gerade verlassen, ein Partner legt ihn an: die Krise zwingt den Ferienflieger Sundair zur Restrukturierung. Sundair will sich "innerhalb kurzer Zeit neu aufstellen" - und spannt einen Experten für Airlineinsolvenzen in das Schutzschirmverfahren ein.

Neue Arbeit für Lucas Flöther: der Insolvenzspezialist, der zuletzt den Neuanfang bei Condor überwachte, ist jetzt für Sundair zuständig. Der kleine Ferienflieger aus Stralsund begibt sich in ein Schutzschirmverfahren.

"Mit Beginn der Corona-Krise musste die Sundair-Flotte zeitweise fast vollständig am Boden bleiben", teilte Sundair am Freitag mit. Die Airline wirtschaftete nach eigenen Angaben vor der Krise profitabel - jetzt fehlen Passagiere.

"Unsere gute Entwicklung vor der Pandemie zeigt, dass Sundair ein tragfähiges Geschäftsmodell hat", sagte Geschäftsführer Marcos Rossello in einer Mitteilung. "Mithilfe des Schutzschirmverfahrens wollen wir uns innerhalb kurzer Zeit neu aufstellen - und zwar bei laufendem Flugbetrieb."

Sanierungsplan

Sundair ist laut Rossello bereits mit einem Sanierungskonzept an ihre Gläubiger herangetreten, das in den nächsten fertiggestellt werden soll. "Alle haben dem Unternehmen ihre volle Unterstützung zugesagt", betonte der Manager. Sundair beschäftigt rund 240 Mitarbeiter. Die Airline betreibt zwei Airbus A319 und fünf A320.

Sundair ist seit 2017 im Markt aktiv. Die Airline hat sich nach der Pleite von Germania auf Charterflüge von kleineren Airports spezialisiert - Sundair-Flüge konnten zuletzt auch über Condor gebucht werden.
© aero.de | Abb.: Sundair | 30.10.2020 15:22


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