FRANKFURT - Lufthansa verkauft zwei Boeing 747-8 in die USA. Die US Air Force will mit den Flugzeugen Piloten der nächsten Air Force One trainieren - zunächst. Die 747-8 D-ABYD und D-ABYG aus den Produktionsjahren 2012 und 2013 werden Lufthansa schon 2026 verlassen. Lufthansa erhält für die Maschinen viel Geld.
Der Käufer von zwei Lufthansa-747-8 gibt sich zu erkennen - die Flugzeuge gehen an die US Air Force.
Auf den Lufthansa-Maschinen sollen Air-Force-One-Piloten ihren künftigen Arbeitsplatz kennenlernen, teilte die US Air Force mit. Die neuen Präsidentenmaschinen auf Basis der 747-8 werden aktuell hochgerüstet, aber erst ab Mitte 2028 zur Verfügung stehen.
Die Lufthansa-Flugzeuge werden laut Air Force nach den Trainingseinsätzen auch als Teilespender für die Air Force One herhalten - Boeing hat die Produktion des Modells eingestellt, Komponenten und Triebwerke sind rar. Die erste 747-8 soll schon Anfang 2026 an die US Air Force überstellt werden, das zweite Flugzeug einige Monate später.
400 Millionen US-Dollar für 747-8-DuoLufthansa behält nach dem Verkauf noch 17 Boeing 747-8 für das Frankfurter Drehkreuz, hatte intern aber auf eine günstige Gelegenheit zum Verkauf verwiesen. Laut Lufthansa-Airlines-Chef Jens Ritter erzielt Lufthansa einen guten Preis. Die US Air Force wendet für das Duo aus Deutschland nach eigenen Angaben 400 Millionen US-Dollar auf.
Lufthansa konnte ihre 747-8I deutlich damit teurer verkaufen als Korean Air. Korean Air hatte 2024 fünf 747-8I für 675 Millionen US Dollar an SNC veräußert.
Das Unternehmen baut die Flugzeuge für die US Air Force zu Nachfolgern der E-4C-"Weltuntergangs"-Flotte um.© aero.de | Abb.: Lufthansa | 17.12.2025 06:51
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Beitrag vom 18.12.2025 - 17:11 Uhr
> > > 200 Millionen Dollar pro Stück wäre ein Preis, den man in der Tat nicht ablehnen kann>
> >
> > Das ist vor allem deswegen lohnenswert, weil LH neu wesentlich weniger für die Buckligen bezahlt hat. Mit ein Grund, warum man sie damals überhaupt gekauft hat.
>
> Nein, der Kaufpreis von vor 15 Jahren hat nichts damit zu tun. Auch wenn man seinerzeit 500 Millionen bezahlt hätte, würde das die aktuelle Entscheidung nicht beeinflussen.>
Ich habe nicht geschrieben, dass der Kaufpres zur Entscheidung beigetragen hat, lediglich, dass dieser den heutigen Verkaufspreis zu einem noch besseren Geschäft macht.Kleiner Umterschied, gell.
Nein, Sie haben geschrieben, der Verkauf wäre vor allem deswegen lohnenswert, >weil< die Lufthansa die Flugzeuge billig gekauft hat. Jedenfalls habe ich das so verstanden. Der Grund, warum der Verkauf lohnenswert ist liegt aber nicht in der Vergangenheit, sondern in der Gegenwart. Zur Zeit sind die 747-8 im Prinzip unverkäuflich, weil es keinen Markt dafür gibt. "
Nö, es gab wohl vertraglich eine Rückgabe-/Tauschoption mit boeing gegen 777. Insofern kein Problem auf der Nachfrageseite.
Gab es nicht und gibt es nicht. Das weiß ich besser als Sie! Sie stochern im Nebel.>
Besser wissen ist immer gut.
Meine Info stammt von den damaligen Flottenverantwortlichen. Mag natürlich sein, dass die sich ne gute Story ausgedacht haben. Wie auch immer, der Einkaufspreis war niedrig, der Erlös ist gut und man hat die Dinger quasi kalkulatorisch, abschreibungstechnisch für Umme durch die Gegend geflogen. Vielleicht brauchen die beiden ausgesuchten ohnehin bald ne größere Wartung, dass es sich erst recht lohnt, bevor man sich die noch ans Bein bindet um klägliche Gewinne damit einfliegen zu können. Die USAF zerlegt die vermutlich ohnehin bis in die kleinste Schraube, bevor sie die in Dienst stellen. Aber das Wissen Sie bestimmt auch alles genauer, was mir die Nachfrage erspart.
