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Entwurf für europäischen Raumfrachter bis Anfang 2024

Josef Aschbacher
Josef Aschbacher, © Esa

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BERLIN - Die europäische Raumfahrtagentur Esa plant den Bau eines eigenen Raumfrachters bis 2028. Mit ersten Entwürfen soll es nun schnell gehen. Astronaut Alexander Gerst zeigt sich begeistert von dem Projekt - und findet den Zeitpunkt "clever" gewählt. Die Finanzierung ist allerdings noch offen.

Bis Anfang nächsten Jahres soll die Industrie Entwürfe für einen bis 2028 anvisierten europäischen Raumfrachter vorlegen. "Ich habe vor, die Verträge mit den Firmen im Frühjahr zu unterschreiben", sagte der Generaldirektor der europäischen Raumfahrtagentur Esa, Josef Aschbacher, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

Noch vor Weihnachten solle es eine Ausschreibung geben, in welcher die Esa ihre detaillierten Wünsche für den Raumfrachter vorlegt. "Aber dann überlassen wir es der Industrie, es so vorzuschlagen, wie sie glauben, es am besten machen zu können", sagte Aschbacher.

Es sei als eine Art Aufruf für einen Wettbewerb zu verstehen. "Dann werden wir sehen, wer sich bewirbt. Ich gehe davon aus, dass wir zahlreiche Vorschläge bekommen werden, woraus wir - abhängig von der Qualität - vielleicht zwei bis drei Firmen auswählen werden."

Noch im Frühjahr sollen erste Verträge mit den Firmen unterschrieben werden, damit diese die Entwicklung des Frachters starten können. "Es wird sich nur um europäische Firmen handeln", hielt der Österreicher fest.

Eine endgültige Finanzierungsentscheidung wird es allerdings erst 2025 geben, wenn der Esa-Ministerrat in Deutschland über den nächsten Dreijahreshaushalt abstimmt. Für Firmen ist eine Beteiligung deshalb mit dem Risiko verbunden, dass aus dem Projekt letztlich doch nichts wird.

Aschbacher betonte die Relevanz des Projekts, einen eigenen europäischen Raumfrachter möglichst bis 2028 zu entwickeln: "Wir wollen ein starker Partner sein. Und ein starker Partner ist einer, der etwas zu bieten hat, sprich Technologie entwickelt, die man auch in andere, größere Programme einbringen kann."

Durch mehr europäische Autonomie bei der Raumfahrttechnologie werde zudem die Industrie der Region gefördert.

"Clever agiert"

Der deutsche Esa-Astronaut Alexander Gerst lobte die Idee: "Da hat Europa wirklich sehr clever agiert", sagte er der dpa. Schließlich sei noch nicht klar, was nach dem Betriebsende für die Raumstation ISS voraussichtlich im Jahr 2030 passiert. "Das Beste, wie man sich dafür aufstellen kann, ist, wenn man ein Element entwickelt, das jeder Player auf alle Fälle braucht - und das ist eben Transport", sagte er. "Das jetzt schon zu entwickeln ist sehr clever, weil sonst andere einen Vorsprung haben."

Wichtig sei zudem, dass der Raumfrachter so konzipiert werde, dass er in Zukunft auch für den Transport von Menschen erweitert werden könne. "Das ist eine sehr wichtige Perspektive", sagte Gerst. "Es ist gut zu sehen, dass sich die Esa-Mitgliedsstaaten so positioniert haben und gut aufgestellt sind für die Zukunft."
© dpa-AFX | Abb.: Esa | 20.11.2023 08:05

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Beitrag vom 20.11.2023 - 13:15 Uhr
Das geht vom Ansatz her schon in die richtige Richtung, aber den Zeitplan einer Ausschreibung bis Wehnachten und Selektion/Unterschrift im Frühjahr halte ich für völlig unrealistisch ...

Dieser Beitrag wurde am 20.11.2023 16:11 Uhr bearbeitet.


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