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FAA entzieht Boeing Freigabeerlaubnis für 787

Singapore Airlines Boeing 787-10
Singapore Airlines Boeing 787-10, © Singapore Airlines

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SEATTLE - Die US-Luftfahrtaufsicht FAA nimmt Boeing wegen Qualitätsmängeln auf den 787-Linien an die kurze Leine. FAA-Inspektoren werden "zunächst vier" Dreamliner vor ihrer Auslieferung selbst checken und freigeben. Die FAA will den Produktionsproblemen zudem mit weiteren "Korrekturmaßnahmen" begegnen.

Die FAA entzieht Boeing nach einer Häufung von Produktionsmängeln das Privileg, 787 selbst Lufttüchtigkeitszeugnisse ausstellen zu dürfen.

Der Schritt sei Teil "einer Reihe von Korrekturmaßnahmen, um Probleme bei der Produktion der Boeing 787 abzustellen", teilte die FAA mit. Die Maßnahme gelte "zunächst für vier Flugzeuge", wobei sich die FAA ausdrücklich vorbehält, im Bedarfsfall nur selbst  "Lufttüchtigkeitszeugnisse für weitere 787-Flugzeuge auszustellen".

Die FAA hatte Boeing bisher gestattet, neue Flugzeuge im Namen der FAA nach vorgegebenen Abnahmeprozessen als luftftüchtig zu deklarieren. Nach Informationen der Nachrichtenagentur "Bloomberg" hat die FAA Boeing bereits im Januar über die Maßnahme informiert. Das Vertrauen der Behörde in den Hersteller hat nicht nur unter den Vorgängen um die 737 MAX gelitten.

Rückruf und Nachkontrollen

Boeing hatte im Hochsommer 2020 acht Dreamliner zurückgerufen - CFK-Hecksektion und CFK-Druckschott waren falsch verbunden, im Rumpfinneren fielen Oberflächenverklebung und -stärke aus der Toleranz. Treten die Fehler gemeinsam auf, ist die Strukturfestigkeit nicht mehr uneingeschränkt gewährleistet.

Boeing zog im Oktober 2020 die Reißleine und setzte die Auslieferungen aus. Derzeit durchlaufen rund 80 neue Dreamliner Nachkontrollen - Boeing will die Auslieferungen Ende März wieder aufnehmen. Der Hersteller schlägt sich bei der 787 inzwischen mit weiteren Problemen an Dekompressionspaneelen und Cockpitfenstern herum.
© aero.de | Abb.: BOeing | 18.03.2021 18:09

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Beitrag vom 19.03.2021 - 18:52 Uhr
Schauen Sie doch einfach einmal wie das sonst so abläuft. Haben Sie schon einmal gehört dass ein Pilot aus dem Crewbus gezerrt wurde und man ihn in einen Simulator gebracht hat? Und ihn dann mit Problemen konfrontiert hat die nicht vorneweg ausführlich besprochen wurden? Sicher klingt das mit Boeing erst ein mal verwunderlich, aber wissen Sie denn tatsächlich jede Einzelheit die hinter den Kulissen passiert?

Wo ist denn hier bitte der Zusammenhang zwischen einem gezielten Crewtraining und der Selbstabnahme von Fluzgzeugen durch Boeing, wohlwissend um die Qualitätsmängel in den Werken?! Die Crew denkt sich weder das Training selbst aus, noch steht es in ihrer Macht Einfluss darauf zu nehmen und sie stellt sich auch nicht nachher den Lizenzeintrag selbst aus. Boeing hat das bislang dank der FAA so getan, mit den bekannten Problemen.
Beitrag vom 19.03.2021 - 10:42 Uhr
Schauen Sie doch einfach einmal wie das sonst so abläuft. Haben Sie schon einmal gehört dass ein Pilot aus dem Crewbus gezerrt wurde und man ihn in einen Simulator gebracht hat? Und ihn dann mit Problemen konfrontiert hat die nicht vorneweg ausführlich besprochen wurden? Sicher klingt das mit Boeing erst ein mal verwunderlich, aber wissen Sie denn tatsächlich jede Einzelheit die hinter den Kulissen passiert?
Beitrag vom 19.03.2021 - 01:51 Uhr
Nach Informationen der Nachrichtenagentur "Bloomberg" hat die FAA Boeing bereits im Januar über die Maßnahme informiert.

Na toll, d.h. die aktuellen 4 Flieger sind alle 1A gebaut und hochglanzpoliert, die FAA klopft Boeing wg. der tollen Qualität auf die Schulter, vergibt wieder die Freigabeerlaubnis und dann läuft es weiter wie vorher.

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