Ach Heinzi .... die Vertragsbedingungen zwischen Airline und Flugzeughersteller sind absolut vertraulich. Dafür steht man mit seiner Unterschrift ein. Das "Flottenverantwortliche" (wie Sie die nennen) Kenntnisse darüber haben ist extrem unwahrscheinlich, da die Vertragsinhalte deren Tätigkeit überhaupt nicht tangiert. Das "Flottenverantwortliche" - sollten sie dennoch Kenntnisse haben - diese Informationen mit @Heinzi teilen, ist geradezu absurd. Das wäre ja ein massiver Vertrauensverstoß von Herrn Wölfel (oder Lange oder Boje oder wem auch immer). Das wäre ein glatter Abmahnungsgrund. Vergessen Sie's, das ist lächerlich!
Aber wie dem auch sei: Ihre Behauptung, der Verkauf wäre "vor allem deswegen lohnenswert, weil LH neu wesentlich weniger für die Buckligen bezahlt hat" ist faktisch einfach nicht richtig! Ob der Verkauf lohnenswert ist oder nicht hat nur mit dem Preis und dem was das Flugzeug in den nächsten Jahren erwirtschaften könnte zu tun. Warum glauben Sie das nicht?
Es ist doch gar nicht so kompliziert. Würde man heute 2 Mio USD für die Flugzeuge bekommen, lohnt sich das Weiterfliegen. Bekommt man 200 Mio USD sieht die Sache anders aus. Ganz unabhängig vom Kaufpreis von vor x Jahren.
Das ist übrigens beim privaten PKW genau das gleiche.
Dieser Beitrag wurde am 18.12.2025 17:15 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 18.12.2025 - 15:57 Uhr
> > 200 Millionen Dollar pro Stück wäre ein Preis, den man in der Tat nicht ablehnen kann>
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> Das ist vor allem deswegen lohnenswert, weil LH neu wesentlich weniger für die Buckligen bezahlt hat. Mit ein Grund, warum man sie damals überhaupt gekauft hat.
Nein, der Kaufpreis von vor 15 Jahren hat nichts damit zu tun. Auch wenn man seinerzeit 500 Millionen bezahlt hätte, würde das die aktuelle Entscheidung nicht beeinflussen.>
Ich habe nicht geschrieben, dass der Kaufpres zur Entscheidung beigetragen hat, lediglich, dass dieser den heutigen Verkaufspreis zu einem noch besseren Geschäft macht.Kleiner Umterschied, gell.
Nein, Sie haben geschrieben, der Verkauf wäre vor allem deswegen lohnenswert, >weil< die Lufthansa die Flugzeuge billig gekauft hat. Jedenfalls habe ich das so verstanden. Der Grund, warum der Verkauf lohnenswert ist liegt aber nicht in der Vergangenheit, sondern in der Gegenwart. Zur Zeit sind die 747-8 im Prinzip unverkäuflich, weil es keinen Markt dafür gibt. "
Nö, es gab wohl vertraglich eine Rückgabe-/Tauschoption mit boeing gegen 777. Insofern kein Problem auf der Nachfrageseite.
Gab es nicht und gibt es nicht. Das weiß ich besser als Sie! Sie stochern im Nebel.>
Besser wissen ist immer gut.
Meine Info stammt von den damaligen Flottenverantwortlichen. Mag natürlich sein, dass die sich ne gute Story ausgedacht haben. Wie auch immer, der Einkaufspreis war niedrig, der Erlös ist gut und man hat die Dinger quasi kalkulatorisch, abschreibungstechnisch für Umme durch die Gegend geflogen. Vielleicht brauchen die beiden ausgesuchten ohnehin bald ne größere Wartung, dass es sich erst recht lohnt, bevor man sich die noch ans Bein bindet um klägliche Gewinne damit einfliegen zu können. Die USAF zerlegt die vermutlich ohnehin bis in die kleinste Schraube, bevor sie die in Dienst stellen. Aber das Wissen Sie bestimmt auch alles genauer, was mir die Nachfrage erspart.
