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Die Besatzung werde am Donnerstag 8.23 Uhr MESZ den Ausstieg aus dem Crew Dragon versuchen, teilte das Raumfahrtunternehmen SpaceX mit. Falls erforderlich, gebe es tags darauf, am Freitag, den 13., zur gleichen Zeit eine Ersatzmöglichkeit.
Jared Isaacman und Sarah Gillis wollen nacheinander jeweils für etwa 20 Minuten aussteigen. Sie schweben dabei nicht frei im Weltraum, sondern bleiben über Fußschlaufen an einer Art Leiter befestigt. Mit Atemluft werden sie über einen Schlauch aus dem Raumfahrzeug versorgt - nicht wie bei Außeneinsätzen an der Raumstation ISS aus einem in eine Art Rucksack integrierten Tank.
Alle müssen in die Anzüge
Ein weiterer Unterschied ist, dass der Crew Dragon anders als die ISS keine Schleuse für Ausstiege besitzt. Für die in der Kapsel bleibenden Astronauten bedeutet das, dass sie ebenfalls in ihre von SpaceX entwickelten Raumanzüge schlüpfen müssen, weil sie bei offener Luke dem Vakuum des Weltraums ausgesetzt sind und es keine Atemluft mehr in der Kabine gibt.
Vorbereitend durchläuft die Besatzung bereits einen sogenannten Pre-Breathe-Prozess. Dabei wird dem Blut langsam Stickstoff entzogen, damit das Gas keine Bläschen in Gewebe und Blutkreislauf bildet, wenn sich der Druck ändert.
Beim "ersten kommerziellen Weltraumspaziergang" - wie es auf der Website des Projekts heißt - soll der Anzug größere Mobilität als bisherige Anzüge gewährleisten. Zudem bietet er ein im 3D-gedruckten Helm eingebautes Display, eine Kamera sowie neue Materialien zur besseren Wärmeregulierung im eiskalten All.
© dpa | 11.09.2024 11:17







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