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Wie Grazia Vittadini Airbus ins Wasserstoff-Zeitalter führt

Airbus-Technologie-Chefin Grazia Vittadini
Airbus-Technologie-Chefin Grazia Vittadini, © Airbus

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HAMBURG - "Mama, Papa, Aeroplano": Flugzeuge haben Grazia Vittadini von Kind auf fasziniert. Heute navigiert Vittadini Airbus als Technologie-Vorständin ins Zeitalter von Wasserstoffantrieben und Single-Pilot-Cockpits. aero.de Priority und planeTALK haben die Ingenieurin zum Gespräch getroffen.

Mehr Europa in einer Person als bei Grazia Vittadini geht kaum: die Luftfahrtingenieurin kann perfekte Auftritte in allen Airbus-Sprachen hinlegen. Ihre deutschen Kollegen und Gesprächspartner begrüßt die 1970 in Mailand geborene Airbus-Technologiechefin gern mit einem "Moin" und gesteht, dass ihr Herz an Norddeutschland hängt.

In "Hamburch" - das sie wie ein echtes Nordlicht ausspricht - hat sie seit Anfang des Jahrtausends viele Jahre gearbeitet. Heute verfügt sie allein in Deutschland über drei Büros, in Ottobrunn, Bremen und Hamburg-Finkenwerder, plus Toulouse natürlich.

"Hamburg war mein zu Hause", sagt sie im Gespräch mit Andreas Spaeth für aero.de Priority und planeTALK. In der Hansestadt konnte Grazia Vittadini endlich ihren Traum verwirklichen, selbst Flugzeuge zu steuern - Sportmaschinen in der hauseigenen Airbus-Motorfluggruppe.
 
"Seit drei Jahren aber ruht meine Lizenz jetzt", bedauert sie, es sei nicht mehr zu schaffen, spätestens seit sie 2018 ihre aktuelle Rolle als CTO bei Airbus übernahm. Fliegen wollte die Italienerin in jungen Jahren schon. "Ich wollte Kampfpilotin werden", erzählt Vittadini, "aber die italienische Luftwaffe nahm damals keine Frauen. Beworben habe ich mich trotzdem."

Ihre Karriere nach einem Studium zur Luftfahrtingenieurin begann sie dann beim italienischen Partner des Eurofighter-Konsortiums. "Wenn ich sie schon nicht fliegen darf, dann baue ich eben Flugzeuge", war ihr Motto. 2002 wechselte sie zu Airbus.

planeTALK mit Grazia Vittadini, © PilotsEYE.tv - alle Podcastfolgen unter https://video.planetalk.tv

Gerade ist die Lage düster in der Luftfahrt. "Wir haben 40 Prozent unseres Geschäfts verloren, aber wir sind uns sicher, es gibt Licht am Ende des Tunnels", sagt Grazia Vittadini trotzdem überraschend aufgeräumt. In der Krise steckt die Chance, Zukunftsprogramme zu beschleunigen.

Im September, mitten in der Pandemie, hatte der europäische Flugzeugbauer mit seinem ZeroE genannten Konzept für emissionsfreies Fliegen mit Wasserstoffantrieb Aufsehen erregt.

Einer der Treiber, damit jetzt herauszukommen, sind milliardenschwere Corona-Konjunkturprogramme etwa in Frankreich, in denen erhebliche Fördermittel für die Konzeption nachhaltiger Flugzeuge enthalten sind.

Das Gesicht des kühnen Vorstoßes, an dem bei Airbus seit 2018 gearbeitet wurde, ist Grazia Vittadini. "Unsere Hauptfragen sind, wie kommen wir aus der Krise und wie arbeiten wir an der Umweltverträglichkeit unserer Produkte und der Reduzierung von CO2- und weiteren Emissionen", erklärt die Managerin.

"Wir haben die Krise genutzt, um unsere Ambitionen in diesem Bereich zu beschleunigen mit dem Ziel, Mitte der 2030er Jahren das erste Flugzeug auf den Markt zu bringen, das keine Emissionen mehr ausstößt."

Mit konkreten Konzepten dreier Flugzeuge - eines Turboprop-Regionalflugzeugs, eines zweistrahligen Mittelstreckenjets sowie eines Nurflüglers- legte Airbus ei
 
 
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© aero.de Priority, Andreas Spaeth | Abb.: Airbus | 05.03.2021 13:35


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