Beitrag vom 18.12.2025 - 13:00 Uhr
Annahme folgender Parameter:
keine Folgekosten nach Abgabe der Flugzeuge
Restlebensdauer 15 Jahre (bei Verbleib bei LH)
1,5 Flüge pro Tag an 300 Tagen im Jahr = 450 Flüge
450 mal 15 Jahre = 6750 Flüge
200.000.000 Euro / 6750 Flüge = 30.000 Euro/Flug
Der Weiterbetrieb lohnte sich nur dann, wenn es gelänge über 15 Jahre auf jedem einzelnen Flug mehr als 30.000 Euro Gewinn zu machen, also etwas weniger als 100 Euro pro Passagier pro Flug bzw. 200 Euro pro Hin- und Rück-Ticket bei einer durchschnittlichen Auslastung von etwas mehr als 300 Sitzen.
Vielleicht können Fachleute die grobe Schätzung verfeinern und etwas zur Realisierung sagen.
Mir erscheint der Verkauf zu dem genannten Preis überaus vorteilhaft für LH.
Es sind 200.000 USD pro Stück, nicht EUR. Nur so als Ergänzung, ändert aber an der Sache natürlich nicht viel...
Da fehlen aber ein paar Nullen. Nur so als Ergänzung ;-)
das stimmmt dann wohl auch...
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> > Das ist vor allem deswegen lohnenswert, weil LH neu wesentlich weniger für die Buckligen bezahlt hat. Mit ein Grund, warum man sie damals überhaupt gekauft hat.
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> Nein, der Kaufpreis von vor 15 Jahren hat nichts damit zu tun. Auch wenn man seinerzeit 500 Millionen bezahlt hätte, würde das die aktuelle Entscheidung nicht beeinflussen.>
Ich habe nicht geschrieben, dass der Kaufpres zur Entscheidung beigetragen hat, lediglich, dass dieser den heutigen Verkaufspreis zu einem noch besseren Geschäft macht.Kleiner Umterschied, gell.
Nein, Sie haben geschrieben, der Verkauf wäre vor allem deswegen lohnenswert, >weil< die Lufthansa die Flugzeuge billig gekauft hat. Jedenfalls habe ich das so verstanden. Der Grund, warum der Verkauf lohnenswert ist liegt aber nicht in der Vergangenheit, sondern in der Gegenwart. Zur Zeit sind die 747-8 im Prinzip unverkäuflich, weil es keinen Markt dafür gibt. "
Nö, es gab wohl vertraglich eine Rückgabe-/Tauschoption mit boeing gegen 777. Insofern kein Problem auf der Nachfrageseite.
Gab es nicht und gibt es nicht. Das weiß ich besser als Sie! Sie stochern im Nebel.>
Besser wissen ist immer gut.
Meine Info stammt von den damaligen Flottenverantwortlichen. Mag natürlich sein, dass die sich ne gute Story ausgedacht haben. Wie auch immer, der Einkaufspreis war niedrig, der Erlös ist gut und man hat die Dinger quasi kalkulatorisch, abschreibungstechnisch für Umme durch die Gegend geflogen. Vielleicht brauchen die beiden ausgesuchten ohnehin bald ne größere Wartung, dass es sich erst recht lohnt, bevor man sich die noch ans Bein bindet um klägliche Gewinne damit einfliegen zu können. Die USAF zerlegt die vermutlich ohnehin bis in die kleinste Schraube, bevor sie die in Dienst stellen. Aber das Wissen Sie bestimmt auch alles genauer, was mir die Nachfrage erspart.
Ach Heinzi .... die Vertragsbedingungen zwischen Airline und Flugzeughersteller sind absolut vertraulich. Dafür steht man mit seiner Unterschrift ein. Das "Flottenverantwortliche" (wie Sie die nennen) Kenntnisse darüber haben ist extrem unwahrscheinlich, da die Vertragsinhalte deren Tätigkeit überhaupt nicht tangiert. Das "Flottenverantwortliche" - sollten sie dennoch Kenntnisse haben - diese Informationen mit @Heinzi teilen, ist geradezu absurd. Das wäre ja ein massiver Vertrauensverstoß von Herrn Wölfel (oder Lange oder Boje oder wem auch immer). Das wäre ein glatter Abmahnungsgrund. Vergessen Sie's, das ist lächerlich!
