Neuer Vorschlag
Älter als 7 Tage

Berlin will rund 1000 Taxis am BER

Flughafen Berlin-Brandenburg
Flughafen Berlin-Brandenburg, © FBB, Günter Wicker
BERLIN - Im Streit um die Zahl der Taxis am Hauptstadt-Flughafen BER in Schönefeld hat das Land Berlin dem Landkreis Dahme-Spreewald ein neues Angebot gemacht.

"Die Senatsverkehrsverwaltung hat zunächst kurzfristig mindestens je 500 Lizenzen für beide Partner vorgeschlagen, als ersten Schritt zu einer spürbaren Verbesserung", sagte ein Sprecher der Berliner Verkehrsverwaltung am Donnerstag der "Berliner Morgenpost".

Berlin und der Brandenburger Landkreis, auf dessen Gebiet der BER liegt, hatten sich kurz vor der Eröffnung des Flughafens darauf geeinigt, dass jeweils 300 Fahrzeuge aus Berlin und Brandenburg dort Fahrgäste aufnehmen dürfen. Inzwischen hat sich aus Sicht der Berliner Seite gezeigt, dass die Zahl nicht reicht.

Die Vereinbarung zwischen Berlin und dem Landkreis ist erforderlich, weil das Personenbeförderungsgesetz vorschreibt, dass Taxifahrer nur in dem Kreis oder der Kommune Gäste aufnehmen dürfen, wo sie ihre Konzession besitzen. Das führt zum Teil dazu, dass Taxen aus Berlin ohne BER-Lizenz zwar Gäste zum Flughafen fahren dürfen, dann aber ohne Passagiere zurückkehren müssen.

Der Leiter des Straßenverkehrsamts des Kreises Dahme-Spreewald, Carsten Brumme, sagte am Donnerstag, man sei in Gesprächen und prüfe derzeit den tatsächlichen Bedarf. Richtig sei, dass es vor allem in den Randzeiten nicht ausreichend Taxen am BER gebe. Bei einer Erhebung des Landkreises Anfang September sei von den 300 Berliner Taxifahrern mit BER-Lizenz allerdings nur gut die Hälfte auch am Flughafen tätig gewesen, so Brumme. "Es muss also darum gehen, mehr Berliner Taxen an den BER ranzukriegen."

In Berlin geht man deswegen auch davon aus, dass selbst der neuerliche Vorschlag nicht ausreichen wird, um den Taxi-Bedarf am BER zu decken: "Aus Berliner Sicht sollte eine nachhaltige, alle Tages- und Urlaubszeiten abdeckende Lösung umfassender sein, um den Ansprüchen eines Flughafens für die gesamte Metropolregion gerecht zu werden", so der Sprecher der Verkehrsverwaltung. "In den Gesprächen mit dem zuständigen Landkreis werden wir weiterhin darauf dringen."
© dpa | 17.09.2021 05:56


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