737 MAX
Älter als 7 Tage

Airbus will nicht vor Boeings Haustür kehren

Boeing 737 MAX 8 Simulator
Boeing 737 MAX 8 Simulator, © TRU Simulation

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WASHINGTON - Ein Expertenpanel soll Fehler in der Sicherheitskultur bei Boeing vor den Abstürzen der 737 MAX aufarbeiten. Die US-Luftfahrtaufsicht FAA hat vergangene Woche die Besetzung  vorgestellt - und einen ranghohen Airbus-Manager berufen. Airbus will an der Untersuchung aber gar nicht teilnehmen.

Vor zwei Jahren hat Boeing einen rechtlichen Schlussstrich unter die Abstürze der 737 MAX gezogen. Der Hersteller akzeptierte einen mit der US-Regierung ausgehandelten Vergleich und zahlte 2,5 Milliarden US-Dollar.

Die Aufarbeitung der Fehler, die zu den Totalverlusten von Lion Air 610 und Ethiopian Airlines 302 mit 346 Toten  führten, dauert hingegen an. Ein Expertengremium soll die Sicherheitskultur bei Boeing in den Jahren vor den Abstürzen und während der Entwicklung der 737 MAX ausleuchten.

An der bestehen Zweifel. Und auch die FAA musste sich im Zuge der Ermittlungen eine zu laxe Aufsicht vorwerfen lassen. "Dieses Flugzeug haben Clowns entworfen, die wiederum von Affen beaufsichtigt werden", hatte ein Boeing-Ingenieur gegenüber einem Kollegen in einem internen Chat seinem Ärger über Termin- und Kostendruck bei der 737 MAX Luft gemacht.

Die FAA hat neben einem eigenen Vertreter, Sicherheitsexperten von Airlines, Fluggewerkschaften, General Electric und der NASA in das Gremium berufen - und Airbus. Der Konkurrent soll den Leiter seiner US-Zertifizierungsabteilung James Tidball entsenden, fühlt sich damit aber offenbar unwohl.

Angesichts der "Fokussierung des Panels" auf Boeing habe sich Tidball gegen eine Mitwirkung in dem Ausschuss entschieden, bestätigte Airbus den Rückzug gegenüber der Nachrichtenagentur "Reuters".
© aero.de | 16.01.2023 07:41

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Beitrag vom 16.01.2023 - 18:06 Uhr
Wen interessiert die Boeing-Sicherheitskultur bis zum Absturz der B737MAX?
Die Juristen mag es sicher interessieren oder interessiert haben.
Und nach dem Absturz gab es sofort eine richtige Sicherheitskultur?
Auf Grund dieser neuen Sicherheitskultur gab es gewisse Änderungen an der B737 MAX...
Sie ist nun sicher nach Stand der Technik....Der Abstand zu den Kumpels in Washinton soll geringer werden.
Die FAA lässt sich vor diesen Karren spannen!
Im Westen nichts Neues!
Beitrag vom 16.01.2023 - 11:34 Uhr
Naja, man muss nur unterscheiden nach US-Unternehmen und Nicht-US-Unternehmen. Die ersteren werden sanft angefasst, die anderen werden geprügelt und getreten.
Unabhängig von den Herren Trump oder Biden, America First ist doch schon immer die Einstellung gewesen.
Deswegen ist es nur richtig, dass sich AIRBUS als EU-Unternehmen da elegant raushält. Hilft sehr wahrscheinlich Sanktionen wegen des A321 Center-Tanks zu vermeiden oder zumindest zu verringern. Denn da wird sicher noch was kommen.
Beitrag vom 16.01.2023 - 08:45 Uhr
Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus.

Das Boeing mit 2,5 Mrd. davon gekommen ist, kann ich immer noch nicht glauben.

Deepwater Horizon: 18 Mrd. zu beginnn, 4,5 Mrd im Vergleich.

VW Diesel Gate: 2,8 Mrd. strafe, gesamt dann 33 Mrd. v.a. wegen der Buybacks.

Die USA sind der Freund, wegen dem du keine Feinde mehr brauchst. Wem das nicht klar ist das wir da Industripolitik haben, dem ist auhc nicht zu helfen.

Boeing ermordert Menschen, keiner wird zur Rechenschaft gezogen, für einen manipulierten Diesel saßen Leute im KNast, von Boeing sitzt niemand.


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