Aber wie dem auch sei: Ihre Behauptung, der Verkauf wäre "vor allem deswegen lohnenswert, weil LH neu wesentlich weniger für die Buckligen bezahlt hat" ist faktisch einfach nicht richtig! Ob der Verkauf lohnenswert ist oder nicht hat nur mit dem Preis und dem was das Flugzeug in den nächsten Jahren erwirtschaften könnte zu tun. Warum glauben Sie das nicht?
Es ist doch gar nicht so kompliziert. Würde man heute 2 Mio USD für die Flugzeuge bekommen, lohnt sich das Weiterfliegen. Bekommt man 200 Mio USD sieht die Sache anders aus. Ganz unabhängig vom Kaufpreis von vor x Jahren.
Das ist übrigens beim privaten PKW genau das gleiche.
Dieser Beitrag wurde am 18.12.2025 17:15 Uhr bearbeitet.
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> Das ist vor allem deswegen lohnenswert, weil LH neu wesentlich weniger für die Buckligen bezahlt hat. Mit ein Grund, warum man sie damals überhaupt gekauft hat.
Nein, der Kaufpreis von vor 15 Jahren hat nichts damit zu tun. Auch wenn man seinerzeit 500 Millionen bezahlt hätte, würde das die aktuelle Entscheidung nicht beeinflussen.>
Ich habe nicht geschrieben, dass der Kaufpres zur Entscheidung beigetragen hat, lediglich, dass dieser den heutigen Verkaufspreis zu einem noch besseren Geschäft macht.Kleiner Umterschied, gell.
Nein, Sie haben geschrieben, der Verkauf wäre vor allem deswegen lohnenswert, >weil< die Lufthansa die Flugzeuge billig gekauft hat. Jedenfalls habe ich das so verstanden. Der Grund, warum der Verkauf lohnenswert ist liegt aber nicht in der Vergangenheit, sondern in der Gegenwart. Zur Zeit sind die 747-8 im Prinzip unverkäuflich, weil es keinen Markt dafür gibt. "
Nö, es gab wohl vertraglich eine Rückgabe-/Tauschoption mit boeing gegen 777. Insofern kein Problem auf der Nachfrageseite.
Gab es nicht und gibt es nicht. Das weiß ich besser als Sie! Sie stochern im Nebel.>
Besser wissen ist immer gut.
Meine Info stammt von den damaligen Flottenverantwortlichen. Mag natürlich sein, dass die sich ne gute Story ausgedacht haben. Wie auch immer, der Einkaufspreis war niedrig, der Erlös ist gut und man hat die Dinger quasi kalkulatorisch, abschreibungstechnisch für Umme durch die Gegend geflogen. Vielleicht brauchen die beiden ausgesuchten ohnehin bald ne größere Wartung, dass es sich erst recht lohnt, bevor man sich die noch ans Bein bindet um klägliche Gewinne damit einfliegen zu können. Die USAF zerlegt die vermutlich ohnehin bis in die kleinste Schraube, bevor sie die in Dienst stellen. Aber das Wissen Sie bestimmt auch alles genauer, was mir die Nachfrage erspart.
keine Folgekosten nach Abgabe der Flugzeuge
Restlebensdauer 15 Jahre (bei Verbleib bei LH)
1,5 Flüge pro Tag an 300 Tagen im Jahr = 450 Flüge
450 mal 15 Jahre = 6750 Flüge
200.000.000 Euro / 6750 Flüge = 30.000 Euro/Flug
Der Weiterbetrieb lohnte sich nur dann, wenn es gelänge über 15 Jahre auf jedem einzelnen Flug mehr als 30.000 Euro Gewinn zu machen, also etwas weniger als 100 Euro pro Passagier pro Flug bzw. 200 Euro pro Hin- und Rück-Ticket bei einer durchschnittlichen Auslastung von etwas mehr als 300 Sitzen.
Vielleicht können Fachleute die grobe Schätzung verfeinern und etwas zur Realisierung sagen.
Mir erscheint der Verkauf zu dem genannten Preis überaus vorteilhaft für LH.
Es sind 200.000 USD pro Stück, nicht EUR. Nur so als Ergänzung, ändert aber an der Sache natürlich nicht viel...
Da fehlen aber ein paar Nullen. Nur so als Ergänzung ;-)
das stimmmt dann wohl auch...