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USA verhängen Millionenstrafen gegen Lufthansa und KLM

Lufthansa Airbus A350-900
Lufthansa Airbus A350-900, © Lufthanssa

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NEW YORK - Hundertausende Passagiere forderten in der Covid-19-Pandemie Geld für ausgefallene Flüge - und mussten warten: Die Flut von Rückerstattungsanträgen hat viele Airlines überfordert. Die US-Luftfahrtaufsicht FAA brummt Lufthansa und KLM nun jeweils eine Millionenstrafe auf.

Es geht um 775 Millionen US-Dollar: Diese Summe musste Lufthansa US-Passagieren für pandemiebedingt abgesagte Flüge rückerstatten - und ließ sich aus Sicht der FAA damit zu viel Zeit.

Wegen "extremer Verzögerungen" bei der Begleichung der Forderungen hat die FAA gerade ein Bußgeld über 1,1 Millionen US-Dollar gegen den Frankfurter Airlinekonzern verhängt. Lufthansa hat die Strafe geschluckt.

Nicht nur Lufthansa geriet in den USA ins Visier der Aufsicht: KLM muss für eine verzögerte Rückerstattung von 113,3 Millionen US-Dollar an amerikanische Passagiere ebenfalls mit 1,1 Millionen US-Dollar büßen. Gegen South African Airways verhängte die FAA eine Strafe von 300.000 US-Dollar.

Lufthansa, KLM und South African Airways sicherten der FAA laut Mitteilung zudem zu, Rückerstattungsansprüchen in Zukunft "zeitnah" nachzukommen.

Die Biden-Regierung will Passagierrechte insgesamt ausbauen: Fluggesellschaften sollen in den USA bei Flugausfällen oder signifikanten Verzögerungen automatisch zu Erstattungen und Schadensersatz verpflichtet werden. In Europa müssen Passagiere entsprechende Ansprüche einzeln gegen die Airline geltend machen - und im Zweifel den Rechtsweg beschreiten.
© aero.de | Abb.: Lufthansa | 06.06.2024 06:26

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Beitrag vom 06.06.2024 - 11:57 Uhr
Ein solches Vorgehen wäre in der EU auch angesagt! Es ist schon bezeichnend, dass Passagiere in der EU einzeln gegen viele Airlines vorgehen müssen, um ihre Entschädigungen zu erhalten. Und in der Vergangenheit haben sich in dieser Frage auch viele der großen Netzwerkairlines nicht mit Ruhm bekleckert, sondern verzögert und langsam - oft nur auf Druck . bezahlt.


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