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Industrie kaum auf Neustart vorbereitet

Airbus Beluga XL
Airbus Beluga XL, © Airbus

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HAMBURG - Arbeitnehmervertreter sehen die norddeutsche Luft- und Raumfahrtindustrie nicht ausreichend auf den Neustart nach der Corona-Krise vorbereitet.

Nach einem Rückgang der Beschäftigung seit 2019 um mehr als zehn Prozent rechnen sie in der Mehrzahl der Unternehmen mit einem ein Plus bei Aufträgen und Beschäftigung, für 2023 sogar mit einer durchschnittlichen Auslastung von mehr als 98 Prozent, heißt es in einer am Donnerstag in Hamburg vorgestellten Befragung von Betriebsräten im Auftrag der IG Metall.

Entsprechendes Personal gebe es jedoch nicht. "Mehr als 60 Prozent der Betriebe melden Probleme bei der Stellenbesetzung", erklärte der Bezirksleiter der IG Metall Küste, Daniel Friedrich. Statt in der Krise noch stärker auf arbeitsmarktpolitische Instrumente wie Kurzarbeit mit Qualifizierung oder Zeitkonten zu setzen, sei viel zu viel und viel zu schnell Personal abgebaut worden. "Das rächt sich nun."
© dpa-AFX | 16.06.2022 15:21

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Beitrag vom 17.06.2022 - 13:26 Uhr
@Boeing757767

Mir ist der Sinn des Herunterbetens der Maßnahmen bei anderen Airlines oder gar Branchen nicht klar.
Jeder hat seinen Weg gefunden, sich den Herausforderungen der Corona Krise zu stellen. Manche bekamen viele Hilfen, manche weniger und andere wieder gar keine. Auch gab es KUG nicht überall. Darauf hat man mit Kündigungen, Gehaltskürzungen oder einer Kombination von Beidem reagiert. Oder man hat alle Crews an Bord gehalten und sogar das KUG aufgestockt.

Jetzt passt man sich der neuen Lage Stück für Stück an, wieder jeder auf seine Weise und manche Firma hat das Gefühl, etwas gut machen zu müssen. Das jetzt als Argument auszupacken, halte ich für willkürlich.
Wo war Ihre Argumentation, auch lieber den BA Weg zu gehen, als dort so richtig ausgeräumt wurde. Auch die Situation in den USA und die eingeleiteten Maßnahmen haben nichts mit Corona zu tun. Die haben ein systemisches Problem und noch kein Konzept, wie sie es langfristig lösen könnten.

LHA versucht ihr Problem zu lösen, die Kapazität möglichst am Optimum zu halten. Das funktioniert mal besser und auch mal schlechter. Mal von außen beeinflusst, mal hausgemacht. So wie bei den anderen auch, aber dazu hört man leider nichts von Ihnen. Wäre doch mal eine faire Diskussion wert.
Beitrag vom 17.06.2022 - 13:09 Uhr
0,0 Mitleid. Soll so richtig krachen. Am besten mit so hohen Kosten und Verlusten, dass man rafft, dass es besser wäre vernünftig bezahltes Personal mit anständigen Verträgen einzustellen.

Sehr richtig.

Arbeitsplätze welche mit der Begründung 'Corona' abgebaut wurden waren sehr wahrscheinlich schon vor 'Corona' nicht sehr wettbewerbsfähig und wenn man sich diverse isolierte norddeutsche Standorte (d.h. nicht eingebettet in ein idustriell-akademisches Ökosystem wie im Süden oder auch in Hamburg) mit ihren eher bodenständigen Kompetenzen und Auslagerungstendenzen nach Osteuropa so anschaut dann passt das leider gut ins Bild.

Wenn jetzt nicht nur die Löhne noch weiter steigen sondern auch evtl. nichtmal genügend geeignete Arbeitskräfte gefunden werden können und die wenigen die gefunden werden über die üblichen Bildungslücken hinaus zusätzlich noch Lockdowngeschädigt sind dann gute Nacht (Nord)Deutschland.

Der Standort von Airbus in Hamburg ist ganz klar too-big-to-fail aber bei den anderen norddeutschen Standorten von Airbus wie Zulieferern wird das nur ein Brandbeschleuniger für die Abwanderung gen Osten auch wenn die Gewerkschaft das jetzt als gutes Zeichen interpretiert.

