DFS und Eurocontrol
Älter als 7 Tage

Abkürzung durch militärischen Luftraum

Anflug auf Frankfurt
Anflug auf Frankfurt, © Lufthansa

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LANGEN - Im Oktober wurden an der Luftraumgrenze im Westen Deutschlands effizientere Luftraumverfahren implementiert. An einer neuen Abkürzung im Anflug auf den Frankfurter Flughafen sind die DFS-Kontrollzentren Karlsruhe und Langen und die Kontrollzentrale von Eurocontrol in Maastricht beteiligt.

Die Deutsche Flugsicherung (DFS) spricht von einem "Meilenstein" bei der Optimierung gemeinsamer Lufträume. Die ersten Teile des Großprojekts "Cooperative Optimisation of Boundaries, Routes and Airspace (COBRA)" sind operativ.

"Seit dem 7. Oktober 2021 gelten für den Luftraum, der von Maastricht, Karlsruhe und Langen aus kontrolliert wird, drei wesentliche Änderungen", teilte die DFS am Dienstag mit. "Diese Veränderungen ermöglichen den Fluggesellschaften vor allem, kürzere Routen zu planen und verringern somit den Kerosinverbrauch und die CO2-Emmissionen."

Weitere Anpassungen reduzieren die Komplexität bei der Flugverkehrskontrolle im Grenzgebiet von Belgien, Deutschland, Frankreich und Luxemburg.

Konkret steht nun in Richtung Nordosten eine neue direkte Route durch das militärische Flugübungsgebiet "TRA Lauter" zur Verfügung. "Diese Route, die hauptsächlich für Anflüge auf Frankfurt genutzt wird, wenn die TRA Lauter nicht aktiv ist, verkürzt die Strecke um 37 nautische Meilen", erklärte die DFS.

Neuer Anflugkurs auf FRA
Neuer Anflugkurs auf FRA, © DFS
 
Basierend auf dem Verkehr 2019 werde die Abzu kürzung normalen Verkehrszeiten allein an den Wochenenden durchschnittlich 703 Flugstunden, 1.899 Tonnen Treibstoff und 5.977 Tonnen CO2 pro Jahr einsparen.

Zudem können Fluggesellschaften jetzt für den Verkehr, der über 37.000 Fuß nach Norden kreuzt, an sieben Tagen in der Woche eine weitere kürzere Route durch die TRA Lauter planen, wenn diese nicht aktiv ist. Diese Route ist 16 nautische Meilen kürzer als die vorherige.

Für weitere Verbesserungen wurden die Grenzen zwischen den von Eurocontrol kontrolliertem Luftraum und dem UAC-Luftraum Karlsruhe neu gezogen, um Routen und Flugprofile zu verbessern, Verfahren zu vereinfachen und Komplexität im Luftraum zu reduzieren.

"Mit dem Start der neuen Struktur am 7. Oktober 2021 begann sofort die betriebliche Validierung mit Blick auf das erwartete Verkehrsaufkommen für 2022 und Folgejahre", erklärte die DFS

Das nächste Maßnahmenpaket im Rahmen von COBRA wird sich auf das Zentrum des deutschen Luftraums konzentrieren, der sowohl von Maastricht als auch von Karlsruhe aus kontrolliert wird. Das ist für März 2022 geplant.
© aero.de | Abb.: DFS | 17.11.2021 07:07

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Beitrag vom 18.11.2021 - 02:07 Uhr
b) Warum kann man icht das Gebiet Lauter TRA um ein paar Meilen kuerzen/verlegen, dann waere die neue, direkte Route fuer immer da?

Weil die Amerikaner aus Spangdahlem und unsere aus Büchel nun mal Platz zum Üben brauchen. Dazu sind Gebiete einiger Größe nötig, andernfalls könnten taktische Manöver nicht geflogen werden, ohne das Flugbeschränkungsgebiet andauernd wieder zu verlassen. Außerdem werden die Zonen so gelegt, dass möglichst wenig Wohnraum überflogen wird. In einem so kleinen, dicht besiedelten Land wie Deutschland ist dann eben schnell kein Einsparpotential mehr vorhanden.

Beitrag vom 17.11.2021 - 13:26 Uhr
Das klingt doch gut. Zwei Punkte/Fragen haette ich jedoch:
a) Wie oft ist Lauter TRA in Betrieb?
b) Warum kann man icht das Gebiet Lauter TRA um ein paar Meilen kuerzen/verlegen, dann waere die neue, direkte Route fuer immer da?


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