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Run auf Lufthansa-Slots bleibt weiter aus

Lufthansa in Frankfurt
Lufthansa in Frankfurt, © Lufthansa

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FRANKFURT - Lufthansa nimmt an den Drehkreuzen Frankfurt und München alle Slots in den Sommer 2022 mit. Nach aero.de-Informationen hat zum Fristablauf kein Konkurrent Anspruch auf Start- und Landezeiten erhoben, die Lufthansa im Zuge von EU-Wettbewerbsauflagen räumen muss.

Lufthansa hat 2020 eine Kröte geschluckt. Die EU-Kommission hat Staatshilfen in Milliardenhöhe nur unter der Auflage genehmigt, dass Lufthansa an den "vor der Krise überlasteten" Drehkreuzen Frankfurt und München Slots an Wettbewerber auflässt, die keine Hilfen in Anspruch nehmen.

Die Neuvergabe von Slots erwies sich für die EU-Wettbewerbshüter in der Krise als Mittel der Wahl, wenn es darum ging, drohende Wettbewerbsverzerrungen zu korrigieren.

Konkret buchstabierte die EU-Kommission Lufthansa aus, "an den Flughäfen Frankfurt und München je einem Wettbewerber zur Stationierung von je bis zu vier Flugzeugen bis zu 24 Start- und Landerechte (...) zu übertragen". Auf den Slots könnte ein Konkurrent damit pro Tag und Flugzeug rechnerisch drei Starts und Landungen abbilden.

Das Interesse an den Slots ist jetzt schon vier Mal ausgeblieben. "Es gab keine Anfragen für die Slots für den Sommer 2022", sagte eine Lufthansa-Sprecherin aero.de am Freitag. "Damit bleiben die Slots bei Lufthansa."

Nach Angaben des deutschen Slotkoordinators Fluko hatte sich das Fenster für eine Bewerbung um die Lufthansa-Slots für den Sommerflugplan 2022 am 19. August 2021 geschlossen. Die Slots in Frankfurt und München stehen jetzt erst wieder für eine Übernahme im Winter 2022/2023 im Schaufenster.

Allerdings erweitert sich nun der Kreis potenzieller Bewerber. In den ersten 18 Monaten hatten ausschließlich neue Wettbewerber in Frankfurt und München Zugriff auf die Lufthansa-Slots. Erst danach sollten auch "vorhandene Wettbewerber" an den Flughäfen auf die Slots bieten dürfen.

Die Slots dürfen laut EU-Auflagen nur "von einem europäischen Wettbewerber übernommen werden, der selbst keine wesentliche staatliche Rekapitalisierung aufgrund der Corona-Pandemie erhalten hat".

Vueling sichert sich Orly-Slots von Air France

Als wesentlich begehrter als die Lufthansa-Slots in Frankfurt und München haben sich Start- und Landefenster in Paris-Orly entpuppt, die Air France freizugeben hatte. Der spanische IAG-Ableger Vueling wird bereits ab November ein breites Europa-Angebot auf den früheren Air-France-Slots darstellen, darunter auch Verbindungen nach Deutschland.
© aero.de | Abb.: Lufthansa | 08.10.2021 12:15

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Beitrag vom 08.10.2021 - 16:31 Uhr
Allerdings erweitert sich nun der Kreis potenzieller Bewerber. In den ersten 18 Monaten hatten ausschließlich neue Wettbewerber in Frankfurt und München Zugriff auf die Lufthansa-Slots. Erst danach sollten auch "vorhandene Wettbewerber" an den Flughäfen auf die Slots bieten dürfen.

Die Slots dürfen laut EU-Auflagen nur "von einem europäischen Wettbewerber übernommen werden, der selbst keine wesentliche staatliche Rekapitalisierung aufgrund der Corona-Pandemie erhalten hat".

Da sind ja bisher schon mal einige Konkurrenten außen vor geblieben. Mal schauen, wie sich das in Zukunft entwickelt...
Beitrag vom 08.10.2021 - 16:28 Uhr
Zeigt aber auch, was an dem üblichen Geschimpfe über angebliche LH Strecken-Monopole dran ist...

Sind aber zwei Paar Schuhe, LH kann ja trotzdem ein Monopol haben, nur ist dieses nach Korona nicht mehr so attraktiv wie vorher..was das Beispiel ja beweist.

Wo soll denn die Lufthansa ein Monopol haben?

Monopol wird doch in der Wirtschaft eine Marktform genannt, bei welcher nur ein Anbieter vorhanden ist.
Gehen Sie mal auf Google Flights und Sie werden auf jeder Lufthansa Verbindung mehrere alternative Verbindungen finden. Und wenn Sie jetzt auf innerdeutsche Strecken verweisen kann man nur sagen, dass die Bahn - wie in den letzten Tagen zu lesen war - der Lufthansa mit Sprinter-ICEs Passagiere abnehmen will. Also auch hier Konkurrenz und kein Monopol.
Das ganze Monopolgeplapper ist völlig daneben!



Ausserdem könnten sich ja willige auf Innerdeutsche Strecken in Konkurenz begeben. Jetzt sogar mit abgetretenen freien Slots. Will nur keiner wie es scheint. Heißt das jetzt weil kein anderer will darf LH auch nicht wegen 'sonst Monopol'? Ubd warum sind die die es in der Vergangenheit versuchten wieder weg?

Und wenn es sonst schon keiner macht .... durch diese Condor-Verträge macht sich Lufthansa ja selbst Konkurrenz :)
Beitrag vom 08.10.2021 - 16:18 Uhr
Zeigt aber auch, was an dem üblichen Geschimpfe über angebliche LH Strecken-Monopole dran ist...

Sind aber zwei Paar Schuhe, LH kann ja trotzdem ein Monopol haben, nur ist dieses nach Korona nicht mehr so attraktiv wie vorher..was das Beispiel ja beweist.

Wo soll denn die Lufthansa ein Monopol haben?

Monopol wird doch in der Wirtschaft eine Marktform genannt, bei welcher nur ein Anbieter vorhanden ist.
Gehen Sie mal auf Google Flights und Sie werden auf jeder Lufthansa Verbindung mehrere alternative Verbindungen finden. Und wenn Sie jetzt auf innerdeutsche Strecken verweisen kann man nur sagen, dass die Bahn - wie in den letzten Tagen zu lesen war - der Lufthansa mit Sprinter-ICEs Passagiere abnehmen will. Also auch hier Konkurrenz und kein Monopol.
Das ganze Monopolgeplapper ist völlig daneben!



Ausserdem könnten sich ja willige auf Innerdeutsche Strecken in Konkurenz begeben. Jetzt sogar mit abgetretenen freien Slots. Will nur keiner wie es scheint. Heißt das jetzt weil kein anderer will darf LH auch nicht wegen 'sonst Monopol'? Ubd warum sind die die es in der Vergangenheit versuchten wieder weg?


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