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Lufthansa 9930 war kein Passagierflug. Die Boeing 747-8 D-ABYD flog am Donnerstag von Frankfurt über Dresden, Potsdam und Hannover zurück nach Frankfurt. "Flightradar24" zeichnete 1:46 Stunde Flugzeit für die Runde über Deutschland auf.
Laut Lufthansa-Kreisen stand der Flug in Zusammenhang mit dem Verkauf der 747-8 an die US Air Force. Der Käufer hatte vor der - offenbar in Kürze anstehenden - Übernahme Testflug angesetzt.
Zwei Boeing 747-8 - die D-ABYD und D-ABYG aus den Produktionsjahren 2012 und 2013 - werden Lufthansa 2026 Richtung USA verlassen. Die US Air Force will mit den Flugzeugen aus Deutschland zunächst ihre Air-Force-One-Piloten trainieren - und eine Ersatzteilreserve anlegen.
Die D-ABYD hat ihren letzten Lufthansa-Linienflug wohl bereits absolviert - am 30. Dezember 2025 übernahm die 747-8 den Umlauf LH454/466 Frankfurt-San Francisco und stand danach in Frankfurt. Die D-ABYG setzt Lufthansa vorerst weiter regulär ein.
Lufthansa reinvestiert Erlös in neue Flugzeuge
Die Flottentransaktion lässt bei Lufthansa gewaltig die Kasse klingeln. "Es war so viel Geld, dass wir nicht Nein sagen konnten", sagte Lufthansa-Chef Carsten Spohr laut "Handelsblatt" kürzlich auf einer Mitarbeiterveranstaltung. Der US Air Force sind die topgewarteten Lufthansa-Flugzeuge 400 Millionen US-Dollar wert.
Spohr kündigte an, den Sondererlös in zwei neue Interkontjets zu reinvestieren. Lufthansa könnte entweder ihre Bestellpositionen für das Airbus-Topmodell A350-1000 entsprechend ausbauen - oder bei Boeing zusätzliche 777-9 nachordern, sagte der Manager. Verhandlungen dazu laufen bereits.
© aero.de | Abb.: Lufthansa | 12.01.2026 08:52







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