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Die Boeing 777-9 kommt nicht vor 2026, die 777-8F erst 2028: Boeing hat wegen eines Problems mit einem Strukturteil die Flugerprobung der 777-9 ausgesetzt - und den Programmzeitplan gestreckt.
Die Entscheidung bedeutet auch für den Triebwerkspartner GE Aerospace einen herben Rückschlag. GE stellt mit dem "9X" exklusiv das Triebwerk für die 777X-Serie. "Wir klären noch mit Boeing ab, wie viele Triebwerke sie im Nachfrageprofil für 2025 brauchen", sagte GE Aerospace Finanzvorstand Rahul Ghai vor Analysten.
GE Aerospace rechnet kurzfristig mit höheren Anlaufverlusten im Programm - im weiteren Hochlauf werden die Stückkosten dann aber sinken.
"Wir gehen davon aus, dass die Kosten ab dem 50. Triebwerk um 30 Prozent und ab dem 250. Triebwerk um weitere 30 Prozent abnehmen", sagte der Manager. Schwarze Zahlen werde das 9X-Programm wahrscheinlich aber erst ab 2030 abwerfen.
Das GE9X sprengt alle bisher gängigen Dimensionen - und verspricht Airlines hohe Einsparpotenziale. Gegenüber dem Vorgänger GE90-115B soll das Triebwerk zehn Prozent weniger Sprit verbrauchen.
Dafür hat GE den Bläserdurchmesser um 15 Zentimeter auf nie dagewesene 3,4 Meter vergrößert - der Rumpf eines Embraer E-Jets (Durchmesser 3,01 m) würde also locker durch die Triebwerksgondel passen.
Testflüge ausgesetzt
Boeing hat Erprobungs- und Zertifizierungsflüge mit den vier 777-9-Prototypen im August unterbrochen.
Techniker hatten nach Testflügen mit der WH003 rund um Hawaii Risse an einem wichtigen Strukturteil der Triebwerksaufhängung festgestellt. Betroffen sind die sogenannten "Thrust Links" - Titanstäbe, die Kräfte des GE9X nach dem Deichselprinzip in die Struktur ableiten. Technisch ist Boeing hierfür verantwortlich.
© aero.de | Abb.: Boeing, A. Mohl, Fraport | 25.10.2024 06:35







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Dieser Beitrag wurde am 25.10.2024 19:21 Uhr bearbeitet.