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Das Swiss-Drehkreuz baut aus und um: Nördlich des Dock A entsteht ein Neubau mit neuem Kontrollturm - nicht die einzige Baustelle am Flughafen Zürich. An anderer Stelle sorgt der Betreiber für ökologischen Ausgleich.
Auf einer Länge von 3,2 Kilometern soll die heute kanalisierte Glatt wieder zu einem "naturnahen Fluss" umgestaltet werden, informierte der Flughafen nun über eine im April 2025 begonnene "Ersatzmaßnahme". Vorerst wird der Flughafen aber nur den ersten Abschnitt der sogenannten "Glatt-Revitalisierung" abschließen.
Denn bei Bodenproben wurde festgestellt, "dass die bisher landwirtschaftlich genutzten Böden und die Glattuferböschungen mit PFAS belastet sind", erklärte der Flughafen. Die gemessenen Werte seien unterschiedlich hoch.
Die Glatt verläuft zwar entlang des Flughafens, die Flächen liegen aber außerhalb des Flughafengeländes. Ein "nachweislicher Zusammenhang" zwischen Flughafen oder Flugbetrieb und der Schadstoffbelastung besteht laut Betreiber nicht.
PFAS, auch Ewigkeitschemikalien genannt, werden seit den 1970er-Jahren in verschiedensten Anwendungen und Produkten eingesetzt - und sind gar nicht oder nur schwer abbaubar.
"Enorme Mehrkosten"
Für den bereits begonnenen ersten Abschnitt der Glatt-Revitalisierung rechnet der Flughafen inzwischen mit "Mehrkosten in Millionenhöhe". Das Teilprojekt soll trotzdem bis Ende 2026 abgeschlossen werden. Alle weiteren Projektabschnitte hat der Flughafen Zürich hingegen gestoppt.
Rechtlich sei ungeklärt, wie mit PFAS belastetem Boden umzugehen ist, heißt es hierzu vom Flughafen. "Viele Böden weisen PFAS-Belastungen auf, die bei einer Entsorgung als Sonderabfall klassiert werden, was enorme Mehrkosten mit sich bringt." Man hoffe auf eine "rasche politische Entscheidungen im Umgang mit PFAS auf Bundesebene".
© aero.de | Abb.: Flughafen Zürich | 13.09.2025 10:13







Kommentare (2) Zur Startseite
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Das dürfte an der Höhe der Belastung liegen, die offenbar leider nicht mitgeteilt wurde.
PFAS reichert sich in lebendem Gewebe an. Heute kommt schon jedes Neugeborene mit einer initialen PFAS Belastung zur Welt. Die langfristigen Auswirkungen sind unklar.
2-stellige ng/L Werte für PFAS sind mittlerweile fast überall zu finden. In Boden und Grundwasser. Auf Flugplätzen und Militärgelände sind die Werte aufgrund der Nutzung von PFAS in Feuerlöschern oft 6-stellig, also bis zu 10.000 mal höher.
Als positiv muss man allerdings anerkennen, dass durch die Maßnahme der Flughafen AG die PFAS Belastung jetzt jedenfalls erkannt wurde und die Böden zumindest nicht mehr landwirtschaftlich genutzt werden.
Einige Vergleichswerte hier: