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Fake-Verdacht bei CFM56-Ersatzteilen

CFM56
CFM56, © Safran

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LONDON - Das CFM56 ist weltweit tausendfach im Einsatz. Um das Standardtriebwerk der 737 und A320 entspinnt sich ein möglicher Betrugskandal. Eine Firma in Großbritannien soll in großem Stil mutmaßliche Fake-Ersatzteile vertrieben haben. Die europäische Luftfahrtaufsicht EASA ist alarmiert.

Betreiber von CFM56-Triebwerken erhielten eine 28. Juli eine beunruhigende Email. Der Hersteller - ein Konsortium von General Electric und Safran - warnte vor möglicherweise gefälschen Ersatzteilen, die über den britischen Händler AOG Technics in Umlauf gelangt sein sollen.

Die Sache zieht in der Branche weite Kreise. "Zahlreiche Authorized-Release-Zertifikate für Teile, die über AOG Technics geliefert wurden, sind gefälscht", bestätigte die Europäische Agentur für Flugsicherheit EASA der Nachrichtenagentur "Bloomberg", die zuerst über den möglichen Betrugsskandal berichtete.

CFM hat demnach inzwischen 72 gefälschte Lufttüchtigkeitsbescheinigungen zu 50 Teilenummern identifiziert. Der genaue Lieferumfang nicht vom Hersteller zugelassener Teile ist derzeit noch Gegenstand von Ermittlungen. Die britische Luftfahrtbehörde CAA spricht aber von einem "beträchtlichen Ausmaß".

Die EASA hat Betreiber bereits angewiesen, betroffene Lagerteile sofort zu isolieren und bereits in Flugzeugen verbaute Fake- durch Originalteile zu ersetzen. AOG Technics hat laut "Bloomberg" zur genauen Herkunft der fraglichen Teile gegenüber der EASA bislang keine näheren Angaben gemacht.
© aero.de | Abb.: Safran | 01.09.2023 10:31


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