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Airbus will A320neo-Produktion fast verdoppeln

GoAir Airbus A320neo
GoAir Airbus A320neo, © GoAir

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HAMBURG - Airbus stellt Zulieferer auf einen steilen Hochlauf der A320-Produktion ein - bereits 2023 will der Konzern im Brot-und-Butter-Programm mehr Flugzeuge fertigen als vor dem Corona-Knick. In den Langstreckenserien A350 und A330neo plant Airbus Produktion und Nachfrageentwicklung vorsichtiger.

Jetzt wird wieder in die Hände gespuckt: Airbus rechnet mit einer deutlichen Belebung nach der Krise. Der Hersteller geht laut einer Mitteilung vom Donnerstag davon aus, "dass sich der Markt für Verkehrsflugzeuge zwischen 2023 und 2025 wieder auf das Niveau vor Covid-19 erholen wird".

Taktgeber des Aufwärtstrends ist die A320neo. Airbus hatte die Rate der Single-Aisle-Familie 2020 im Eiltempo von rund 60 auf 40 Flugzeuge pro Monat gedrosselt und so eine Haldenproduktion vermieden.

Bis Jahresende will Airbus die Linien in Hamburg, Toulouse, Mobile und Tianjin wieder auf 45 Flugzeuge einstellen - und hat Zulieferer über weitere Hochlaufabsichten informiert.

Für die Fertigung der A320neo geht Airbus von 64 Flugzeugen pro Monat bis zum zweiten Quartal 2023 aus. Zulieferer sollten sich auf ein Szenario von 70 Flugzeugen bis Anfang 2024 und bei einem sich weiter erholenden Markt von bis zu 75 Flugzeugen bis 2025 einstellen.

Bei der A220-Familie hält Airbus eine monatliche Produktionsrate von 14 Flugzeugen bis zur Mitte des Jahrzehnts für möglich. Bei der A350-Familie liege die durchschnittliche Produktionsrate bei 5 Flugzeugen pro Monat und solle bis Herbst 2022 auf 6 steigen, hieß es weiter.

Bei der A330-Familie bleibe die Produktion bei einer durchschnittlichen monatlichen Produktionsrate von zwei Flugzeugen.

A321 aus Toulouse

"Die Botschaft an unsere Zulieferer gibt dem gesamten industriellen System die Möglichkeit, die notwendigen Fähigkeiten zu sichern und bereit zu sein, wenn die Marktbedingungen es erfordern", betonte Airbus-Chef Guillaume Faury laut Mitteilung. Airbus hatte erst vor wenigen Wochen erklärt, den Bau einer neuen Endmontage-Linie für die A320-Familie wieder aufzunehmen.

In dem bisherigen A380-Werk in Toulouse soll ab Ende 2022 auch die Langversion Airbus A321 gefertigt werden. Airbus hatte den Bau der neuen Montagelinie wegen der Corona-Krise im vergangenen Jahr zunächst auf Eis gelegt und die Flugzeugproduktion deutlich zurückgefahren.
© dpa-AFX, aero.de | Abb.: Airbus | 27.05.2021 08:45

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Beitrag vom 27.05.2021 - 12:49 Uhr
In 2025 könnten dann also fast 90 SA pro Monat vom Band laufen.

Während Boeing bei der Max wohl "nur" 60 schafft, wenn überhaupt.

Damit gewinnt Airbus 3:2 in der Produktion, bis dahin wir auch kein weitere Hersteller es schaffen eine grosse Rolle zu spielen.

Das wird so nicht machbar sein. Wir sind ja selbst Teil des Programms und um die 70 könnte gehen wenn die Unterlieferanten mitspielen. Viele Komponenten sind Single Source und nicht beliebig austauschbar. Zudem muss die Qualität stimmen und auch für höhere Fertigungsraten das Personal da sein. Sehe ich nicht das es auf 90 geht. Allein schon bei den Triebwerken wird das unmöglich sein.
Beitrag vom 27.05.2021 - 12:40 Uhr
Die Lehre der letzen 1-2 Jahre ist wohl, das Backlog lieber etwas schneller abzuarbeiten. Nur ausgelieferte Flugzeuge sind cash in der Kasse. Wenn die Fluglinien zwischendurch pleite gehen oder umplanen ist die Bestellung futsch und der ganze Aufwand der Verkaufsabteilung war umsonst.

Also aus betriebswirtschaftlicher Sich sträuben sich bei solchen Gedanken meine Haare. Das hieße man würde/müßte Fertigungsanlagen teuer aufs maximale ausbauen und noch deutlich mehr Personal einstellten. Wenn dann der nächste Rückfall kommt (egal weshalb) müßte man noch mehr die Produktion zurückfahren und die Personalkosten belasten dann imens. Nicht immer kann davon ausgegangen werden das Kurzarbeitergeld so lang und großzügig gezahlt wird.

Nach dem Prinzip müßten analog alle Autobahnen 8-spurig ausgebaut werden weil zum Beginn der Sommerferien Staus drohen. Gottseidank herscht in der Wirtschaft die Vernunft nicht alles maximal zu riskieren sondern lieber eine mittlere Schiene zu fahren und nur langfristige Prognosen für Kapazitätsausbau zur Grundlage zu machen.
Beitrag vom 27.05.2021 - 11:58 Uhr
Die Lehre der letzen 1-2 Jahre ist wohl, das Backlog lieber etwas schneller abzuarbeiten. Nur ausgelieferte Flugzeuge sind cash in der Kasse. Wenn die Fluglinien zwischendurch pleite gehen oder umplanen ist die Bestellung futsch und der ganze Aufwand der Verkaufsabteilung war umsonst.


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