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Lufthansa greift mit italienischer Bahn nach ITA

ITA Airways Airbus A350-900
ITA Airways Airbus A350-900, © Airbus

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FRANKFURT - Lufthansa hatte das Thema ITA gedanklich schon abgehakt. Nach Medienberichten erwägt die italienische Regierung nun einen mehrheitlichen ITA-Verkauf an ein Konsortium aus Lufthansa und der italienischen Staatsbahn. Der US-Investor Certares hat sich aus den Verhandlungen offenbar verabschiedet.

Antonio Turicchi soll ITA endlich an die Airline bringen. Der neue ITA-Chef ist Experte für komplexe Privatisierungen, Turicchi hatte zuvor die staatliche Finanzagentur Fintecna geleitet, die Privatisierungen öffentlichen Immobilienvermögens koordiniert.

Nach Medienberichten zeichnet sich in Rom eine ITA-Privatisierung an Lufthansa und die italienische Staatsbahn Ferrovie dello Stato ab. Lufthansa werde für 250 Millionen Euro einen 51-Prozent-Anteil übernehmen, Ferrovie weitere 29 Prozent, berichtete zunächst der "Corriere Della Sera" über das neue Modell.

Der US-Investor Certares aus dem Lager von Air France-KLM und Delta, mit dem ITA im Sommer exklusiv verhandelt hatte, hat bei ITA demnach das Handtuch geworfen. Auch der frühere Lufthansa-Partner MSC steht nicht mehr für eine Beteiligung an ITA zur Verfügung, wie es in Rom heißt.

Angebot von Atlantia

Stattdessen soll der Regierung neben einem ITA-Verkauf an Lufthansa und Ferrovie noch ein Alternativangebot des Infrastrukturkonzerns Atlantia vorliegen. Atlantia ist unter anderem Betreiber des ITA-Drehkreuzes Rom-Fiumicino und hatte sich in der Vergangenheit bereits für die Vorgängergesellschaft Alitalia interessiert.
© aero.de | Abb.: Airbus | 28.11.2022 07:07

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Beitrag vom 29.11.2022 - 02:03 Uhr
Ich kann die Argumente für TAP nicht nachvollziehen.

Portugal ist ein Nischenmarkt mit 10 Mio. Einwohnern, davon gibt es einen echten Ballungsraum und einen halben weiteren (Porto).
Der Rest ist viel Agrar und nicht soviel Industrie.

Tap hat wirklich keine Synergien mit der Group, ausser von Portugal nach Asien, wo es fast keine Nachfrage gibt. Oder von Zentraleuropa nach Brasilien, der einzig nennenswerte Markt neben der USA.

Die Tap, da frage ich mich welche strategische perspektive es dort geben soll.

Bei ITA sehe ich das anders. Da gibt es eine.
Den Norditalien bis ca. Rom ist stark industrialisiert, die LH Group könnte das Dilemma der ITA zw. ME3 und Ryanair auflösen.
Die anderen Probleme wie staatseinfluss, gewerkschaften, den schwachen Hub in Fumicino kann man nicht so leicht klären. Das sind strukturelle Defizite.

Aber die LH hat mit Air Dolomiti bereits Marktzugang, kriegt das Ding quasi geschenkt und kann auf günstiger Kostenbasis auch nach Rom shuttlen.
Neben dem kann man die Passagiere sehr gut verteilen, und ein Hub in Rom passt wesentlich besser zu FRA, MUC, ZHR, VIE, BRU als LIS.

Bei der Tap sehe ich die strategische Perspektive nicht, auch wenn sie star alliance member sind.
Und ganz verrückt, warum sollen nicht beide gehen?
ITA, Tap und auch SAS stehen quasi im Schaufenster.
LOT wird auch nicht lange unabhängig bleiben können.
Die Konsolidierung wird kommen, LH Group, IGA, AF-KLM werden sie 3 verbleibenden grossen FS Carrier in Europa bleiben.

Der Rest wird wohl verschwinden.
Die Frage bei der LH Group ist in meinen Augen ob man nicht lieber veruschen sollte Easyjet oder Norwegiean zu kaufen, damit man endlich mal einen vernünftigen LCC hat, der auch funktioniert.
EW kommt ja doch nicht auf die Beine.
Beitrag vom 29.11.2022 - 01:49 Uhr
Ita verbrennt wie Alitalia knapp eine Million pro Tag.


Wundert das wen? Es ist ja auch nur eine Alitalia in anderem Namen.
Beitrag vom 28.11.2022 - 22:32 Uhr
Ita verbrennt wie Alitalia knapp eine Million pro Tag.



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