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Kötter gibt auch Fluggastkontrollen in Köln/Bonn ab

Flughafen Köln/Bonn
Flughafen Köln/Bonn, © Flughafen Köln/Bonn

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KÖLN - Das Essener Sicherheitsunternehmen Kötter gibt auch die Fluggastkontrollen am Flughafen Köln/Bonn ab.

Das für die Auftragsvergabe zuständige Beschaffungsamt des Bundesinnenministeriums habe sich bei der Neuausschreibung für einen neuen Dienstleister entschieden, teilte Kötter am Freitag mit. Wer den Auftrag erhalte, werde das Amt voraussichtlich in der zweiten Aprilwoche endgültig entscheiden.

Die von dem Verlust des Auftrags betroffenen rund 580 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter würden voraussichtlich im Rahmen des Betriebsübergangs zu dem neuen Dienstleiter wechseln, heißt es in der Mitteilung weiter.

Kötter war seit Januar 2015 für die Passagier- und Gepäckkontrollen in Köln/Bonn zuständig. Im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen die Kontrollen am Flughafen Düsseldorf aufgegeben.
© dpa-AFX | 26.03.2021 16:16

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Beitrag vom 29.03.2021 - 18:23 Uhr
Das Wort in dem Artikel ist unglücklich gewählt. Kötter verkauft ja nicht an einen anderen Dienstleister (Betriebsübergang nach 613a) sondern deren Vertrag ist ausgelaufen und wird nicht verlängert. Der neue Dienstleister ist entweder schon da und übernimmt die Arbeit mit oder er kommt neu und muss dann einstellen. Aber neu, nicht übernommen. Da es hier einen FlächenTV gibt wird sich wenig ändern, aber alle fangen in Stufe 1 an. Die werden wohl alle nehmen/brauchen, sind ja qualifiziert und gescreent.

Dieser Beitrag wurde am 30.03.2021 07:40 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 29.03.2021 - 17:07 Uhr
Bei einem Betriebsübergang bleiben die gesamten Arbeitskonditionen im ersten Jahr gleich. Hier wird nicht "auf dem freien Markt" eingestellt. Jeder aktuelle Mitarbeiter von Kötter bekommt das Angebot, bei gleichen Konditionen zum neuen Dienstleister zu wechseln und dort weiter zu arbeiten. In den meisten Fällen ändert sich außer der Uniform für die Beschäftigten wenig. Da die Gehälter Tarifgebunden sind ändert sich an der Vergütung auch über das "Übergangsjahr" hinaus nichts für die Beschäftigten, und die in der letzten Tarifrunde vereinbarten Stundensätze sind gut (Angemessen für die hohe Verantwortung, hoch im Verhältnis zur Ausbildungsdauer verglichen mit anderen Branchen).

Das einzige was sich ggf. nachteilig für die Mitarbeiter auswirken kann nach dem Übergangsjahr sind Sonderkonditionen, die nicht tariflich geregelt sind, wie zB Essenszuschlag, private Altersvorsorge, Urlaubstage und sonstige Zusatzregelungen. Das ist aber meist eher ein Thema bei einem Übergang von einer flughafeninternen Sicherheitsgesellschaft (wo meist viele Zusatzkonditionen vereinbart sind) zu einem privaten Anbieter. Kötter ist nun nicht bekannt dafür sehr viele "On-top" Leistungen für seine Mitarbeiter zu erbringen, weshalb der Wechsel zu einem anderen Anbieter wohl keine großen Veränderungen für die Angestellten bringt.
Beitrag vom 28.03.2021 - 07:17 Uhr
Der einfachste Weg Personalkosten zu drücken 🤢🤢🤮🤮
Einfach ne Firma gründen, ohne Personal. Das Angebot unter dem bisherigen halten und den Zuschlag bekommen. Und dann einfach dem Personal die Pistole auf die Brust setzen, friss oder stirb.

Dieses prinzipielle Problem existiert sicher, aber §613a BGB sollte da zumindest etwas bremsend wirken - im ersten Jahr müssen bei einem Betriebsübergang die bisherigen Konditionen eingehalten werden.

Weiss nicht was das bringt, wenn man einfach nur Personal einstellt. Ist doch egal wo die herkommen. Solange keine Firmen übernommen werden ist das doch schwer nachvollziehbar. Hat man ja schon bei AirBerlin/Eurowings gesehen.

Was ein Betriebsübergang ist, scheint Ihnen nicht so ganz klar zu sein. Zudem gilt der Entgelttarifvertrag für Sicherheitskräfte an Verkehrsflughäfen. Der sieht keine schlechte Gehälter für einen angelernten Beruf vor.


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