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Finnair verlegt Japan-Route

Finnair Airbus A350
Finnair Airbus A350, © Airbus S.A.S.

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HELSINKI - Weil Russland seinen Luftraum derzeit für westliche Airlines gesperrt hat, umfliegt Finnair diesen künftig auf einer neuen Route aus Helsinki nach Japan.

Finnair wird ab dem 9. März ihre Strecke nach Tokio-Narita viermal wöchentlich auf einer neuen Route bedienen, die den gesperrten russischen Luftraum umgeht.

"Je nach Wind fliegen wir entweder südlich oder nördlich um Russland herum und meiden dabei russischen, weißrussischen und ukrainischen Luftraum", sagte eine Finnair-Sprecherin aero.de.

Die Flugzeit liege künftig bei 13 Stunden, teilte Finnair am Mittwoch in Helsinki mit. Anschlussverbindungen via Helsinki ins europäische Finnair-Netz blieben so gut erreichbar.

"Japan ist einer unserer wichtigsten Märkte, wir wollten trotz dieser Situation sicher erreichbare Umsteigemöglichkeiten zwischen Helsinki und Tokio wahren", sagte Ole Orvér, Chief Commercial Officer von Finnair. "Außerdem ist Japan auch ein wichtiger Frachtmarkt und die Fracht braucht ebenfalls Anschlüsse."

Anfang der Woche hatte Finnair ihre Verbindungen nach China, Japan und Süd-Korea bis zum 6. März ausgesetzt. Dagegen bedient sie auf verlängerter Route weiterhin ab Helsinki die Ziele Bangkok, Delhi, Phuket und Singapur. Auch ab Stockholm-Arlanda bedient Finnair die Strecken nach Bangkok und Phuket.

Finnair sucht Umwege nach Asien

"Wir evaluieren noch Alternativrouten in Richtung China und Südkorea", sagte Ole Orvér. Schon gebuchte Passagiere werden direkt kontaktiert. Sie haben die Wahl zwischen neuen Reisezeiten, anderen Flügen oder Ticket-Rückerstattung.

Asien ist für Finnair ein Schlüsselmarkt. Die nordeuropäische Airline konnte bislang über ihr günstig gelegenes Drehkreuz Helsinki besonders kurze Flugrouten via Russland nach Fernost anbieten. Die um gut drei Stunden verlängerte Reisedauer dürfte sich in den neuen Airbus A350 der Finnen, mit gerade erst neu vorgestellter Business Class, relativ entspannt überbrücken lassen.
© FLUG REVUE - Sebastian Steinke | 02.03.2022 17:48


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