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Fraport hebt Prognose für 2023 an

Flughafen Frankfurt
Flughafen Frankfurt, © Fraport AG

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FRANKFURT - Der Passagierverkehr am Frankfurter Flughafen kommt ein weiteres Stück aus seinem Corona-Tief heraus. Im wichtigen Reisemonat Juli zählte der Flughafenbetreiber Fraport an Deutschlands größtem Luftfahrt-Drehkreuz noch rund 13 Prozent weniger Fluggäste als im gleichen Monat des Jahres 2019.

Im laufenden Jahr erwartet der Vorstand in Frankfurt etwa 60 Millionen Passagiere - rund 15 Prozent weniger als im Rekordjahr 2019 vor der Corona-Pandemie. Mit Blick auf die Gewinnentwicklung wird das Management allerdings etwas optimistischer, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. An der Börse kam das gut an.

Die Fraport-Aktie gewann am Morgen zeitweise mehr als sieben Prozent. Zuletzt war sie mit einem Plus von knapp sechs Prozent auf 48,15 Euro immer noch klarer Spitzenreiter im MDax, dem Index der mittelgroßen Werte. Seit dem Jahreswechsel hat das Papier rund 27 Prozent an Wert gewonnen.

Tatsächlich nennt Fraport-Chef Stefan Schulte in seiner Passagierprognose für Frankfurt keine konkrete Zahl, wird aber konkreter als bislang. So soll die Zahl der Fluggäste in diesem Jahr den "mittleren Bereich" der "Bandbreite von über 80 bis 90 Prozent des Vorkrisenniveaus aus dem Jahr 2019" erreichen.

Damals hatte Fraport dort rund 70,6 Millionen Passagiere gezählt - so viele wie nie zuvor. Mit dem Ausbruch der Corona-Pandemie Anfang 2020 und den darauffolgenden Reisebeschränkungen in aller Welt brach das Geschäft zeitweise fast komplett zusammen. Die Erholung ist inzwischen zum größten Teil geschafft.

Das gilt auch für die Gewinnentwicklung. Für das laufende Jahr rechnet die Fraport-Spitze jetzt mit einem operativen Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) in der oberen Hälfte der Zielspanne von 1,04 bis 1,2 Milliarden Euro nach 1,03 Milliarden im vergangenen Jahr. Der konsolidierte Überschuss soll ebenfalls oberhalb der Mitte der Spanne von 300 bis 420 Millionen Euro liegen und damit den Vorjahreswert von knapp 167 Millionen deutlich übertreffen.

 Im zweiten Quartal erzielte Fraport einen Umsatz von gut einer Milliarde Euro und damit 28 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Analysten hatten im Schnitt jedoch mit mehr gerechnet. Der operative Gewinn (Ebitda) ging um vier Prozent auf 323 Millionen Euro zurück, lag aber etwas höher als von Analysten erwartet. Unter dem Strich entfiel auf die Aktionäre ein Gewinn von gut 102 Millionen Euro, eine Steigerung um 73 Prozent.

"Im zweiten Quartal können wir an die gute Entwicklung vom Jahresstart anknüpfen", sagte Fraport-Chef Stefan Schulte. "Die Erholung der Passagiernachfrage hält über unser gesamtes Airport-Portfolio an." In Frankfurt erreichte das Passagieraufkommen in der ersten Jahreshälfte rund 80 Prozent des Vorkrisenniveaus.

Im Juli waren es nach vorläufigen Zahlen etwa 87 Prozent. Bereits im Juni hatte Fraport in Frankfurt erstmals seit Ausbruch der Pandemie an einzelnen Tagen wieder mehr als 200.000 Passagiere gezählt.

Vor allem Urlaubsreisen innerhalb Europas waren wieder stark gefragt. Entsprechend kam der Fraport-Konzern an seinen 14 Regionalflughäfen in Griechenland im ersten Halbjahr auf fast acht Prozent mehr Fluggäste als im gleichen Zeitraum 2019. Und der Konzernflughafen im türkischen Antalya lag nur knapp vier Prozent unter dem Vorkrisenniveau.

In Frankfurt kam die Passagierzahl auf den Verbindungen von und nach Nordamerika immerhin nah an 2019 heran. Auf den Strecken von und nach China zählte Fraport allerdings noch zwei Drittel weniger Passagiere als vor der Pandemie.
© dpa-AFX | Abb.: Fraport AG | 08.08.2023 08:55


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