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Piloten stimmen über Tarifergebnis mit Lufthansa ab

Lufthansa Airbus A321neo
Lufthansa Airbus A321neo, © Airbus

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FRANKFURT - Im Tarifkonflikt bei der Lufthansa beginnt die Abstimmung unter den Stammpiloten über das Verhandlungsergebnis. Die Mitglieder der Vereinigung Cockpit (VC) sind zu einem Votum bis zum 10. August aufgerufen, wie Unternehmen und Gewerkschaft am Donnerstag intern ankündigten.

Laut VC ist die Zustimmung von mindestens der Hälfte der Stimmberechtigten notwendig, um das Paket anzunehmen. Im anderen Fall würden erneut Streiks drohen.

Die Tarifkommission der Gewerkschaft hatte es vermieden, sich eindeutig zu dem mit Lufthansa erzielten Verhandlungsstand zu bekennen. Sie äußerte aber die Ansicht, dass auf dem Verhandlungsweg kein besseres Ergebnis erreicht werden könne.

Lufthansa warb in einem Rundschreiben um die Zustimmung der Mitarbeiter, die in den nächsten drei Jahren in mehreren Stufen mindestens 18 Prozent mehr Geld erhalten sollen. Zusammen mit zwei pauschalen Erhöhungen aus dem Vorjahr ergäben sich je nach Einstufung Steigerungen zwischen 25 und 50 Prozent über den gesamten Zeitraum.

7 - 5 - 5 bis 2026

Konkret bietet Lufthansa zum 31.12.2023 sieben Prozent Gehaltsplus auf Tabelle und am 01.01.2025 und 01.01.2026 erneute Aufschläge um je fünf Prozent - und zusätzlich 3.000 Euro steuerfreie Inflationsprämie. Damit orientiert sich Lufthansa beim der Anpassung der Grundtabellen weitgehend an einem Tarifabschluss beim Konkurrenten Condor.

Bedeutsamer sind zusätzliche Einigungen zu Arbeits- und Bereitschaftszeiten im Manteltarifvertrag sowie die Abschaffung einer zweiten Tarifschiene, die vor Jahren für Neueinsteiger eingeführt worden war.

Auch wird eine Lösung für 150 Kapitäne der eingestellten Tochter Germanwings vorgeschlagen, die in ihrer bisherigen Funktion zur Mutter Lufthansa wechseln sollen. Dafür erhalten rund 550 Lufthansa-Piloten finanzielle Entschädigungen, weil sie später Kapitän werden können.

Ein erneuter Streik der rund 5.200 Piloten der Lufthansa und der Lufthansa Cargo ist erst bei Annahme des Ergebnisses vom Tisch. Die Piloten haben in dieser Runde bereits am 2. September 2022 mit einem Warnstreik den Flugbetrieb lahmgelegt.
© dpa-AFX, aero.de | Abb.: Lufthansa | 03.08.2023 10:52

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Beitrag vom 04.08.2023 - 19:19 Uhr
...Wer den Hals nicht voll genung bekommt erstickt irgendwann. Mit wem vergleichen Sie sich? Chefarzt einer Klinik? Bundeskanzler? Professor einer Uni? Diplom Ingenieure?...

Selbst Dipl.-Ing in der Industrie können bei mittelständischen Industrieunternehmen u.U. nicht mal ne Gehaltserhöhung dieses Jahr bekommen, in meinem ehemaligen Unternehmen sogar auch seit mehreren Jahren... (deshalb auch ehemalig.. ð???, weil die GF vorrangig nur an sich selbst dachte )
Beitrag vom 04.08.2023 - 12:08 Uhr
Aber nur mit Zustimmung werden die GWI/CPG Piloten endlich wieder in einem Cockpit sitzen. Was sich die VC und der AG hier die letzten Jahre auf Kosten von den Mitarbeitern geleistet haben ist ein Unding. Anstatt die Piloten ab 2018 zurück zu holen wird hier von beiden Seiten massiv auf dem Rücken der Kollegen Politik gemacht.
Beitrag vom 04.08.2023 - 06:48 Uhr
Richtig, schon allein der Umgang mit den GWI-Piloten ist ein Grund das Paket abzulehnen. Das war alles andere als fein, was dort gespielt wurde.


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