"Project Sunrise"
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Airbus kann A350-1000ULR erst 2026 an Qantas liefern

Airbus A350-1000
Airbus A350-1000, © Airbus

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SYDNEY - Qantas rechnet bei neuen Airbus-Langstreckenjets mit Verzögerungen. Die ersten A321XLR werden rund drei Monate später als vereinbart ausgeliefert, das EIS der A350-1000ULR für Nonstop-Flüge von Sydney nach London kann erst Mitte 2026 stattfinden. Hier muss Airbus nochmal an den Zusatztank ran.

Qantas erwartet erste A321XLR erst Anfang 2025. "Verzögerungen in der Produktion" bei Airbus werden zu einer dreimonatigen Lieferverspätung führen, teilte Qantas am Donnerstag in Sydney mit.

Die Airline hat in ihrem Kontingentauftrag acht weitere Flugzeuge auf die A321XLR spezifiziert und plant jetzt mit 28 Einheiten des Typs.

Verzögerungen bei einer Spezialversion der A350-1000 werfen Pläne für Nonstop-Flüge über ultralange Distanzen im "Project Sunrise" zurück.

Qantas hatte 2022 zwölf A350-1000ULR für Nonstop-Flüge von Sydney und Melbourne nach London bestellt. Die ersten Flugzeuge sollten eigentlich 2025 geliefert werden. Inzwischen geht Qantas von einer "sechsmonatigen Verzögerung" und einer Aufnahme der Ultralangstrecken Mitte 2026 aus.

Qantas legt die A350-1000ULR für lediglich 238 Passagiere aus. Ein Zusatztank im Rumpf erhöht die Reichweite, bereitet Airbus derzeit aber noch regulatorische Probleme.

"Die Aufsichtsbehörde hat uns aufgefordert, Änderungen an der Konstruktion des Mitteltanks des Ultralangstreckenflugzeugs für Sunrise vorzunehmen", zitiert die Nachrichtenagentur "Reuters" Airbus-Vertriebschef Christian Scherer am Rande der aktuell laufenden Singapore Airshow.
© aero.de | Abb.: Airbus | 22.02.2024 09:34

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Beitrag vom 22.02.2024 - 14:57 Uhr
Wenn die FAA mal so penibel bei der MAX gewesen wäre...


Im Text steht Aufsichtsbehörde. Weder für Airbus noch Quantas wäre die FAA zuständig

Das ist einerseits richtig aber andererseits doch bedingt falsch.

Beide Seiten erkennen so weit ich weiß gegenseitig die Zulasung an. Wenn eine Seite aber gravierende Bedenken hat und diese Regel aufkündigt hat ein Hersteller International ein Problem. Man tut also beiderseits des Atlantiks gut daran Bedenken ernst zu nehmen und technisch machbare und nachvollziehbare Verbesserungen vorzunehmen. Auch wenn noch keine Ami Airline sich für URL interessiert. Kann sich aber mal ändern.
Beitrag vom 22.02.2024 - 14:12 Uhr
Also ja, hätte, wäre wenn, ist richtig. Im Endeffkt wird aber auch diese Forderung die Sicherheit erhöhen. Und bei der MAX hatte zB auch die EASA Gelegenheit, sinnvollen Input wie jetzt die FAA bei der A350 einzubringen.

Die FAA beruft sich bei US-Herstellern gerne auf "grandfathering". Sprich: das ursprüngliche Modell wurde so zugelassen also können wir auch eine geänderte Version so zulassen, auch wenn sich außer den Sitzen im Cockpit alles geändert.

Die EASA hat ja auch bei der MAX Inputs nach den Unfällen gegeben, weil der Pfusch ja vorher weder der FAA nach der EASA bekannt war. Was aber an "grandfathering" lag.

Jetzt müht sich Boeing für die MAX ein 3 virtuelles/synthetisches Fluglagesystem zu entwickeln, um die zwei alten Systeme zu überwachen.

Immerhin hab ich noch nirgends gelesen, dass Airbus die von der FAA geforderten Umbauten für Unsinn oder Schikane hält.
Ich denke, da wird sich jeder Hersteller vornehm zurückhalten, seine Meinung zu äußern.

Wie neutral die FAA ist, kann man an der ETOPS-Vergabe für die 777 sehen. Warum gab es das vorher nicht für den A330? Wie stand es um die neuen Batterien der 787, die zum Glück nur am Boden ausgebrannt sind.

Mal sehen ob die FAA Inputs auch für die 777-9 gelten oder ob da dann wieder "grandfathering" gilt.
Beitrag vom 22.02.2024 - 13:11 Uhr
Wenn die FAA mal so penibel bei der MAX gewesen wäre...

Immerhin hab ich noch nirgends gelesen, dass Airbus die von der FAA geforderten Umbauten für Unsinn oder Schikane hält.

Also ja, hätte, wäre wenn, ist richtig. Im Endeffkt wird aber auch diese Forderung die Sicherheit erhöhen. Und bei der MAX hatte zB auch die EASA Gelegenheit, sinnvollen Input wie jetzt die FAA bei der A350 einzubringen.


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