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Tui verringert saisontypischen Verlust

TUI-Sonderlackierung
TUI-Sonderlackierung, © TUI Group

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HANNOVER - Wer auf günstigen Last-Minute-Urlaub hofft, könnte in diesem Sommer schlechte Karten haben. Zumindest auf Mallorca dürfte es eng werden, warnt Tui. Die Plätze seien schon jetzt gut gebucht.

Der weltgrößte Reisekonzern Tui sieht sich nach einer starken Wintersaison auch im bevorstehenden Sommer auf Wachstumskurs. "Wir sehen, dass der Sommer sehr gut läuft", sagte Konzernchef Sebastian Ebel am Mittwoch bei der Vorlage der Bilanz für das Winterhalbjahr (Oktober bis März) in London.

60 Prozent des Sommerangebots sei bereits verkauft. Vor allem Griechenland, die Türkei und die spanischen Balearen samt der Insel Mallorca gingen gut.

In einigen Regionen könne man hier an die Kapazitätsgrenze stoßen, sagte Ebel. Sorgen, dass der Sommerurlaub ausfalle, müsse sich aber niemand machen. "Wenn wir, was nicht ganz unwahrscheinlich sein könnte, auf den Balearen an Kapazitätsgrenze kommen, dann haben wir noch genug Kapazität, sei es Türkei, sei es Ägypten, sei es auf den Kapverden."

Und auch die Dominikanische Republik sei wieder im Kommen. Hoffnung auf Mallorca-Schnäppchen sollten sich Kurzentschlossene aber nicht machen. "Auf den Balearen erwarte ich gar kein Last-Minute-Geschäft", sagte Ebel, "und in Spanien insgesamt nur sehr begrenzt."

Kunden sparen nicht am Urlaub

Insgesamt habe Tui für den Sommer bereits neun Millionen Reisen verkauft, fünf Prozent mehr als zum selben Zeitpunkt des Vorjahres. Bei den Buchungen in Deutschland liege man sogar sieben Prozent im Plus. Es sei auch nicht zu erkennen, dass die Kunden am Urlaub sparten. Im Schnitt gäben sie für die bisher gebuchten Sommerreisen sogar vier Prozent mehr aus als vor einem Jahr.

Das stimme den Konzern zuversichtlich, auch im Gesamtjahr zulegen zu können, sagte Ebel. Der Umsatz soll um mindestens zehn Prozent steigen, der um Sonderposten bereinigte operative Gewinn (bereinigtes Ebit) sogar um mindestens 25 Prozent. Und auch bei der Zahl der Gäste wolle Tui zulegen.

Ob der Konzern dabei wieder auf Vor-Corona-Niveau komme, als er bis zu 20,5 Millionen Gäste zählte, ließ Ebel weiter offen. Für eine abschließende Prognose sei es noch zu früh. Schließlich müsse 40 Prozent des Sommerkontingents noch verkauft werden. Im vergangenen Jahr zählte Tui rund 19 Millionen Gäste, davon 5,6 Millionen aus Deutschland.

Im abgelaufenen Winterhalbjahr (Oktober bis März) vereisten 5,1 Millionen Gäste mit Tui, neun Prozent mehr als vor einem Jahr. Und sie gaben im Schnitt drei Prozent mehr Geld für ihren Urlaub aus als in der vorigen Wintersaison. Der Umsatz wuchs um gut 15 Prozent auf 7,95 Milliarden Euro.

Der auf die Aktionäre entfallende Nettoverlust im traditionell schwachen Winterhalbjahr verringerte sich um ein Drittel auf 417 Millionen Euro. Reiseunternehmen schreiben im Winter in der Regel rote Zahlen. Ihre Gewinne fahren sie in der Hauptsaison im Sommer ein.

Kreuzfahrtschiffe fast ausgebucht

Deutlich zugelegt habe im Winter auch das Kreuzfahrtgeschäft. Die Auslastung der Schiffe habe in den Monaten Januar bis März bei 98 Prozent gelegen. Und auch für den Sommer liege man bei den Kreuzfahrtbuchungen bereits sieben Prozent über Vorjahresniveau. Die Schiffe dürften wohl bald ausgebucht sein, sagte Ebel. "Wir gehen davon aus, dass unsere Schiffe in den kommenden Monaten voll verkauft sind."

Die Auslastung werde wohl bei 100 Prozent liegen. "Und wenn das Schiff voll ist, ist es voll. Dann gibt es kein weiteres Wachstum." Zusätzlich zu den bisherigen 16 Kreuzfahrtschiffen plant Tui daher bereits drei weitere mit zusammen knapp 11.000 Betten. Das erste soll im Juni an den Start gehen und ist nach Ebels Angaben bereits jetzt gut gebucht. 2025 und 2026 soll dann jeweils ein weiteres folgen.
© dpa-AFX | 15.05.2024 08:54


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