D328eco
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Der neue Öko-Turboprop aus Deutschland

Dornier D328Eco
Dornier D328Eco, © Deutsche Aircraft

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LEIPZIG - Im August 2019 fiel in Sachsen der Startschuss für ein neues Regionalflugzeug: Auf Basis der Dornier 328 soll am Flughafen Leipzig/Halle bald ein moderner Turboprop entstehen. Nun verrieten die Verantwortlichen erste Details – und formulierten große Ziele.

Die Zukunft des Luftverkehrs gestalten: nicht mehr und nicht weniger hat man sich beim Unternehmen Deutsche Aircraft auf die Fahnen geschrieben. Der "denglische" Name der neuen Firma, die ihren Sitz im bayerischen Oberpfaffenhofen hat, kommt nicht von ungefähr.

Deutsche Aircraft ist eine Tochter der Sierra Nevada Corporation aus den USA, die mit Hilfe der deutschen Regierung und 328 Support Services einen seit 2018 verfolgten Plan umsetzen will: die Dornier 328 als Regionalflugzeug neu aufzulegen.

Rund 400 Arbeitsplätze will die Deutsche Aircraft damit in Oberpfaffenhofen sowie rund um den Flughafen Leipzig/Halle schaffen. In Leipzig wird die D328eco, so der Name des neuen Flugzeugs, gebaut. Die Entwicklungsarbeiten sollen derweil in Bayern erfolgen – dort, wo auch schon die "alte" Do 328 einst das Licht der Welt erblickte.

Deren Erbmasse sei eine perfekte Plattform für ein kostengünstiges, schnelles und umweltfreundliches Regionalflugzeug der Zukunft, versichert die Deutsche Aircraft.

Die Firma schielt dabei auf den Markt der Airliner "mit weniger als 50 Sitzen", sieht das neue Muster aber auch in vielerlei anderen Rollen für zivile wie militärische Einsatzgebiete auf der Höhe. Vor allem aber soll die D328eco eines vollbringen: "den Weg in eine neue Ära der sauberen Luftfahrt weisen".

Neue Avionik, neue Triebwerke, neue Kabine

Für dieses hohe Ziel stattet Deutsche Aircraft die D328eco nicht allein mit modernster Avionik aus, die auch den Betrieb mit nur einem Piloten sicherstellen soll. Das neue Flugzeug erhält außerdem neue Triebwerke, biosprit-verträgliche PW127S-Turboprops von Pratt & Whitney Canada mit Siebenblatt-Propellern.

Damit will Deutsche Aircraft den Treibstoffverbrauch pro Passagier auf 2,6 Liter pro 100 Kilometer bringen. Möglich wird das in Verbindung mit einem um 2,1 Meter gestreckten Rumpf und einer komplett neu gestalteten Kabine für bis zu 43 Passagiere. Eine Stehhöhe von 1,86 Metern im Gang berücksichtige zugleich die heutigen Gesundheits- und Komfortansprüche, teilt der Hersteller mit.

Die angepeilten Leistungsdaten der D328eco satteln auf der bereits von Haus aus starken Performance der Do 328 auf: 600 km/h Reisegeschwindigkeit, 2.000 Kilometer Reichweite, über 9.000 Meter Flughöhe, 1.000 Meter Startstrecke. Klar, dass sich Deutsche Aircraft-Chef Dave Jackson und seine Kollegen vor diesem Hintergrund starke Chancen für ihr Flugzeug ausrechnen.

Bereits im August 2019 hatte Jackson die Marktchancen der D328eco vorgerechnet und ins Feld geführt, dass es in den nächsten Jahren rund 3.800 alte Regionalflugzeuge weltweit zu ersetzen gebe.

"Die D328eco ist die einzige existierende Plattform, die in der Lage ist, die Effizienz- und Leistungsanforderungen an moderne, umweltfreundliche Flugzeuge schon jetzt zu erfüllen", schob Jackson nun nach.
© FLUGREVUE - Patrick Zwerger | Abb.: Deutsche Aircraft | 12.12.2020 08:20

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Beitrag vom 14.12.2020 - 10:17 Uhr
Das nächste Pleiteprojekt nach der A380.
Kurzstreckenflüge sind politisch nicht mehr gewollt und werden im Zuge des Umwelhyps zukünftig wohl auch noch per Gesetzt verboten werden.
Wie kleingeistig ist das denn? D und ihre Verkehrsinfrastruktur ist nicht der Nabel der Welt und in vielen Gebieten gibt es keinen Flixbus oder ICE. Wahrscheinlich meckern Sie dann auch, wenn D technologisch abgehängt wird, weil die Innovation woanders stattfindet. Man kann auch alles mieß machen.
Und wie viele Absichtserklärungen bzw. Kaufoptionen gibt es für das Flugzeug ? Null ?
Arme Mitarbeiter ........
Beitrag vom 14.12.2020 - 10:05 Uhr
Das nächste Pleiteprojekt nach der A380.
Kurzstreckenflüge sind politisch nicht mehr gewollt und werden im Zuge des Umwelhyps zukünftig wohl auch noch per Gesetzt verboten werden.
Und wie viele Absichtserklärungen bzw. Kaufoptionen gibt es für das Flugzeug ? Null ?
Arme Mitarbeiter ........

Wieso arme Mitarbeiter?
Es werden doch lt. Artikel 400 Arbeitsplätze geschaffen!
Ist das jetzt auch schon wieder schlecht?
Ach so, Sie wollen topbezahlte Arbeitsplätze mit Rundrum-Sorglos-Garantie! Na, dann suchen Sie mal schön ...
Beitrag vom 14.12.2020 - 09:48 Uhr
Das nächste Pleiteprojekt nach der A380.
Kurzstreckenflüge sind politisch nicht mehr gewollt und werden im Zuge des Umwelhyps zukünftig wohl auch noch per Gesetzt verboten werden.
Und wie viele Absichtserklärungen bzw. Kaufoptionen gibt es für das Flugzeug ? Null ?
Arme Mitarbeiter ........


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