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SAS will Flugbetrieb radikal umbauen

SAS Airbus A350-900
SAS Airbus A350-900, © SAS

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STOCKHOLM - Die angeschlagene skandinavische Fluggesellschaft SAS hat ein umfassendes Sparprogramm lanciert. Mit dem Maßnahmenpaket sollen die jährlichen Kosten um 7,5 Milliarden schwedische Kronen (705 Mio Euro) gesenkt werden, wie SAS bei der Vorstellung der Quartalszahlen am Dienstag mitteilte.

Damit will sich das Unternehmen eine stabile finanzielle Grundlage schaffen und sicherstellen, dass es auf lange Sicht konkurrenzfähig bleibt.

"SAS hat mehr denn je Bedarf für einen Neustart", erklärte die Fluggesellschaft. Zum einen belaste das Unternehmen seit vielen Jahren eine "nicht wettbewerbsfähige Kostenstruktur", die es daran hindere, das volle Potenzial zu erreichen.

Zum anderen seien die beiden vergangenen Jahre die schwierigsten in der Geschichte der Flugbranche gewesen. Die Pandemie habe grundlegende Auswirkungen - von Lockdowns und Reisebeschränkungen bis zu Veränderungen, wie die Menschen reisten.

Ohne radikale Veränderungen würde dies die finanziellen Mittel des Unternehmens schnell erschöpfen, stellte die Fluggesellschaft fest.

"Vollständige Umwandlung"

SAS steht somit "eine vollständige Umwandlung seines Betriebs" bevor, wie es in einer Konzernmitteilung hieß - einschließlich Auswirkungen auf das Netzwerk, die Flotte, Tarifverträge und andere Kosten. Unter anderem soll es bei den Langstreckenflügen eine Neuausrichtung geben.

"Wir werden weniger Großraumflugzeuge für die Langstrecke und mehr Single-Aisle-Maschinen benötigen", deutete SAS-Finanzvorstand Magnus Örnberg eine weitere Umstrukturierung des Auftragsbuchs an. SAS hatte 2021 bereits die Auslieferungen der letzten beiden von acht A350-900 von 2022 und 2023 auf 2024 verlegt.

Teilte sich der Markt für SAS vor der Krise in 70 Prozent Privat- und 30 Prozent Geschäftsreisende auf, rechnet SAS nach Covid-19 nur noch mit 20 bis 25 Prozent Firmenkundenanteil. Diese Entwicklung werde sich in Form "steigender Preissensibilität und Saisonalität" auf SAS auswirken, teilte SAS mit.

Im Europaverkehr ist SAS inzwischen bereits einen Schritt weiter. Die neuen Tochterbetriebe SAS Link und SAS Connect werden 2022 unter eigenen AOCs an den drei skandinavischen SAS-Basen - Kopenhagen, Stockholm Arlanda und Oslo Gardermoen - starten und zu deutlich geringeren Personalkosten als die Mainline produzieren.

Darüber hinaus will sich SAS als führendes Unternehmen beim nachhaltigen Fliegen positionieren.
© dpa-AFX, aero.de | Abb.: Airbus | 22.02.2022 09:29


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