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Boeing erreicht in der Zulassung der 777-9 den Abschnitt TIA-3. "Die finale TIA läutet den Schwerpunkt der Flugerprobung für die Zulassung ein", gab Boeing-Chef Kelly Ortberg am Dienstag ein Update zum Programm. In der "zentralen Testphase" werden unter anderem Avionik, Antriebsssystem, und Autopilotfunktionen überprüft.
Boeing musste 777-9-Kunden, darunter den designierten Erstbetreiber Lufthansa, im Oktober 2025 mit ersten Auslieferungen auf 2027 vertrösten.
Bei einer Inspektion ist Boeing laut Ortberg nun auf ein neues "Haltbarkeitsproblem" im 777X-Triebwerk GE9X gestoßen. Boeing gehe derzeit zusammen mit GE der Ursache nach, rechne aber nicht mit Auswirkungen auf den Zulassungszeitplan und Lieferstart. GE bestätigte "On-Wing-Inspektionen" an Prototypen.
Die 777-9 ist rund sieben Jahre verspätet. Die Verzögerungen belasten Boeing Jahr für Jahr mit Milliardenbeträgen. Im Oktober 2025 hatte Boeing den Lieferstart von 2026 auf 2027 verlegt - und nahm 4,9 Milliarden US-Dollar an zusätzlichen Kosten vorweg.
Kundenanzahlungen brechen 2026 ein
Der Barmittelverbrauch zieht nun auch deswegen wieder an, weil Programmkunden ihre Anzahlungen vor Auslieferungen, sogenannte "PDPs", zuletzt auf einen Lieferstart 2026 hin geleistet hatten. Typischerweise werden im letzten Jahr vor der eigentlichen Auslieferung die höchsten Teilbeträge fällig.
"Unsere Ausgaben für das Produktionssystem werden sehr viel höher ausfallen als die PDPs, die wir erwarten", sagte Boeing-Finanzvorstand Jesus Malave. Boeing gehe aber davon aus, den Barmittelabfluss im 777X-Programm 2029 zu stoppen.
© aero.de | Abb.: Boeing | 29.01.2026 08:52







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