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ITA: Konstruktive Gespräche mit Lufthansa

ITA Airbus A350-900
ITA Airbus A350-900, © Airbus

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ROM - Die Chancen für einen Einstieg der Lufthansa bei der italienischen Staatsfluglinie ITA Airways stehen Angaben aus Rom zufolge weiterhin gut. Der Nachfolger des Traditionsunternehmens Alitalia teilte am Wochenende mit: "Ita Airways setzt die positiven und konstruktiven Gespräche mit Lufthansa fort."

Der Konzern aus Frankfurt sei vom italienischen Finanzministerium - dem derzeitigen ITA-Eigner - als möglicher Partner auserkoren worden "mit dem einzigen Ziel, eine profitable Entwicklung des Unternehmens zu erreichen", wie es hieß.

Laut eines Berichts der Zeitung "La Repubblica" könnte es noch im Dezember oder im Januar zu einer Absichtserklärung zwischen den beiden Seiten kommen - dies sei aber noch kein bindender Vertrag.

Die Lufthansa hatte schon Anfang des Jahres in einer Partnerschaft mit der Reederei MSC eine Übernahme von Ita angestrebt. Nach monatelangen Verhandlungen entschied sich die Regierung von Ex-Ministerpräsident Mario Draghi aber zunächst für die Offerte des US-Fonds Certares.

Die weiteren Gespräche mit den Amerikanern scheiterten aber im Herbst, sodass die Lufthansa - von nun an ohne MSC - wieder Einblick in die Bücher von Ita Airways bekam.

Medienberichten zufolge waren in der abgelaufenen Woche Manager der Deutschen für formelle Gespräche in Rom. Ein zentrales Thema der Verhandlungen ist, wie viele Anteile der ITA an die Lufthansa gehen könnten und welches Mitspracherecht Rom hat.

Möglicherweise kommt dem Vernehmen nach noch ein dritter Partner neben der Lufthansa und dem Finanzministerium dazu: Derzeit wird über ein Comeback von MSC oder einen Einstieg der staatlichen Eisenbahnen spekuliert.

Die rechtsnationale Regierung von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni dürfte bestrebt sein, ihren Einfluss so groß wie möglich zu halten. Laut "Repubblica" will Rom vor allem sicherstellen, dass sich italienische Flughäfen wie etwa in Rom, Mailand oder Catania weiterentwickeln.

Konzerndrehkreuz Rom

Die Lufthansa hatte bereits erklärt, dass sie sich Italien als Drehkreuz für Interkontinentalflüge etwa für Routen nach Afrika oder Südamerika vorstellen könne. In dem Bericht heißt es, dass der Verkauf bis Juni 2023 besiegelt sein soll.

ITA Airways kündigte zudem seine Pläne für die nächsten Monate an, in denen unter anderem 1.200 Mitarbeiter - etwa Piloten und Flugbegleiter - neu eingestellt werden sollen. Darüber hinaus soll die Flotte von aktuell 65 Flugzeugen auf 104 erweitert werden; im nächsten Jahr kommen laut Plan 9 Langstreckenmaschinen dazu. Diesbezüglich sprach die Airline trotz der internationalen Lage, etwa wegen des Ukraine-Krieges, von "ausgezeichnete Ergebnissen".
© dpa-AFX | Abb.: Airbus | 03.12.2022 16:19

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Beitrag vom 04.12.2022 - 13:16 Uhr
Haben Sie da einen Link? Danke. Die Verluste von 200/Mio gabs im Mai für 2021.



La Stampa vom 03-12, also gestern, aber in Papierform!
Danke. Leider alles hinter Paywall. Ich habe jetzt 6 italienische Zeitungen durch und "die Presse" hat in keinem Artikel Bezug genommen auf die Verluste von 2021. Vielleicht können Sie diesen Satz dazu eintippen, das würde mich interessieren. Danke.
Unisono schreibt von Businessplan und den darin enthaltenen 400Mio und weiteren 200Mio für 2023. Wie Sie auch schreiben, die Flugzeuge müssen ja irgendwo her kommen. Eine schreibt von 470Mio Verlust für 2022, wäre besser als 2021 und unter den 2Mio/Tag. Alles noch locker in der Startphase. Siorgen würde ich mir erst machen, wenn LHG nach Einsicht in die Bücher einen Rückzieher macht.
Die Info zu EN und MXP/Cargo gab es schon hier in Aero.
Beitrag vom 04.12.2022 - 12:58 Uhr
Wow, da hat aber jemand richtig in die Stammtischkiste gegriffen und der Nächste springt wie gewohnt dazu ;-)

Und der Dritte relativiert wie gewohnt - alles nur Übertreibung und Gerede :)

Nein, im Ernst: Tatsächlich ist das Eigenlob von Firmen und Personen, gerade jenes in geschäftlichen Verhandlungen für mich einer der irrationalsten Aspekte der Wirtschaft.
Dieses Eigenlob wird oft wenig kritisch hinterfragt.
Dann wäre das doch Ihre Chance gewesen, dass kritisch zu hinterfragen. Das jetzt mit Lilium oder anderen Akteuren zu vergleichen ist auch nicht gerade eine Basis um solide Business-Entscheidungen zu produzieren ;-) Einen ITA Hype kann ich auch nirgends erkennen, im Gegenteil.
Der so oft generierte Hype produziert dann Business-Entscheidungen, die im Nachhinein irre anmuten.

Ich hatte bei meiner og. Bemerkung tatsächlich die Aussagen von Lilium oder die von Teilnehmern der gerade platzenden Crypto-Blase im Hinterkopf.
Beitrag vom 04.12.2022 - 12:13 Uhr
Wow, da hat aber jemand richtig in die Stammtischkiste gegriffen und der Nächste springt wie gewohnt dazu ;-)

Und der Dritte relativiert wie gewohnt - alles nur Übertreibung und Gerede :)

Nein, im Ernst: Tatsächlich ist das Eigenlob von Firmen und Personen, gerade jenes in geschäftlichen Verhandlungen für mich einer der irrationalsten Aspekte der Wirtschaft.
Dieses Eigenlob wird oft wenig kritisch hinterfragt.
Der so oft generierte Hype produziert dann Business-Entscheidungen, die im Nachhinein irre anmuten.

Ich hatte bei meiner og. Bemerkung tatsächlich die Aussagen von Lilium oder die von Teilnehmern der gerade platzenden Crypto-Blase im Hinterkopf.


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