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Hamburg will Wasserstoff-Drehkreuz werden

DLR Wasserstoff-Testanlage
DLR Wasserstoff-Testanlage, © DLR CCBYSA

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HAMBURG - Der Hamburger Flughafen will sich mit Hilfe von EU-Fördergeld zu einem Drehkreuz für Wasserstoff-Flieger im Ostseeraum entwickeln. Dazu startet voraussichtlich im November ein dreijähriges Projekt mit einem Volumen von 4,8 Millionen Euro, an dem auch Airlines teilnehmen.

"Das Projekt will ländliche Ostsee-Regionen mit wasserstoff-betriebenen Kleinflugzeugen besser an bestehende Luftfahrt-Hubs anbinden", heißt es in einer Mitteilung des Flughafens vom Mittwoch.

"Fast alle wichtigen Flughafenbetreiber rund um die Ostsee gehören der Partnerschaft an", die Federführung liegt in Hamburg. Beteiligt sind auch die Flughäfen Sylt und Lübeck, die Airlines Sylt Air und Lübeck Air, wie das Verkehrsministerium in Kiel am Vortag mitgeteilt hatte.

Vom Projektbudget entfallen 1,1 Millionen Euro auf den Hamburger Flughafen. Die Projektpartner rechnen mit einer EU-Förderung von rund 80 Prozent aus dem Interreg-Ostsee-Programm.

Wichtige Inhalte des "Baltic Sea Region Project" seien die Entwicklung der Lieferkette für grünen, gasförmigen Wasserstoff von der Produktion bis zur Betankung von Flugzeugen oder Flughafenbodengeräten sowie der Testbetrieb, hieß es weiter.

"Wasserstoff bietet ein großes Potenzial für klimaneutrale Flüge auf der Kurzstrecke", sagte der Umweltchef des fünftgrößten deutschen Flughafens, Jan Eike Hardegen. "Gasförmiger Wasserstoff ist speziell bei kleineren Flugzeugen der Allgemeinen Luftfahrt, wie Turboprop-Maschinen mit 20-30 Sitzen, der Antrieb der Zukunft."

Mit diesen Flugzeugen könnten auch ländlichere Regionen der Ostsee-Anrainerstaaten verbunden werden. Ausdrücklich zielt das Projekt damit auf eine Wiederbelebung des regionalen Flugverkehrs.

H2-Antrieb

"Im Rahmen des Projekts sollen die Voraussetzungen für eine Flughafen-Infrastruktur geklärt werden, die auf H2-angetriebene Flugzeuge ausgerichtet ist", heißt es in der Mitteilung. "Nach Abschluss des Projekts sollen alle Flughäfen so weit vorbereitet sein, dass sie in Eigenregie investieren und ihre Infrastrukturprojekte umsetzen können." Am Ende des Projektzeitraums sei ein realer Demonstrationsflug mit einem wasserstoffbetriebenen Flugzeug vorgesehen.
© dpa | Abb.: DLR | 12.07.2023 13:39


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