Wobei auch Hamburg von Anfang an ein politisches Projekt auf der grünen Wiese war und damit quasi eine Oase ist und nicht in einem Ökosystem wie diverse britische, französische und süddeutsche Standorte lebt. Die dortigen Arbeitsplätze werden darüber hinaus auch deutlich stärker von Automatisierung bedroht als die der anderern Airbus-Standorte.
Beitrag vom 17.06.2022 - 12:40 Uhr
@ Gordon: was ein Rundumschlag. Nun den CFG Mitarbeitern zu unterstellen, sie würden aus Angst fliegen und dann daraus auch gleich den zukünftigen Sicherheitsvorfall ableiten.


Ich habe überhaupt nichts unterstellt und irgendwas für die Zukunft abgeleitet. Ich habe lediglich - wie schreibt Ihr Kollege @Viri immer - Fragen gestellt. Und wenn Sie genau lesen würden, erkennen Sie, dass ich in der Vergangenheitsform geschrieben habe.

Ich glaube, Sie haben langsam den roten Bereich des guten Geschmacks erreicht.

Also Fragen stellen bei dem Inhalt dieses Briefes wird ja wohl erlaubt sein. Gerade wenn man die Gefahr bedenkt, die TuiFly Piloten veranlasst haben, sich wegen Angst aus Sicherheitsgründen krank zu melden.

1. Glauben Sie mir, die GF der Condor hat reagiert. Zunächst mit Geld und auch mit laufenden Gewerkschaftsgesprächen. Was da raus kommt ,abwarten, allerdings ist klar, dass das Ergebnis nicht sein kann, dass die Gehaltszugeständnisse Corona weitergeführt werden + keine Lohnanpassung erfogt.

Wie teuer ist denn das Nehmen von Angst bei Condor?

Ebenso hat Condor ( noch ) keine Probleme neue Piloten und FBs einzustellen. Auch da werden die Gesprächsergebnisse Einfluss haben. Man hat auch in großer Zahl FBs und Piloten eingestellt.
Zu dem Brief, auch da hat es Einigung gegeben: ISU und China fliegen nun die, die es freiwillig machen. Auch da ging man auf die MA ein.

Ihre Anspielung auf Unsicherheiten bei Condor ist einfach unseriös-

Siehe oben, TuiFly.

Man versteht es b Condor, seine Auseinandersetzungen, anders als die GF LH, nicht in der Bild zu vermarkten.

Jetzt driften Sie total ab. Was hat LH mit dem Brandbrief der Condor Belegschaft zu tun?

Das ist ein sehr grosser Unterschied in Punkto MA Führung.
Und dient als Basis für weteres gutes Auskommen.
Etwas, auf das man bei LH seitens der GF ja eh pfeifft. Und damit auch 0 Unterstützung der MA bekommt wie man sieht.

Naja, mit Ihrer Unterstützung scheint es ja auch nicht allzuweit her sein, wenn man Ihre fingierten Krankmeldungen und das Ablehnen kurzfristiger Einsätze trotz höherer Bezahlung betrachtet. Sie hatten ja ausführlich berichtet.

Deswegen fallen b der Condor z.B keine Flüge aus. Wäre die LH GF am Ruder bei der Condor gewesen die letzten Jahre, wäre der Laden pleite. Weil kaum MA mitgezogen hätten. DAS genau ist der Unterschied, den Sie nicht sehen wollen. Und nein, es ist nicht alles Friede Freude Eierkuchen b Condor..

2. Wenn alle LHler nur noch den Dienst tun würden, für den sie bezahlt würden, dann wäre der Kunde echt arm dran. Sie fliegen anscheinend nicht, oder haben immer Glück, dass sich noch genug motivierte MA unbezahlt mehr den Hintern aufreissen, damit SIE als Kunde "gut" durchs Mangelsystem kommen. Ich wünsche es Ihnen. Die Motivierten werden deutlich weniger. Wenn ich durch den Flughafen gehe, und den Reisenden einfach nur am Gepäckband oder beim Check-in zuhöre, dann kommt LH nicht wirklich gut weg.

Ich weiß nicht, was LH mit den Problemen bei Condor zu tun hat. Ist LH etwa verantwortlich für diese Zustände?


Dieser Beitrag wurde am 17.06.2022 12:41 Uhr bearbeitet.


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