Forderungen
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Verdi eröffnet Tarifrunde für Lufthansa-Bodenpersonal
FRANKFURT - Lufthansa steht unter Kostendruck. In einer anstehenden Tarifrunde für das Bodenpersonal wird der Konzern mit deutlichen Lohnforderungen konfrontiert - und soll auch beim Effizenzprogramm "Turnaround" einen Gang runterschalten. Das will Verdi für das Lufthansa-Bodenpersonal erreichen.
Sechs Prozent Lohnplus, mindestens 250 Euro mehr pro Monat: Verdi eröffnet die Tarifrunde für 20.000 Mitarbeiter des Lufthansa-Bodenpersonals.
Die letzte Tarifschlacht mit dem Boden ist Lufthansa in unguter Erinnerung: Anfang 2024 holte Verdi zum Streik aus, Kompromisslinien zog erst ein Schlichter ein. Nach Verdi-Angaben steht die nächste Verhandlungsrunde mit Lufthansa ab 19. Januar 2026 im Kalender.
Abseits von Lohnforderungen will die Gewerkschaft Strukturthemen auf die Tagesordnung setzen.
Lufthansa will in der Verwaltung sparen, 4.000 Stellen stehen auf der Kippe. Fluggesellschaften der Lufthansa-Gruppe sollen organisatorisch enger zusammengefasst werden.
In München will Lufthansa Verwaltungs- und Steuerungsaufgaben von Cityline und City Airlines in die "Lufthansa Aviation GmbH" abspalten - das Tarifniveau ist nach Gewerkschaftsangaben hier ein Fünftel niedriger.
Verdi bäumt sich gegen "Turnaround" aufBei Lufthansa Airlines läuft das Effizienzprogramm "Turnaround". Die Strategie sieht grundlegende strukturelle Änderungen vor: Bis 2028 soll Turnaround 2,5 Milliarden Euro Ergebnisbeitrag entfalten - zwei Drittel über Kostenabbau, unter anderem in der Verwaltung, und ein Drittel über Erlössteigerungen.
Viele Einzelmaßnahmen von Turnaround betreffen direkt den Boden. Personalausgliederungen in niedrige Tarife im Zuge von "Turnaround" will Verdi nicht akzeptieren.
© aero.de | Abb.: Lufthansa | 09.12.2025 09:00
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Beitrag vom 11.12.2025 - 10:10 Uhr
Moin,
da kann man dem Boden nur die Daumen drücken.
Für was genau wollen Sie denn die Daumen drücken? Hohe Gehaltsforderungen oder Verhinderung von Auslagerung. Beides, da lehne ich mich mal aus dem Fenster, dürfte nicht klappen. Die Liste an Beispielen ist lang und wird gerade länger. Wenn das die Vision der Verdi ist, dürfte das bald sehr spannend werden.>
Was sollte denn nach Ihrer Meinung sinnvoll gefordert werden um den Tendenzen im Unternehmen seitens der Mitarbeiter zu begegnen. Nichts fordern und um den Status quo zu halten? Freiwillig Kürzungen anbieten, in der Hoffnung, dass weniger ausgelagert wird?
Das das Prinzip Hoffnung nicht funktioniert hat konnte man ja gut sehen. Das erzeugt nur Stückwerk und macht es fast unmöglich auf Veränderungen im Markt zu reagieren. Die personellen Stückkosten sind im Vergleich zu den europäischen Wettbewerbern zu hoch. Dort hat es bei den Gewerkschaften auch nicht funktioniert und IB und BA haben die radikale große Lösung gemacht. Mit den entsprechenden Produktivitätssteigerungen und heute erzielten Margen. Da hinkt LH hinterher. LHG und LHA haben für sich Lösungen gefunden, um die Produktivität zu steigern und dem Wettbewerb anzugleichen. Das ziehen die durch und die GW wurden und werden ein ums andere Mal kalt erwischt. Es braucht eine langfristige Vision, mit den entsprechenden Absicherungen. Es müssen Mechanismen rein, die greifen, wenn LH sich nicht daran hält. Das sehe ich aktuell nicht und dieses Gejammer "LH hält sich nicht dran" liegt auch an den weichen Verträgen oder fehlenden Hebeln. Das haben die GW zu verantworten.
