"Swifty"
Älter als 7 Tage
Lufthansa bringt KI-App für Geschäftsreisen
FRANKFURT - An Selbstständige und Angehörige kleiner Unternehmen richtet sich die Lufthansa mit einer neuen Anwendung.
Mit Hilfe Künstlicher Intelligenz soll die App "Swifty" Geschäftsreisen von der Buchung über die Bezahlung bis zur Abrechnung vollständig organisieren, wie das Unternehmen am Dienstag in Frankfurt mitteilte.
Hinterlegt sind das Hotelangebot der Expedia Group sowie über einen weiteren Reisepartner rund 90 Prozent der Flugoptionen aller US-amerikanischen und europäischen Airlines.
Die Nutzer sollen mit dem Programm über einen Chat kommunizieren. Die Auswahl von Flügen und Unterkünften werde dann nach den persönlichen Vorgaben auf ein effizientes Minimum begrenzt. Künftig solle Swifty um Funktionen etwa für Züge, Taxifahrten oder CO2-Kompensation erweitert werden.
Auch die Reservierung von Restaurants und die Planung komplexer Meetings seien möglich. Die App wurde im "Lufthansa Innovation Hub" entwickelt und soll als eigenständiges Unternehmen ausgegründet werden.
© dpa-AFX | 22.08.2023 10:42
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Beitrag vom 23.08.2023 - 16:50 Uhr
@FRAHAM
Ich kenne diese App noch nicht, daher würde ich mich darüber (noch) nicht lustig machen.
Ich habe mich nur gefragt, wo da KI drin sein soll, und habe sogar die - vermutliche - Antwort schon aufgezeigt. Buchen, bezahlen, abrechnen sind alles Dinge, die bereits bisher maschinell aber intelligenzlos ablaufen. Ein Rechner, der mir bisher schon Flüge anhand meiner Kriterien vorschlägt, ist nicht intelligent, sondern nur funktionstüchtig. Intelligent ist die Person im Reisebüro, die mir vorschlägt, am Zielort für eine Nacht mehr zu geringen Mehrkosten noch das aktuell gehypte Musical besuchen zu können.
Ergo sollte sich irgendwo eine nützliche, bisher so nicht dagewesene Verbesserung zeigen, wenn mit modernster Technologie gearbeitet wird. Leider hat die PR-Abteilung vergessen zu sagen, worin das bestünde, jedenfalls hat der Artikel nur wenig dazu gesagt, so daß man sich als Leser den Rest denken muß. Ich nehme an, es liegt darin, daß man anstatt genaue Details zum Flug zu spezifizieren unschärfere Angaben machen kann. Früher sagte einem die Dame am Schalter, die Economy ist voll, aber in der 1. Klasse hätten wir noch was. Oder sowas wie eine Stunde früher und Sie können sich im Flieger quer legen. Könnte man zwar durchaus auch noch mit herkömmlicher Software machen, aber die will ja keiner mehr zahlen :-)
Lustig mache ich mich höchstens über die, die meinen, KI hätte was mit Intelligenz zu tun. Hat es nicht, weshalb es unter Fachleuten auch nur ML wie maschinelles Lernen heißt, worunter man sich schon deutlich besser was vorstellen kann. Man wirft der Maschine möglichst viele Daten zum Fraß vor und die behauptet dann, das, was alle buchen, auch gut für einen selbst sei. So wie die Millionen Mücken auf dem Misthaufen sich vollfressen und sich doch auch nicht irren können...
Beitrag vom 22.08.2023 - 23:03 Uhr
Hört sich für mich an, wie generiere man zusätzliche Einnahmen.
Richtig, der alte Spruch ist immer noch wahr: Wenn etwas umsonst ist, bist Du nicht der Kunde sondern die Ware.
App-Anbieter erzielen Umsätze bei solchen "Ratgeber"-Apps typischerweise mit der Ware "Anwender", deren Aufmerksamkeit gegen Provisionen auf die Kunden (Hotels, Gaststätten, etc.) gelenkt wird - oft verbunden mit Live-Auktionen um die jeweils höchsten lokal/zeitlich erzielbaren Preise zu realisieren.
Die App "findet" also nicht unbedingt das für den Anwender optimale Angebot, sondern dasjenige, das dem App-Anbieter die meisten Provisonen einbringt.
Bei Google werden Bezahl-Links mit "Sponsored" markiert, Bei Facebook und X ist das schon deutlich weniger transparent, mal schauen wie transparent die LH in dem Punkt sein wird.
