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Lufthansa Cargo nimmt keine Militärtransporte nach Tel Aviv an

Lufthansa Cargo in Frankfurt
Lufthansa Cargo in Frankfurt, © A. Mohl

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TEL AVIV - Lufthansa Cargo landet seit 1. August wieder regulär in Tel Aviv. Die Airline hat auf der Linie mit Sofortwirkung einen Transportstopp für "sämtliche militärischen und sicherheitsbezogenen Frachten" verhängt. Was steckt hinter der Entscheidung der Lufthansa-Frachttochter.

Israels Vorgehen in Gaza hat die deutsch-israelischen Beziehungen zuletzt erheblich belastet. Nach dem Waffenstillstand hob Berlin im November ein Teil-Embargo wieder auf und will neue Rüstungslieferungen an Israel prüfen. Großbritannien hält an einem eigenen Exportstopp unterdessen fest.

Das bringt Lufthansa Cargo in die Klemme. "Mit sofortiger Wirkung und bis auf Weiteres" gelte "ein Embargo auf sämtliche militärischen und sicherheitsbezogenen Frachten nach Tel Aviv", informierte Lufthansa Cargo Versender in einem Memo. Die Airline nimmt derzeit keine Militärfracht für Tel Aviv an.

Nach Informationen von aero.de gilt der Schritt sowohl für reine Frachtflüge als auch für Beiladung auf Passagierflügen.

"Lufthansa Cargo hält stets und zu jeder Zeit alle geltenden Gesetze und Regulierungen ein", erklärte das Unternehmen gegenüber aero.de. "Aufgrund der UK Export Control Order und relevanter Sanktionen ist der Transport von militärischer Ausrüstung und Komponenten nach und von Tel Aviv (TLV) für Lufthansa Cargo unabhängig der Streckenführung derzeit nicht möglich. Wir arbeiten an einer Lösung, um entsprechende Transporte wieder zu ermöglichen."

Konkret geht es um die britische Exportkontrollverordnung von 2008. "Demnach ist für Sendungen nach Israel für jede einzelne Sendung eine Standard-Einzelausfuhrgenehmigung (SIEL) erforderlich", so Lufthansa Cargo. "Darüber hinaus arbeiten wir mit in Großbritannien ansässigen Versicherern zusammen, was bedeutet, dass eine Deckung für Flüge nach Israel nur gewährt werden kann, wenn die Sendung den britischen Exportkontrollbestimmungen entspricht. Ebenso muss der Versicherer bei Transporten aus Israel bestätigen, dass die Sendung nicht gegen britische Sanktionen oder Exportkontrollbestimmungen verstößt, bevor eine Deckung gewährt werden kann."

Nachdem die Lufthansa-Linien nach Tel Aviv 2025 über weite Strecken lagebedingt ausgesetzt waren, fährt der Konzern sein Israel-Programm im Dezember von 64 auf 74 Wochenverbindungen hoch.

Hinweis der Redaktion: In einer früheren Fassung der Überschrift war von "Waffentransporten" die Rede. Solche führt Lufthansa Cargo bereits seit einigen Jahren nicht mehr durch. Wir bitten, diesen Fehler zu entschuldigen.
© aero.de | Abb.: Lufthansa Cargo | 09.12.2025 08:30


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