Ich lehne mich auch mal aus dem Fenster. Egal was seitens der Gewerkschaften angeboten, oder gefordert wird, wird nichts am Verhalten der LH ändern.
Wahrscheinlich nicht. Der Druck im Markt ist auch zu hoch wettbewerbsfähige Kosten zu schaffen. Eine Teillösung im Jetzt wird durch die Realität morgen überholt.
In diesem Unternehmen geht es nur noch um Konfrontation, nicht mehr ein Miteinander.
Stimmt. Auf beiden Seiten.
Nachtrag: Vielleicht hat es ja doch "click" gemacht. Siehe Ufo und City "Wir möchten eine moderne, faire und konkurrenzfähige Vergütungsstruktur", teilte Ufo mit." und strebt damit bei City das gleiche Niveau wie Discover an. Das ist der neue Benchmark, "modern" (dem Zeitgeist entsprechend, als Abkehr vom Traditionellen), dennoch immer noch "fair" und man hat die Konkurrenzfähigkeit auf dem Schirm. Ich hätte es in einem Satz nicht besser formulieren können.
Dieser Beitrag wurde am 11.12.2025 13:38 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 11.12.2025 - 08:53 Uhr
Moin,
da kann man dem Boden nur die Daumen drücken.
Für was genau wollen Sie denn die Daumen drücken? Hohe Gehaltsforderungen oder Verhinderung von Auslagerung. Beides, da lehne ich mich mal aus dem Fenster, dürfte nicht klappen. Die Liste an Beispielen ist lang und wird gerade länger. Wenn das die Vision der Verdi ist, dürfte das bald sehr spannend werden.>
Was sollte denn nach Ihrer Meinung sinnvoll gefordert werden um den Tendenzen im Unternehmen seitens der Mitarbeiter zu begegnen. Nichts fordern und um den Status quo zu halten? Freiwillig Kürzungen anbieten, in der Hoffnung, dass weniger ausgelagert wird? Ich lehne mich auch mal aus dem Fenster. Egal was seitens der Gewerkschaften angeboten, oder gefordert wird, wird nichts am Verhalten der LH ändern. In diesem Unternehmen geht es nur noch um Konfrontation, nicht mehr ein Miteinander.
Wenn überall geschrieben wird, dass ausgelagert werden soll, wird dies sicher nicht mit besseren Rahmenbedingungen erfolgen.
Böse Zungen könnten behaupten, dass wenigstens für das Museum äh Veranstaltungsort Geld da ist.
Gruß,
Jochen
Beitrag vom 09.12.2025 - 10:21 Uhr
Moin,
da kann man dem Boden nur die Daumen drücken.
Für was genau wollen Sie denn die Daumen drücken? Hohe Gehaltsforderungen oder Verhinderung von Auslagerung. Beides, da lehne ich mich mal aus dem Fenster, dürfte nicht klappen. Die Liste an Beispielen ist lang und wird gerade länger. Wenn das die Vision der Verdi ist, dürfte das bald sehr spannend werden.
Wenn überall geschrieben wird, dass ausgelagert werden soll, wird dies sicher nicht mit besseren Rahmenbedingungen erfolgen.
Böse Zungen könnten behaupten, dass wenigstens für das Museum äh Veranstaltungsort Geld da ist.
Gruß,
Jochen
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da kann man dem Boden nur die Daumen drücken.
Für was genau wollen Sie denn die Daumen drücken? Hohe Gehaltsforderungen oder Verhinderung von Auslagerung. Beides, da lehne ich mich mal aus dem Fenster, dürfte nicht klappen. Die Liste an Beispielen ist lang und wird gerade länger. Wenn das die Vision der Verdi ist, dürfte das bald sehr spannend werden.>
Was sollte denn nach Ihrer Meinung sinnvoll gefordert werden um den Tendenzen im Unternehmen seitens der Mitarbeiter zu begegnen. Nichts fordern und um den Status quo zu halten? Freiwillig Kürzungen anbieten, in der Hoffnung, dass weniger ausgelagert wird?
