Teure Verspätungen
Älter als 7 Tage

777X belastet Boeing-Finanzen noch bis 2029

Boeing 777-9
Boeing 777-9, © A. Mohl

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ARLINGTON - Boeing rückt mit der 777-9 in eine "zentrale Testphase" vor. Der Konzern sieht die Zulassung auf Kurs, 2027 will Boeing die 777-9 ausliefern - und zwei Jahre später positiven Cashflow im Programm generieren. General Electric spürt unterdessen einem "Haltbarkeitsproblem" an einer Komponente des GE9X nach.

Boeing erreicht in der Zulassung der 777-9 den Abschnitt TIA-3. "Die finale TIA läutet den Schwerpunkt der Flugerprobung für die Zulassung ein", gab Boeing-Chef Kelly Ortberg am Dienstag ein Update zum Programm. In der "zentralen Testphase" werden unter anderem Avionik, Antriebsssystem, und Autopilotfunktionen überprüft.

Boeing musste 777-9-Kunden, darunter den designierten Erstbetreiber Lufthansa, im Oktober 2025 mit ersten Auslieferungen auf 2027 vertrösten.

Bei einer Inspektion ist Boeing laut Ortberg nun auf ein neues "Haltbarkeitsproblem" im 777X-Triebwerk GE9X gestoßen. Boeing gehe derzeit zusammen mit GE der Ursache nach, rechne aber nicht mit Auswirkungen auf den Zulassungszeitplan und Lieferstart. GE bestätigte "On-Wing-Inspektionen" an Prototypen.

Die 777-9 ist rund sieben Jahre verspätet. Die Verzögerungen belasten Boeing Jahr für Jahr mit Milliardenbeträgen. Im Oktober 2025 hatte Boeing den Lieferstart von 2026 auf 2027 verlegt - und nahm 4,9 Milliarden US-Dollar an zusätzlichen Kosten vorweg.

Kundenanzahlungen brechen 2026 ein

Der Barmittelverbrauch zieht nun auch deswegen wieder an, weil Programmkunden ihre Anzahlungen vor Auslieferungen, sogenannte "PDPs", zuletzt auf einen Lieferstart 2026 hin geleistet hatten. Typischerweise werden im letzten Jahr vor der eigentlichen Auslieferung die höchsten Teilbeträge fällig.

"Unsere Ausgaben für das Produktionssystem werden sehr viel höher ausfallen als die PDPs, die wir erwarten", sagte Boeing-Finanzvorstand Jesus Malave. Boeing gehe aber davon aus, den Barmittelabfluss im 777X-Programm 2029 zu stoppen.
© aero.de | Abb.: Boeing | 29.01.2026 08:52

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Beitrag vom 29.01.2026 - 15:36 Uhr
2029 will Boeing mit der 777x cashflow positiv sein? Mitnichten. Die Produktionsrate will erst mal auf einen vernünftigen Ausstoß hochgefahren werden. Wenn sie wirklich erst 2027 mit den Auslieferungen beginnen, und das sicherlich nicht am 1. Januar sondern irgendwann unterjährig (selbst das ist anzuzweifeln), dann werden sie bei einer moderaten Fertigungsrate von anfangs 3 Flugzeugen pro Monat dieses Ziel mit Karacho verfehlen.

Ich halte das vor 2032 nicht für realistisch.

Aber Boeing ist doch schon fleißig am produzieren. Selbst wenn Sie nur 3 im Monat fertigen, haben Sie bis 2027 schon einiges auf Halde produziert.
Beitrag vom 29.01.2026 - 14:35 Uhr
2029 will Boeing mit der 777x cashflow positiv sein? Mitnichten. Die Produktionsrate will erst mal auf einen vernünftigen Ausstoß hochgefahren werden. Wenn sie wirklich erst 2027 mit den Auslieferungen beginnen, und das sicherlich nicht am 1. Januar sondern irgendwann unterjährig (selbst das ist anzuzweifeln), dann werden sie bei einer moderaten Fertigungsrate von anfangs 3 Flugzeugen pro Monat dieses Ziel mit Karacho verfehlen.

Ich halte das vor 2032 nicht für realistisch.

Dieser Beitrag wurde am 29.01.2026 14:36 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 29.01.2026 - 10:57 Uhr
Gab es da nicht einmal einen Kunden von der Arabischen Halbinsel, der die 777-9 wegen der besseren Triebwerke gegenüber einem anderen Flugzeug gewählt hat und nun "Haltbarkeitsprobleme" beim GE9X?


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