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Wie Lufthansa die Bestellung neuer Kontjets angeht

Lufthansa Cityline
Lufthansa Cityline, © A. Mohl

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FRANKFURT - Airbus A220, Embraer E2 - und vielleicht noch die ein oder andere A320neo: Lufthansa will alsbald über die künftige Struktur der Kontflotten entscheiden. Eine Teilung des Auftrags gilt als wahrscheinliche Lösung - auf einen Schlag will Lufthansa die Flottennachfolge nicht regeln.

Lufthansa hat die Krise für A350- und 787-Schnäppchen genutzt. Nach Informationen von aero.de wird der Konzern auch am anderen Ende der Flottenstruktur in naher Zukunft weitere Weichen stellen.

"Konkrete Verhandlungen mit Airbus und Embraer werden seit circa einem Jahr geführt", sagte eine mit der Sache vertraute Person aero.de. "Mittelfristig muss Lufthansa gut 100 Flugzeuge im Segment bis 150 Sitze ersetzen."

Die Neuausstattung der Zubringerflotten betrifft gleich mehrere Airlines. Intern hat Lufthansa eine Entscheidung bereits angekündigt. "Uns fehlen Flugzeuge der kompakten Kategorie", sagte Lufthansa-Chef Carsten Spohr nach Informationen der "Aviation Week" kürzlich vor Mitarbeitenden.

Bei Lufthansa, Lufthansa Cityline und Brussels Airlines kratzen rund 60 A319 an der Altersgrenze - einzelne Flugzeuge sind schon länger als 25 Jahre im Einsatz. Cityline sucht zudem einen Nachfolger der CRJ900 - 2020 und 2021 haben sieben der einst 35 Jets die Flotte verlassen - und die letzten neun Embraer E190.

Lufthansa will die Flottenstruktur bei Cityline laut Kreisen vorzugsweise mit A220-100 und A220-300 glätten - und kann dafür auf 2009 noch mit Bombardier vereinbarte Optionen über 30 Jets zurückgreifen.

Embraer hat mit der E2 daher ebenfalls gute Chancen auf einen Auftrag - bei Air Dolomiti in Italien muss Lufthansa im Lauf des Jahrzehnts 17 E195 ersetzen - und will die Flotte ausbauen: Cityline tritt zwei E190 kurzfristig an die Konzernschwester ab, Air Dolomiti soll nach dem Aus bei ITA die Lufthansa-Pfründe in Italien verteidigen.

Immer mit der Option auf mehr

Neue Flugzeuge will Lufthansa nach einer bewährten Methodik nach und nach bestellen. "Lufthansa hat Festaufträgen immer Optionen hinzugefügt", sagte Lufthansa-Chef Carsten Spohr diese Woche in Frankfurt. "Wir können immer noch eine dreistellige Zahl Optionen in Festaufträge wandeln."

Ob Lufthansa diese Optionen am Ende tatsächlich ausübt oder doch neue Verträge verhandelt, hänge von Preisen und Lieferterminen ab. "Anstatt einen Großauftrag zu vergeben und dann über Jahre nicht miteinander zu sprechen, steht Lufthansa seit Jahrzehnten mit Airbus und Boeing permanent im Austausch", sagte Spohr.
© aero.de | Abb.: A. Mohl, Lufthansa | 29.10.2022 07:26


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