Das das Prinzip Hoffnung nicht funktioniert hat konnte man ja gut sehen. Das erzeugt nur Stückwerk und macht es fast unmöglich auf Veränderungen im Markt zu reagieren. Die personellen Stückkosten sind im Vergleich zu den europäischen Wettbewerbern zu hoch. Dort hat es bei den Gewerkschaften auch nicht funktioniert und IB und BA haben die radikale große Lösung gemacht. Mit den entsprechenden Produktivitätssteigerungen und heute erzielten Margen. Da hinkt LH hinterher. LHG und LHA haben für sich Lösungen gefunden, um die Produktivität zu steigern und dem Wettbewerb anzugleichen. Das ziehen die durch und die GW wurden und werden ein ums andere Mal kalt erwischt. Es braucht eine langfristige Vision, mit den entsprechenden Absicherungen. Es müssen Mechanismen rein, die greifen, wenn LH sich nicht daran hält. Das sehe ich aktuell nicht und dieses Gejammer "LH hält sich nicht dran" liegt auch an den weichen Verträgen oder fehlenden Hebeln. Das haben die GW zu verantworten.
Ich lehne mich auch mal aus dem Fenster. Egal was seitens der Gewerkschaften angeboten, oder gefordert wird, wird nichts am Verhalten der LH ändern.
Wahrscheinlich nicht. Der Druck im Markt ist auch zu hoch wettbewerbsfähige Kosten zu schaffen. Eine Teillösung im Jetzt wird durch die Realität morgen überholt.
In diesem Unternehmen geht es nur noch um Konfrontation, nicht mehr ein Miteinander.
Stimmt. Auf beiden Seiten.
Nachtrag: Vielleicht hat es ja doch "click" gemacht. Siehe Ufo und City "Wir möchten eine moderne, faire und konkurrenzfähige Vergütungsstruktur", teilte Ufo mit." und strebt damit bei City das gleiche Niveau wie Discover an. Das ist der neue Benchmark, "modern" (dem Zeitgeist entsprechend, als Abkehr vom Traditionellen), dennoch immer noch "fair" und man hat die Konkurrenzfähigkeit auf dem Schirm. Ich hätte es in einem Satz nicht besser formulieren können.
Dieser Beitrag wurde am 11.12.2025 13:38 Uhr bearbeitet.
da kann man dem Boden nur die Daumen drücken.
Für was genau wollen Sie denn die Daumen drücken? Hohe Gehaltsforderungen oder Verhinderung von Auslagerung. Beides, da lehne ich mich mal aus dem Fenster, dürfte nicht klappen. Die Liste an Beispielen ist lang und wird gerade länger. Wenn das die Vision der Verdi ist, dürfte das bald sehr spannend werden.>
Was sollte denn nach Ihrer Meinung sinnvoll gefordert werden um den Tendenzen im Unternehmen seitens der Mitarbeiter zu begegnen. Nichts fordern und um den Status quo zu halten? Freiwillig Kürzungen anbieten, in der Hoffnung, dass weniger ausgelagert wird? Ich lehne mich auch mal aus dem Fenster. Egal was seitens der Gewerkschaften angeboten, oder gefordert wird, wird nichts am Verhalten der LH ändern. In diesem Unternehmen geht es nur noch um Konfrontation, nicht mehr ein Miteinander.
Wenn überall geschrieben wird, dass ausgelagert werden soll, wird dies sicher nicht mit besseren Rahmenbedingungen erfolgen.
Böse Zungen könnten behaupten, dass wenigstens für das Museum äh Veranstaltungsort Geld da ist.
Gruß,
Jochen
da kann man dem Boden nur die Daumen drücken.
Für was genau wollen Sie denn die Daumen drücken? Hohe Gehaltsforderungen oder Verhinderung von Auslagerung. Beides, da lehne ich mich mal aus dem Fenster, dürfte nicht klappen. Die Liste an Beispielen ist lang und wird gerade länger. Wenn das die Vision der Verdi ist, dürfte das bald sehr spannend werden.
Wenn überall geschrieben wird, dass ausgelagert werden soll, wird dies sicher nicht mit besseren Rahmenbedingungen erfolgen.
Böse Zungen könnten behaupten, dass wenigstens für das Museum äh Veranstaltungsort Geld da ist.
Gruß,
Jochen