Ob und wenn ja in welcher Defintion da wirklich "KI" drinsteckt, ist dabei eigentlich nebensächlich.
Dieser Beitrag wurde am 22.08.2023 23:05 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 22.08.2023 - 22:09 Uhr
Hört sich für mich an, wie generiere man zusätzliche Einnahmen. Ob sich dies bewährt kann ich nicht beurteilen. Bin ich Dienstlich unterwegs, so werden Flugreisen bei uns gesondert gebucht. Hierbei hab ich kein Einfluß auf die Fluggesellschaft. Ich gebe nur Reisezeiten an. Und nach Reiseziel bzw. Flugzeit entscheidet sich welche Klasse gebucht wird. Hotels werden mit der persönlichen Firmenkreditkarte bezahlt. Diese werden von den Mitarbeitern ausgesucht. So war es mit meinen letzten vier Arbeitgebern so. Eine App die mir Vorschlägt wo ich essen kann, hört sich nice an, jedoch google ich lieber.
Genau. Oder die Kollegen/ Geschäftspartner vor Ort befragen, die wissen am Allerbesten bescheid
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Ich kenne diese App noch nicht, daher würde ich mich darüber (noch) nicht lustig machen.
Ich habe mich nur gefragt, wo da KI drin sein soll, und habe sogar die - vermutliche - Antwort schon aufgezeigt. Buchen, bezahlen, abrechnen sind alles Dinge, die bereits bisher maschinell aber intelligenzlos ablaufen. Ein Rechner, der mir bisher schon Flüge anhand meiner Kriterien vorschlägt, ist nicht intelligent, sondern nur funktionstüchtig. Intelligent ist die Person im Reisebüro, die mir vorschlägt, am Zielort für eine Nacht mehr zu geringen Mehrkosten noch das aktuell gehypte Musical besuchen zu können.
Ergo sollte sich irgendwo eine nützliche, bisher so nicht dagewesene Verbesserung zeigen, wenn mit modernster Technologie gearbeitet wird. Leider hat die PR-Abteilung vergessen zu sagen, worin das bestünde, jedenfalls hat der Artikel nur wenig dazu gesagt, so daß man sich als Leser den Rest denken muß. Ich nehme an, es liegt darin, daß man anstatt genaue Details zum Flug zu spezifizieren unschärfere Angaben machen kann. Früher sagte einem die Dame am Schalter, die Economy ist voll, aber in der 1. Klasse hätten wir noch was. Oder sowas wie eine Stunde früher und Sie können sich im Flieger quer legen. Könnte man zwar durchaus auch noch mit herkömmlicher Software machen, aber die will ja keiner mehr zahlen :-)
Lustig mache ich mich höchstens über die, die meinen, KI hätte was mit Intelligenz zu tun. Hat es nicht, weshalb es unter Fachleuten auch nur ML wie maschinelles Lernen heißt, worunter man sich schon deutlich besser was vorstellen kann. Man wirft der Maschine möglichst viele Daten zum Fraß vor und die behauptet dann, das, was alle buchen, auch gut für einen selbst sei. So wie die Millionen Mücken auf dem Misthaufen sich vollfressen und sich doch auch nicht irren können...
Richtig, der alte Spruch ist immer noch wahr: Wenn etwas umsonst ist, bist Du nicht der Kunde sondern die Ware.
App-Anbieter erzielen Umsätze bei solchen "Ratgeber"-Apps typischerweise mit der Ware "Anwender", deren Aufmerksamkeit gegen Provisionen auf die Kunden (Hotels, Gaststätten, etc.) gelenkt wird - oft verbunden mit Live-Auktionen um die jeweils höchsten lokal/zeitlich erzielbaren Preise zu realisieren.
Die App "findet" also nicht unbedingt das für den Anwender optimale Angebot, sondern dasjenige, das dem App-Anbieter die meisten Provisonen einbringt.
Bei Google werden Bezahl-Links mit "Sponsored" markiert, Bei Facebook und X ist das schon deutlich weniger transparent, mal schauen wie transparent die LH in dem Punkt sein wird.
Ob und wenn ja in welcher Defintion da wirklich "KI" drinsteckt, ist dabei eigentlich nebensächlich.
Dieser Beitrag wurde am 22.08.2023 23:05 Uhr bearbeitet.
Genau. Oder die Kollegen/ Geschäftspartner vor Ort befragen, die wissen am Allerbesten bescheid