Spohr schreibt Draghi
Vor 4 Tagen

Lufthansa-Chef macht bei ITA-Verkauf Druck

ITA Airways Airbus A350-900
ITA Airways Airbus A350-900, © Airbus

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DOHA - Die Lufthansa drängt auf eine baldige Entscheidung Roms zum Verkauf der Fluggesellschaft ITA Airways. Zusammen mit der Reederei MSC will der deutsche Konzern den Nachfolger von Alitalia übernehmen, der derzeit noch in Staatsbesitz ist. Lufthansa fürchtet auf der Zielgeraden des Deals eine Verzögerung.

Bis Ende Juni wollte das Finanzministerium in Rom eigentlich über den Verkauf entscheiden; neben Lufthansa/MSC ist auch noch der Finanzinvestor Certares mit Air France-KLM und der US-Airline Delta im Rennen.

Lufthansa-Chef Carsten Spohr sagte nun der italienischen Zeitung "Corriere della Sera" (Dienstag): "Wir sind nicht zufrieden, denn wir merken, dass sich die Privatisierung zu verzögern scheint."

Deswegen habe er etwas bislang Einmaliges getan. "In der vorigen Woche habe ich zusammen mit unserem Partner Gianluigi Aponte, dem Besitzer von MSC, einen Brief geschrieben an Ministerpräsident Mario Draghi."

Darin habe Spohr zum Ausdruck gebracht, dass jede Verzögerung des Verkaufs der noch jungen Fluggesellschaft schade. Draghi habe noch nicht geantwortet, sagte der Lufthansa-CEO der Zeitung. "ITA benötigt schnell einen Partner", sagte Spohr, "und wir haben gezeigt, dass wir die richtigen sind für Italien und für ITA."

Berichten zufolge bewerten Lufthansa und MSC die ITA mit rund einer Milliarde Euro - das Duo wolle 80 Prozent der Anteile übernehmen, 20 Prozent sollen beim Staat bleiben. Certares biete dagegen deutlich weniger.

Zum Stichtag 23. Mai waren die Angebote der beiden Interessenten eingegangen. Darin sei aber jeweils kein konkreter Kaufpreis genannt worden, berichtete jüngst die Zeitung "La Repubblica". Das liege daran, dass die Käufer noch weitere Informationen von ITA wünschten.
© dpa-AFX | Abb.: Airbus | 21.06.2022 16:07

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Beitrag vom 24.06.2022 - 08:34 Uhr

Das Managementbei AF/DL muss ja genauso fähig sein bei der Potential-Analyse wie der LH.

Wie man hört/liest bieten die nicht soviel. Wird seine Gründe haben.

Ah ja.

Und wie sieht es mit dem Management der Reederei MSC aus, die ja im Verbund mit LH bietet und 60% von ITA übernehmen möchte? Können die auch eine "ungeheure - im wahrsten Sinne des Wortes - Expertise" vorweisen wie das Management von LH?

Als Pensionär mit "Ex beruflichen Hintergrund" haben sie da doch sicher auch eine kompetente und fundierte Meinung, die Sie mit uns teilen können. Also, bitte!

Nö, aber vielleicht könnten Sie zur Abwechslung mal einen sachlichen, themenbezogenen Beitrag schreiben 😉.
Beitrag vom 24.06.2022 - 00:49 Uhr
Um die als Ironie verpackte x-te Wiederholung persönlicher Unkenntnis von wirtschaftlichen Zusammenhängen und deren Einflüsse auf Entscheidungsfindungen von Entscheidungsträgern aufzunehmen:
>
Nunja, wie Sie meinen. Sie kennen meinen Ex beruflichen Hintergrund sicher bestens.

Die großen KENNTNISSE "...von wirtschaftlichen Zusammenhängen und deren Einflüsse auf Entscheidungsfindungen von Entscheidungsträgern..." kann man z.Zt. bei der LH AG auf das Feinste studieren/erfahren (erfliegen wird ja bei (jetzt) schon über 3000 Flugstreichungen für zigtausende PAXe nicht mögliche sein 😉).

Und - wie schon erwähnt - beim jahrelangen Austrian Desaster (Brussels, GW, EW/SUNEXPRESS, LH Italia, JUMP, EWE und EW heute,die 'Übernahme' von AB (NIKI nicht zu vergessen), lassen wir mal jetzt aussen vor) war diese ungeheure - im wahrsten Sinne des Wortes - Expertise ja auch für Jeden sichtbar.

Das Managementbei AF/DL muss ja genauso fähig sein bei der Potential-Analyse wie der LH.

Wie man hört/liest bieten die nicht soviel. Wird seine Gründe haben.

Ah ja.

Und wie sieht es mit dem Management der Reederei MSC aus, die ja im Verbund mit LH bietet und 60% von ITA übernehmen möchte? Können die auch eine "ungeheure - im wahrsten Sinne des Wortes - Expertise" vorweisen wie das Management von LH?

Als Pensionär mit "Ex beruflichen Hintergrund" haben sie da doch sicher auch eine kompetente und fundierte Meinung, die Sie mit uns teilen können. Also, bitte!
Beitrag vom 24.06.2022 - 00:02 Uhr
Um die als Ironie verpackte x-te Wiederholung persönlicher Unkenntnis von wirtschaftlichen Zusammenhängen und deren Einflüsse auf Entscheidungsfindungen von Entscheidungsträgern aufzunehmen:
>
Nunja, wie Sie meinen. Sie kennen meinen Ex beruflichen Hintergrund sicher bestens.

Die großen KENNTNISSE "...von wirtschaftlichen Zusammenhängen und deren Einflüsse auf Entscheidungsfindungen von Entscheidungsträgern..." kann man z.Zt. bei der LH AG auf das Feinste studieren/erfahren (erfliegen wird ja bei (jetzt) schon über 3000 Flugstreichungen für zigtausende PAXe nicht mögliche sein 😉).

Und - wie schon erwähnt - beim jahrelangen Austrian Desaster (Brussels, GW, EW/SUNEXPRESS, LH Italia, JUMP, EWE und EW heute,die 'Übernahme' von AB (NIKI nicht zu vergessen), lassen wir mal jetzt aussen vor) war diese ungeheure - im wahrsten Sinne des Wortes - Expertise ja auch für Jeden sichtbar.

Das Managementbei AF/DL muss ja genauso fähig sein bei der Potential-Analyse wie der LH.

Wie man hört/liest bieten die nicht soviel. Wird seine Gründe haben.


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