2021
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EU will Wettbewerb um Slots wiederbeleben

Lufthansa in Frankfurt
Lufthansa in Frankfurt, © Lufthansa

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PARIS - Momentan müssen sich Airline-Manager keine Sorgen machen, ihre Slots zu verlieren, falls sie diese wegen der mangelnden Nachfrage nicht voll nutzen. Das soll sich kommendes Jahr wieder ändern.

Dann will die EU-Kommission beginnen, schrittweise zu der in Normalzeiten gültigen 80-Prozent-Regel zurückzukehren. Die legt fest, dass eine Airline ihren Anspruch auf einen Slot verwirkt, wenn sie ihn nicht zu 80 Prozent nutzt.

Billigflieger wie Ryanair und Wizz Air haben in den vergangenen Wochen ihr Interesse an derzeit beinahe ungenutzten Slots tradierter Fluggesellschaften unmissverständlich deutlich gemacht.

Der internationale Linienluftfahrtverband IATA hat der EU-Kommission folgende Lösung vorgeschlagen: Airlines sollten ab März kommenden Jahres die Möglichkeit erhalten, Slots vorübergehend zurückzugeben. Die behaltenen Zeitfenster sollten sie lediglich zu 50 Prozent nutzen müssen, damit sie einer Strafe entgehen und den Verlust des Slots nicht fürchten müssen.

Der Entwurf, den die EU-Kommission nun vorgelegt hat, bleibt dahinter zurück. Zwar sollen Airlines die Slots nur zu 40 Prozent nutzen müssen, eine temporäre Rückgabe ist aber nicht vorgesehen.

"Die vorgeschlagenen Regeln bieten eine gewisse Sicherheit für die Sommersaison 2021 und stellen sicher, dass die Kommission nach klaren Regeln weitere Sloterleichterungen beschließen kann", sagte die EU-Transportkommissarin Adina Valean. Der Vorschlag muss noch vom EU-Parlament und den 27 Mitgliedsstaaten er EU angenommen werden.
© aero.de (boa) | 16.12.2020 11:30


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