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Hahn-Flugbetrieb auch im Januar

Tower am Flughafen Hahn
Tower am Flughafen Hahn, © Flughafen Frankfurt-Hahn

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HAHN - Der vorläufige Insolvenzverwalter des Hunsrück-Flughafens Hahn hat sich für die nahe Zukunft vorsichtig optimistisch geäußert.

"Ich gehe derzeit davon aus, dass der Geschäftsbetrieb zunächst auch im Januar 2022 fortgeführt werden kann", teilte Jan Markus Plathner am Freitag mit. "Inwieweit eine darüber hinausgehende langfristige Fortführung möglich ist, prüfen wir derzeit. Insbesondere entscheidend sind auch die weiteren Entwicklungen im Transaktionsprozess", erklärte der Jurist. 

Sein Sprecher teilte mit, nach dem Start einer internationalen Ausschreibung hätten "innerhalb weniger Tage bereits zahlreiche potenzielle Investoren Interesse bekundet". Trotz des kürzlich eingereichten Insolvenzantrags und der Corona-Pandemie seien die Passagierzahlen im Jahresvergleich jüngst gestiegen. Das Frachtgeschäft verringerte sich allerdings im Oktober etwas laut dem Flughafenverband ADV. 

Insolvenzgeld fließt laut Plathners Sprecher nur noch bis einschließlich diesen Dezember auf die Konten der insgesamt rund 430 Mitarbeiter der Flughafen-Gesellschaften. Diese müssten ihre Beschäftigten anschließend wieder selbst bezahlen. Der Flughafen Hahn im Hunsrück gehört zu 82,5 Prozent dem ebenfalls angeschlagenen chinesischen Großkonzern HNA und zu 17,5 Prozent dem Land Hessen. 
© dpa | 03.12.2021 17:14

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Beitrag vom 08.12.2021 - 23:02 Uhr
So sehr ich mich damit unbeliebt mache. Aber "in der freien Wirtschaft" gibt es das so auch nicht. Wir haben in Deutschland viel zu viele Verkehrsflughäfen. Diese machen allesamt nur begrenzt Sinn. Daher darf man bei allem Verständnis für die Arbeitnehmer aber auch hoffen, dass die Geldverbrennungsmaschinerien in der Fläche mal irgendwann ein Ende haben. Gilt nicht nur für Hahn, sondern für zig weitere Airport im Umkreis von 1-2 Fahrstunden um einen anderen Flughafen.

Hahn würde ich explizit ausnehmen, denn wie manche Leser schon angemerkt haben, war die Destination durchaus mal auch wirtschaftlich relevant. Und Deutschlands größten Flughafen zu entlasten, war zu dem Zeitpunkt keine dumme Idee. Allerdings stimmt es, dass bei einer auf Wirtschaftlichkeit basierenden Flurbereinigung nicht viele regionale übrig bleiben würden.

Das Problem besteht darin, dass zu viele Regionalflughäfen als Prestigeobjekte gegründet und durch großzügige Fördermittel gerade groß genug wurden, dass man sie nicht dicht machen kann, ohne dass einige hundert bis wenige tausend Menschen öffentlichkeitswirksam ihren Job verlieren und die Frage nach den verlorenen Investitionen gestellt wird (sunken cost fallacy).
Beitrag vom 08.12.2021 - 17:52 Uhr
"Es ist doch keine originäre Nachfrage"

Was ist originär ?
Ryanair, Easy Jet und Co. bedienen vornehmlich die Rentnerbands und Rucksack-Youngster und Touris welche günstig parken wollen. Könnte man auch über FRA abwickeln, läuft auch mitlerweile teilweise über Terminal 3. Dann sollte sich dort auch keiner über zusätzliche "Fluggeräusche" beschweren. EDFH hätte so gesehen eine gewisse Entlastungsfunktion auch bei Fracht gehabt, aber die CEOs haben es in den Sand gesetzt.

Wenn es nur um das Geldverbrennen geht, so müßte man auch alle Theater und Museen schließen. Die Frage ist doch, was will sich die Gesellschaft wofür leisten.
Beitrag vom 08.12.2021 - 15:28 Uhr
Wenn (irreguläre) Steuergelder in Form von Subventionen nicht als Geldverbennen zählen ...

Was soll diesen Airport denn attraktiv machen? Der Airport lebte doch von einem Bedarf, der erst künstlich geschaffen wurde. Es ist doch keine originäre Nachfrage der da bedient wurde.


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